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Vorbericht 6. Spieltag

Am Samstag steht für unsere erste Mannschaft in der Landesklasse 3 das Spiel bei der SG 1951 Sonneberg auf dem Programm. Nach dem jüngsten 5:0-Erfolg über Gospenroda, will man nun auch das nächste Spiel gegen einen Aufsteiger siegreich gestalten.

RÜCKBLICK:

Die SG Herpf/Helmershausen bleibt weiterhin auf Erfolgskurs. Gegen den Aufsteiger aus Gospenroda zeigte man die erhoffte Reaktion und landete einen ungefährdeten Heimerfolg. Speziell im ersten Durchgang gelang es der Noack-Elf mit einer konsequenten Chancenverwertung die Weichen frühzeitig auf Sieg zu stellen. Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste besser ins Spiel und kamen auch zu ihren Chancen, scheiterten aber an Möhring oder dem Aluminium. Das spielerische Übergewicht unserer Elf machte sich am Ende des Tages dann auch ergebnistechnisch bemerkbar und so gewannen unsere Mannen durch die Tore von Grebenar (3), Müller und Fuchs souverän mit 5:0. Nun gilt es die Konzentration für die nächsten Aufgaben hochzuhalten. Mit dem Aufsteiger der SG 1951 Sonneberg wartet an diesem Wochenende nämlich die nächste schwere Aufgabe.

GEGNERCHECK:

Die Hausherren haben aktuell zehn Punkte auf dem Konto und liegen damit auf dem 5. Tabellenplatz. Nach dem souveränen Aufstieg in der letzten Saison, ist der Aufsteiger auch in dieser Spielzeit gut aus den Startlöchern gekommen. Drei Siege, ein Remis und eine Niederlage stehen bei 11:8 Toren zu Buche. Vor eigenem Publikum konnte man bis dato beide Heimspiele gewinnen. Dabei überzeugt der Aufsteiger vor allem in der Offensive mit bisher elf erzielten Treffern. Zuletzt gab es eine 1:0-Niederlage gegen Borsch. Personell hat sich im Sommer nicht so viel getan. Lediglich die Spieler Sebastian Wenke und Franz Rebhan verließen den Verein. Die SGS setzt auf Kontinuität bei der Kaderplanung. Als Aufsteiger hat man es in einer neuen Liga bekanntlich schwer. Dennoch meisterten Büchner und Co. diese Hürde bis dato mit Bravur. „Man hat auf jeden Fall gemerkt, dass es in dieser Liga schon ganz anders zur Sache geht, als in der Kreisoberliga. Die Jungs machen das aber richtig gut“, zeigt sich Trainer Peter Bernet mit dem Saisonauftakt zufrieden. Vor allem in der Offensive bringt der Aufsteiger gehörige Qualität mit. Mit Markus Büchner und Andy Marsiske verfügt man über einen brandgefährliches Sturmduo. In der Kreisoberliga glänzten beide Spieler mit jeweils 38 Tore und auch eine Klasse höher, konnten beide schon ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Trotz der Offensivqualitäten des Gegners will unsere Mannschaft auch in Sonneberg das Heft in die Hand nehmen. „Wir wollen auch in diesem Spiel Druck ausüben, den Gegner beschäftigen und viele Torchancen kreieren. Es wird eine schwierige Aufgabe gegen einen guten Gegner. Wir sind aber motiviert, diese Aufgabe zu meistern“, so Trainer Mike Noack vor dem Spiel.

Nicht alles an Board

Nicht dabei sein können an diesem Samstag Marius Böhm, Lukas Fuchs und Andreas Müller. Freuen kann sich der Trainer über die Rückkehr von Veit Zöller, der nach überstandenen Zehenbruch wieder einsatzbereit ist. Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Christopher Jänike. Assistiert wird er an der Linie von Linda Thieme und Simon Wentsch. Anstoß am Samstag wird 15 Uhr sein. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Klarer Heimerfolg

Nach einer über weite Strecken doch recht einseitig geführten Partie, melden sich die Herpfer durch diesen deutlichen Erfolg über den Aufsteiger an der Tabellenspitze zurück.

Der Gastgeber zeigte sich nach der Derbyniederlage gut erholt und bestimmte nach einer kurzen Abtastphase laufstark den Takt. Gospenroda, mit einem Libero spielend, suchte sein Heil aus der Konterstellung heraus. Durchaus gefährlich, denn HSV-Keeper Steffen Möhring musste in Halbzeit eins gegen Marcus Hohmann zweimal teuflisch auf der Hut sein, um Gegentreffer zu verhindern. Bei den Hausherren zog Andreas Müller aus dem defensiven Mittelfeld heraus die Fäden und es dauerte nicht lange bis Josip Grebenar nach einem schönen Solo für die Führung sorgte (8.). Weitere Chancen blieben ungenutzt bevor erneut Grebenar mit einem direkten Freistoß aus halbrechter Position aus 18 Metern erfolgreich war (35.). Dabei wurde die Mauer der Gäste geschickt weggedrückt. Den Halbzeitstand von 3:0 bereitete Christoph Esser im Mittelfeld sehenswert vor. Der erste Versuch von Lukas Fuchs aus spitzem Winkel wurde noch abgeblockt. Doch der Ball fiel Müller zentral vor die Füße und der verwandelte trocken aus 16 Metern (38.).

Halbzeit zwei begann mit einem Lebenszeichen von Gospenroda, doch Kilian Pfaff scheiterte nach einem schnellen Gegenzug am Pfosten. Vor dem vierten Herpfer Treffer hatten die Gäste den Ball vor dem eigenen Strafraum scheinbar schon unter Kontrolle, doch sie vertändelten das Leder. Grebenar spritze dazwischen, band drei Abwehrspieler und passte quer nach innen auf Lukas Fuchs. Der hatte keine Mühe das Leder über die Linie zu befördern (53.). In der Folge konnte sich SV-Torhüter Dominik Geyer mehrfach auszeichnen. Er war bereits in Hälfte eins der beste Mann seiner Elf. Nach einer guten Stunde war aber auch er machtlos, als Grebenar eine Freistoßflanke von rechts zum kurzen Pfosten schickte und Stefan Kämmer das Leder ins Netz schnippte (63.). Danach war die Luft raus. Lediglich HSV-Schlussmann Möhring bekam noch einmal etwas Arbeit gegen Rico Hohmann aus Nahdistanz. Quelle: Meininger-Tageblatt (rp)

Vorbericht 5. Spieltag

Am Sonntag heißt es wieder Heimspielzeit. Dann erwarten die Noack-Schützlinge den Aufsteiger SV Grün-Weiss Gospenroda zum 5. Spieltag der 11teamsports Landesklasse 3 im heimischen Waldstadion. Die Mannschaft will nach der Niederlage am letzten Spieltag eine Reaktion zeigen und hat die 3 Punkte fest anvisiert.

Rückblick:

Ein gebrauchter Tag! Durch eine 0:3-Niederlage gegen den VfL Meiningen 04 erhielt die bislang makellos weiße Weste der SG Herpf/Helmershausen erste Flecken. „Das war einfach nicht unser Tag“, fasste Trainer Mike Noack die Niederlage zusammen. Seine Mannschaft fand über die gesamte Spielzeit nie ihren Rhythmus und so ging die Niederlage am Ende in Ordnung. Enttäuschung „JA“! Rückschlag „NEIN“! Die Mannschaft hat sich unter der Woche kurz geschüttelt und die Fehler aus der Partie analysiert und aufgearbeitet. Damit war das Derby auch schnell abgehakt und man geht nun die Aufgabe Gospenroda mit voller Konzentration an. Es wäre auch falsch, die Mannschaft nur an diesem einen Spiel zu messen. Viel zu positiv sind die letzten Wochen/Monate verlaufen. Präsident Daniel Blümke ist deshalb nach wie vor stolz auf die Truppe: „Solche Spiele wird es immer wieder mal geben. Entscheidend ist für mich die nachhaltige Entwicklung und die ist zurückblickend bis zum heutigen Tag ausgezeichnet. Die Jungs werden jetzt die richtige Reaktion auf die Niederlage zeigen.“ Der Euphorie innerhalb der Mannschaft und im Verein tut diese Derby-Niederlage kein Abbruch. Jeder einzelne freut sich auf die kommenden Wochen.

Gegnercheck:

Die Gäste aus Gospenroda schafften letzte Saison in der Kreisoberliga mit 20 Siegen aus 26 Spielen den Staffelsieg, welche zum viel umjubelten Aufstieg in die Landesklasse berechtigte. Überragender Akteur war Torjäger Marcus Hohmann mit 22 Toren, welcher auch in der noch jungen Saison bereits viermal traf. Aktuell belegen die Schützlinge von Trainer Mario Katzmann mit 4 Punkten aus 4 Spielen den 12. Tabellenplatz. Aufsteigen, Ankommen, Angreifen. Unter diesem Motto spielen seit Jahren die Neulinge in der Landesklasse, auch der SV Grün-Weiss Gospenroda. Nachdem der Saisonauftakt in Brotterode (2:1) erfolgreich verlief, musste die Elf von Kapitän Lusky feststellen, dass die Landesklasse nochmal ein anderes Niveau ist. Der Liganeuling verlor die Partien gegen Kaltennordheim (2:8) und Hildburghausen (5:1) recht deutlich. Zu was die Mannschaft aber an einem guten Tag in der Lage ist, zeigte sie am letzten Spieltag mit dem beachtlichen 2:2 gegen SV Borsch. „Dort konnte meine Mannschaft ihre Leistungsfähigkeit über 90 Minuten abrufen“, so Trainer Katzmann, der zudem ergänzt: „Wir wussten von Anfang an, dass es schwer werden wird und wir viel leisten müssen.“ Ob man endgültig in der Liga angekommen ist, wird man nach dem ersten Saisonviertel beurteilen können. Gegen Borsch erbrachte der Aufsteiger auf jeden Fall den Beweis, dass an einem „Sahnetag“ keine riesige Lücke zwischen Aufsteiger und Spitzenteam klafft.  Demzufolge stellt man sich in Herpf auf einen starken Aufsteiger ein.

„Wir brauchen nicht drumherum reden, wir wollen gegen Gospenroda die drei Punkte. Wir wissen aber auch, dass wir unsere Stärken auf den Platz bringen müssen, um schlussendlich auch erfolgreich zu sein“, so Trainer Mike Noack.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Philipp Linke. Assistiert wird er an der Linie von Peter Hahn und Justin Kirchhof. Anstoß am Sonntag wird 15 Uhr sein. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Ein gebrauchter Tag

Im mit Spannung erwarteten Stadtduell mit dem VfL Meiningen 04 konnte unsere Mannschaft die hohen Erwartungen leider nicht erfüllen. Nach 90 intensiven Minuten mit 10 Gelben Karten, die von rund 700 Zuchauern verfolgt wurden, setzte sich der VfL zwar zu hoch, aber nicht unverdient durch.

Unsere Mannschaft, nach perfektem Saisonstart als Tabellenführer angereist, hatte sich natürlich viel vorgenommen. Auch beim VfL Meiningen sollte die weiße Weste gewahrt werden. Dabei standen die Vorzeichen allerdings nicht gut. Während der VfL fast alles aufbieten konnte, was zum Bestand gehört, schmerzten auf Herpfer Seite die Ausfälle von Müller und Zöller doch sehr. Die Mannschaft selbst konnte eigentlich während der ganzen Spielzeit eine gewisse Hemmung und Nervosität nicht abstreifen. Meiningen begann wie erwartet und vertraute auf eine engmaschige und diszipliniert arbeitende Defensive, wobei nach Ballgewinn schnell umgeschaltet wurde. Im eigenen Spielaufbau waren sie allerdings ähnlich limitiert wie die Herpfer an diesem Tag. Viele lange Bälle wurden geschlagen, wobei diese vor allem von unserer Mannschaft oft nicht konsequent geklärt wurden. Und so wurde es vornehmlich nach Fehlern bzw. Standards gefährlich. Bereits in der ersten Minute hätte Damm treffen können, als die Herpfer Hintermannschaft das Streitobjekt verfehlte. 2, 3 weitere brenzlige Situationen mussten die Herpfer in der 1. Halbzeit noch überstehen, bis es kurz vor dem Pausentee passierte. Ein weiterer unnötiger Freistoß segelte in den Herpfer Strafraum, den schwach geklärten Ball versenkte Weyer im langen Eck. Unsere Mannschaft tat sich schwer, zwingende Chancen herauszuspielen. So sehr sich auch Grebenar, Safradin, Kämmer und Co. mühten, die Angriffsversuche versandeten meist in der ungefährlichen Zone. Und so gab es auch nur zwei richtig gute Chancen durch Fuchs und Grebenar, beide Male parierte Damm im Meininger Kasten hervorragend.

Im 2. Durchgang begannen die Herpfer durchaus engagiert, aber es lief an diesem Tag nicht viel zusammen. Hochkarätige Chancen blieben Mangelware. Und als nach 60 Minuten Seruneit, nach monatelanger Sperre auf Meininger Seite wieder dabei, mit einem Sonntagsschuss das 2:0 besorgte, war die Vorentscheidung bereits gefallen. Auch kleinere taktische Umstellungen fruchteten nicht. Safradins Kopfball nach Ecke, der auf der Linie geklärt wurde, fand auch nicht den Weg ins Tor. An diesem Tag sollte nichts klappen. Nach einem schnellen Konter in die entblöste Abwehr erzielte Hausner dann gar noch das 3:0, was die endgültige Entscheidung bedeutete. Das der Schiedsrichter ein klares Handspiel im Strafraum der Meininger übersah, passte dann auch noch ins Bild. Insgesamt ein schwarzer Nachmittag für alle, die es mit den Herpfern halten. Doch diese Niederlage wird uns nicht umwerfen, auch wenn sie gegen den Stadtrivalen eingesteckt werden musste. Schon am nächsten Sonntag zu Hause gegen Gospenroda wird die Mannschaft wieder an die gezeigten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen.

Wie sich die Meininger allerdings nach dem Sieg gebärdeten, war unter der Gürtellinie. Hier ging es mehr darum, die Herpfer Niederlage zu feiern, als den eigenen Sieg. Das gibt schon zu denken, wo dieser offensichtliche Hass, Neid und diese unverhohlene zur Schau gestellte Missgunst herrührt.

Vorbericht Derby

Es ist wieder soweit – DERBYTIME ! Am Sonntag wird uns der VfL Meiningen 04 zum prestigeträchtigen Derby empfangen. Ein Duell, auf welches die Region wartet und welches sein Charme und seine Emotionalität so schnell nicht verlieren wird.

RÜCKBLICK:

Mit einem Sieg über den SV Bielen 1926 (4:2) ist es unserer Mannschaft gelungen, in die Runde der Besten 16 Teams im Köstritzer-Landespokal einzuziehen und das am Ende auch verdient. Den Grundstein dafür legte die Noack-Elf speziell im ersten Abschnitt. „Mit dem Auftritt und dem Ergebnis war ich zufrieden, auch wenn in der zweiten Halbzeit nicht mehr alles funktionierte. Aber die erste Halbzeit hat phasenweise gezeigt, was für ein Potenzial in uns schlummert“, resümiert Trainer Mike Noack. Der Positiv-Trend der letzten Wochen bestätigte sich auch in diesem Spiel.

Es ist lange her, dass man so gut in die Saison gestartet ist. Neun Punkte aus den ersten drei Spielen und der Einzug in die Pokalrunde der letzten 16. Das war bis dato ein toller Start, dementsprechend prächtig ist die Stimmung. Die Mannschaft geht nun ohne Druck, aber mit dem unbändigen Willen zum Sieg ins Derby.

GEGNERCHECK:

Der VfL Meiningen hat sich nach seinem letztjährigem Aufstieg gut in der Landesklasse etabliert. Aufbauend auf einer sattelfesten Defensive ist man in der Lage, jedem Gegner das Leben schwer zu machen. Personell ist der VfL vor allem nach den Zugängen in diesem Sommer sehr gut aufgestellt und in der Lage, Ausfälle adäquat zu kompensieren. Und so war der Start in die neue Serie auch beachtlich. Nach 2 Auftaktsiegen, dabei immerhin ein 2:0 gegen Staffelmitfavorit Hildburghausen, verloren die Meininger zwar das letzte Spiel beim Primus der letzten Saison aus Borsch, waren aber auch da nicht gänzlich chancenlos.

Für unsere Mannschaft wird es also darauf ankommen, mit direktem Spiel in die Spitze das Meininger Abwehrbollwerk zu knacken und stets darauf zu achten, dass die schnellen Gegenstöße der Meininger nicht zugelassen oder früh unterbunden werden. Mit Seruneit kann erstmalig auch der Topstürmer der Meininger nach langer Sperre wieder mitwirken, ihn gilt es eng zu beschatten. Auch bei den Standards gilt höchste Vorsicht, verfügen doch die Meininger über einige kopfballstarke Spieler. Mit großer mannschaftlicher Geschlossenheit und taktischer Disziplin werden alle Herpfer Spieler sich dieser Aufgabe stellen und versuchen, die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen. Sollte das wie in den letzten Spielen gelingen, wird man nicht mit leeren Händen die kurze Heimreise nach Herpf antreten.

«  Ein Derby ist natürlich immer etwas ganz Besonderes. »

Auch die Spieler des HSV sind sich der Brisanz des Derbys bewusst: Für HSV-Kapitän Oliver Nier sind die Partien gegen den Stadtrivalen immer ganz speziell: „Das Derby hat für uns einen ungeheuren Stellenwert. Bei uns herrscht große Vorfreude.“

Auch HSV-Trainer Mike Noack hält große Stück auf sein eigenes Team: „Ich bin von meiner Mannschaft überzeugt“, sagt er. „Das Kollektiv ist in den letzten Wochen unser großes Plus. Jede geht an seine Schmerzgrenze und muss das auch weiterhin tun. Jeder muss seine Aufgabe erfüllen. Es wird auch in diesem Derby nicht den einen Helden geben.“

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Paul Hecklau. Assistiert wird er an der Linie von Tim Annemüller und David Garber. Anstoß am Sonntag wird 15 Uhr sein. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Einzug unter die Besten 16

Im Köstritzer Landespokal zog die SG Herpf/Helmershausen verdient in die nächste Runde ein. Beim Duell gegen den weitgereisten SV Bielen aus Nordthüringen legte man den Grundstein zum Heimsieg insbesondere in der ersten Hälfte.

Dabei zauberten die Herpfer einen Start nach Maß hin: In der achten Spielminute nutzte Kämmer einen fatalen Schnitzer der Gäste-Hintermannschaft für die frühe Führung. Ein Verteidiger wollte mit einem Rückpass seinen Keeper mitnehmen, Kämmer roch den Braten, spritzte in den Ball und konnte mühelos zum 1:0 einschieben. In den Folgeminuten wirkten die Nordthüringer verunsichert und hatten Schwierigkeiten selbst kontrollierte Aktionen vorzutragen. Es sei vorweggenommen, dass dabei kein einziger nennenswerter Torschuss in Hälfte eins herausprang. Herpf hingegen blieb weiter dran und stellte den Gegner immer wieder vor größere und kleinere Probleme. Eigentlich hätte Kämmer nach gut 25 Minuten seinen zweiten Treffer erzielen müssen. Man ist geneigt anzunehmen, dass der Torjäger eine solche Chance normalerweise mit verbundenen Augen versenkt. Nicht in dieser Szene: Grebenar setzte sich über die linke Seite bis zur Grundlinie durch und bediente den Sturmpartner, der mutterseelenallein wenige Meter vor dem Tor vergab. Kurz darauf bahnte sich jedoch an, dass man der vergebenen Chance nicht nachtrauern muss. Mit einem sauber vorgetragenen Angriff erhöhte Herpf in der 33. Minute auf 2:0. Hamm leitete den Treffer ein, Fuchs lieferte den Assist und schließlich konnte sich Safradin die Ecke aussuchen, in der der Ball zum 2:0 einschlagen sollte. Bielen war weiterhin blass und verschaffte der Hintermannschaft der Hausherren inklusive Keeper Möhring zunächst einen ruhigen Nachmittag. So war es letztlich auch nicht unverdient, dass Fuchs kurz vor der Pause noch das vorentscheidende 3:0 erzielte. Er setzte einen feinen Schlenzer aus gut 16 Metern ins lange Eck und ließ seine Mannschaft damit zufrieden in die Pause marschieren.

Viel Hektik in Abschnitt zwei

Zurück aus den Kabinen war klar, dass die Gäste schon eine deutliche Leistungssteigerung benötigten, um irgendwie wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen. Doch statt einer Aufholjagd musste man einen weiteren Dämpfer schlucken. Kallweit wurde mit der Ampelkarte zum Duschen geschickt. Ohnehin ist nur schwer nachvollziehbar, warum die Partie in der zweiten Hälfte derart an Schärfe annahm. In einer Phase, in der die Partie längst entschieden war, sehen weitere zwei Spieler die Ampelkarte. In Sachen Fußball passierte bis zur 74. Minute nicht mehr viel – Herpf musste nicht und Bielen konnte nicht. In eben jener Spielminute vernachlässigte die Abwehrreihe der Gäste völlig den aufgerückten Grambs, der ohne Probleme zur endgültigen Entscheidung netzte (4:0). Nur wenige Augenblicke später dezimierte sich der SV Bielen auf nur noch neun Akteure – Kohlhause durfte ebenfalls nach einer Ampelkarte Feierabend machen. Der Unparteiische, der insgesamt ordentlich leitete, hatte nun alle Hände voll zu tun, die Rudelbildung vor den Trainerbänken aufzulösen. Dabei holte sich schließlich auch noch Herpf´s Safradin seinen Feldverweis ab, was Trainer Noack sichtlich nicht geschmeckt hat. Nachvollziehbar, denn im Grunde war die Partie entschieden. In der Schlussphase betrieb der SV Bielen immerhin noch etwas Ergebniskosmetik und Jochmann köpfte in der 82. Minute nach einer Ecke ein, ehe er in der Schlussminute vom Punkt den 4:2 Schlusspunkt setzte.

Unter dem Strich ein verdienter Heimsieg der SG Herpf/Helmershausen, die den Nordthüringern des SV Bielen vor allem im ersten Abschnitt den Zahn zog. Ob die Partie in der Schlussphase noch so hitzig werden musste, sei mal dahingestellt…

Trainerstimme: Mike Noack (Herpfer SV):

„Unsere Marschroute ist gut aufgegangen. Natürlich hat uns der Fehler von Bielen in der Anfangsphase in die Karten gespielt. Wir sind dann immer besser ins Spiel gekommen, haben den Gegner nicht zum Zug kommen lassen und konnten eine verdiente Führung mit in die Pause nehmen. Es ist etwas ärgerlich, dass wir in der zweiten Halbzeit etwas die Linie verloren haben. Eigentlich muss beim Stand von 4:0 gar keine Hektik mehr aufkommen. Da haben wir uns ein stückweit anstecken lassen und die beiden Gegentore in der Schlussphase haben dann einfach dazu gepasst. Insgesamt denke ich aber, dass wir verdient gewonnen haben mit einem kleinen Schönheitsfehler. Jetzt hoffen wir auf ein attraktives Los in der nächsten Runde.“

Spielbericht: Felix Böhm (FuPa Thüringen)

Vorbericht Landespokal 2. Hauptrunde

Nach dem Last-Minute-Sieg gegen Suhl folgt für die SG Herpf/Helmershausen gleich das nächste Heimspiel. Am Samstag um 15 Uhr ist der SV Bielen 1926 zur zweiten Hauptrunde im Thüringer-Landespokal im heimischen Waldstadion zu Gast.

RÜCKBLICK:

Auch das dritte Saisonspiel konnte die Elf von Trainer Mike Noack siegreich gestalten. Am Ende setzte man sich verdient mit 1:0 (0:0) gegen den 1. Suhler SV 06 durch. Wieder einmal war es Marius Böhm, der in der 89. Minute seine Mannen zum verdienten Sieg köpfte. Es war von Beginn an eine temporeiche und gutklassige Partie, in der die Herpfer mehr Spielanteile hatten, es aber erneut versäumten, mehr aus den herausgespielten Chancen zu machen. „Wir haben speziell im ersten Abschnitt ein sehr gutes Spiel gemacht, nur die Chancenverwertung hat nicht gestimmt“, so Trainer Mike Noack. Allerdings zeigte sich über die komplette Spielzeit, dass die Suhler der erwartet schwere Gegner waren. Im zweiten Durchgang agierten die Schützlinge von Trainer Lars Müller seinerseits zwingender, scheiterten bei ihren wenigen Möglichkeiten aber an Keeper Steffen Möhring. In der 89. Minute war es dann soweit. Eine schöne Freistoßflanke von Josip Grebenar fand Marius Böhm, der mit einem entschlossenen Kopfball, den vielumjubelten Siegtreffer markierte. Angesichts der optimalen Punkteausbeute von 9 Punkten und den gezeigten Leistungen, erwartet unsere Mannschaft nun mit viel Selbstvertrauen im Tank, den SV Bielen 1926, einen unbekannten Gegner aus der Landesklasse Staffel 2.

GEGNERCHECK:

Unser Gegner aus Bielen (Kreis Nordhausen) hatte sich in der ersten Runde des diesjährigen Pokal-Wettbewerbs mit 3:1 n.V. gegen den 1. Suhler SV 06 durchgesetzt. Die Gäste spielen seit der Saison 2015/16 in der Landesklasse Staffel 2. Sowohl im Aufstiegsjahr, als auch in der abgelaufenen Saison, belegte man einen soliden 11. Tabellenplatz. Vor dieser Spielzeit vollzog der Verein einen größeren Umbruch. Elf Spieler verließen den Verein, sieben Spieler kamen neu hinzu. Mit Paul Thelemann und Marcus Daunus befinden sich darunter auch junge Akteure, die letzte Saison noch für den FSV Wacker 90 Nordhausen aktiv waren bzw. dort ihre Ausbildung genossen. Star des Teams ist jedoch Marco Weißhaupt. Der Ex-Bundesligaprofi ist auch in unserer Region aus seiner Zeit beim Hamburger SV, den SC Freiburg und Hansa Rostock bekannt. Der mittlerweile 45-jährige kickt seit Oktober 2015 bei den Südharzern. Die Gäste scheinen also trotz des eher missglückten Saisonstarts (1 Remis, 2 Niederlagen) eine gute Mannschaft beisammen zu haben.

Positiven Trend fortsetzen

Angesichts der Ungewissheit über die Stärken und Schwächen des Gegners, konzentriert man sich beim HSV verstärkt auf sich selbst. „Wir wissen über den Gegner im Prinzip gar nichts“, formuliert es Mike Noack salopp. „Das stört uns aber nicht. Die Mannschaft hat jetzt über Wochen Selbstvertrauen getankt – etwas, was dem SV Bielen (letzte Woche 1:5 gegen Sondershausen verloren) eventuell gerade fehlt. Wir wollen unseren positiven Trend mit der zuletzt praktizierten offensiven Spielweise auch gegen diesen Gegner fortsetzen. Wollen wir diese Hürde meistern, benötigen wir allerdings wieder eine Topleistung und einen großen Einsatzwillen.“

Mehrere Stunden Bus und 197 Kilometer Anreise muss der SV Bielen 1926 hinter sich bringen. Wir wünschen an dieser Stelle eine gute Fahrt. Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Pierre Leitschuh. Assistiert wird er an der Linie von Frank Stein und Marc Ender. Anstoß am Samstag wird 15 Uhr sein. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Erlösung durch Marius Böhm

„An Tagen wie diesen …“, dröhnten die Toten Hosen nach dem Abpfiff aus den Lautsprechern im Herpfer Waldstadion. Da liegen Freude und Leid oftmals dicht beieinander, möchte man anfügen. Die junge Suhler Mannschaft hielt kämpferisch bis zur neunzigsten Minute gegen die Herpfer Angriffsmaschinerie gut dagegen und profitierte dabei von der schlechten Chancenverwertung der Gastgeber. Doch dann war es Josip Grebenar, der eine Freistoßflanke in Höhe der Grundlinie von links in den Strafraum schickte. Der Ball flog an Freund und Feind vorbei bis zum langen Pfosten, wo wieder einmal Marius Böhm goldrichtig stand und das Leder mit dem Kopf in die Maschen jagte.

Chancen liegengelassen

Bei schwülen Temperaturen entwickelte sich von Anfang an eine flotte Partie, in der die Gastgeber nach einer kurzen Abtastphase bis zur Pause die Akzente setzten. Zuerst war es Lukas Fuchs, der den Suhler Schlussmann Robert Mentzel aus 16 Metern zur einer Glanztat zwang. Den Youngster folgten seine Sturmkameraden Florian Hofmann und Josip Grebenar die ebenfalls frei vor dem Suhler Kasten am reaktionsschnellen Menzel scheiterten. Hinzu kamen zwei gute Kopfbälle von Mateo Safradin und ein Abstauber von Grebenar auf das kurze Eck, die ebenso erfolglos blieben. Chancen der Gäste blieben in Halbzeit eins aus.

Es dauerte bis zur 90 Minuten

Das änderte sich nach dem Wechsel, als der SSV 06 stärker presste und den Gastgebern somit etwas den Schwung aus der Offensive nahm. Dennoch war es wiederum Josip Grebenar, der die erste große Chance in Hälfte zwei knapp verzog (60.). Doch auch für HSV-Keeper Steffen Möhring war es mit der Ruhe vorbei. Er bewahrte seine Farben zweimal gegen Alexander Mantlik und einmal gegen Benjamin Pilz vor einem Rückstand. Als sich die etwa 180 Zuschauer bereits auf ein torloses Unentschieden eingestellt hatten, wurde Lukas Fuchs kurz vor der Grundlinie gefoult. Mit dem folgenden Freistoß sorgten Grebenar und Böhm für die Entscheidung in einer an sich fairen Partie, die lediglich in der Schlussphase doch hektischer und ruppiger wurde. Der insgesamt gut agierende Schiri Patrick Runknagel aus Barchfeld schickte beide Teams daher ohne größere Nachspielzeit zum Duschen. Letztlich ein verdienter Erfolg, da die Hausherren mehr für die drei Punkte taten.

Die Trainerstimmen:

Mike Noack, Herpf: Die Chancenvorteile lagen klar auf unserer Seite. Bereits bis zur Halbzeit hätten wir den Deckel drauf machen können. Doch wie schon in Steinach zeigte sich, dass wir derzeit Probleme mit der Chancenverwertung haben. Wir bewahren vor dem Tor einfach keinen kühlen Kopf. Spät fiel die Entscheidung, doch der Sieg gegen engagierte Suhler war verdient.“

Lars Müller, Suhl: Herpf hatte eindeutig die besseren Möglichkeiten. Wir haben es nicht vermocht, offensiv bis auf zwei Ausnahmen wirklich gefährlich zu werden. Nach der Pause sind wir die Herpfer besser angelaufen und konnten so den Druck von unserer Abwehr nehmen. Auf Grund unserer kämpferischen Leistung wäre ein Unentschieden daher durchaus verdient gewesen.

Quelle: Meininger-Tageblatt

Vorbericht 3. Spieltag

Am Sonntag steht für die SG Herpf/Helmershausen das zweite Heimspiel der noch jungen Landesklasse-Saison 2017/18 an. Zum 3. Spieltag empfängt unsere Mannschaft den 1. Suhler SV im heimischen Waldstadion.

RÜCKBLICK:

Die Fahrt nach Steinach hatte sich am vergangenen Wochenende für unsere Mannschaft und deren Anhang endlich mal wieder gelohnt. Der der Auswärtsfluch konnte im Fellberg-Stadion besiegt werden. Unsere Mannschaft durfte nach vielen Anläufen mal wieder in Steinach jubeln. Nach spannenden 90 Minuten stand vor gut 550 Zuschauern ein 1:2-Erfolg für unsere Elf zu Buche und dieser war in Summe auch verdient, da unsere Mannschaft über die gesamte Spielzeit mehr investierte. Es war das erwartet schwere Spiel. Nach einer kurzen Abtastphase war es unsere Mannschaft, die mehr vom Spiel und auch einige gute Ansätze in der Vorwärtsbewegung hatte. Im und um den gegnerischen Sechzehner fehlte aber zunächst die Präzision, um den Ball im Kasten unterzubringen. Dies gelang nach feinem Pass von Florian Hofmann, Lukas Fuchs dann in der 31. Minute. In der Folgezeit agierten unsere Mannen dann aber zu passiv und mussten noch vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich durch Scheler-Stöhr hinnehmen. Im zweiten Abschnitt agierte unsere Elf wesentlich präsenter und hatte stets das spielerische Übergewicht. Leider mangelte es bei vielen Chancen an der Effektivität. So sorgte ein Standard an diesem Tag für die Entscheidung. Nach einem Eckball stand Marius Böhm goldrichtig und erzielte das vielumjubelte 1:2 (81.).

GEGNERCHECK:

So haben sich die Gäste ihren Saisonstart sicher nicht vorgestellt: Nach der 2. Niederlage im 2. Saisonspiel steht der 1. Suhler SV gemeinsam mit dem FSV Viernau am Tabellenende. Gegen den SV Borsch 1925 musste die Müller-Elf am vergangenen Samstag eine 1:3-Heimniederlage hinnehmen. „Die Borscher waren heute gnadenlos effektiv“, sagte Lars Müller nach dem Spiel und hofft nun in Herpf auf die ersten Pluspunkte der Saison. Denn zieht man das Pokalaus in Bielen hinzu, musste seine Mannschaft in den ersten drei Pflichtspielen drei Niederlagen einstecken. Vor dem Saisonstart drehte sich auch bei unseren Gäste das Transferkarussell. Mit Michael Damm verließ ein Leistungsträger den Verein Richtung Meiningen. Mit Steffen Kolk konnte man einen erfahrenen Mann aus Schweina hinzugewinnen. Der allgemeine Trend geht aber auch beim 1. Suhler SV zur Jugend. Jahr für Jahr werden junge Talente herangeführt, die an der Seite von Mantlik und Co. reifen sollen. All dies brauch Zeit und die Truppe wird sich über kurz oder lang finden, um wieder die optimale Leistung zu bringen. Verein und Trainer sind vom Potenzial der Mannschaft überzeugt, nicht umsonst hat man die letztjährige Platzierung als Saisonziel ausgegeben.

Auch HSV-Trainer Mike Noack erwartet ein schweres Heimspiel: „Die letzten Duelle haben gezeigt, wir schwer wir uns gegen Suhl tun. Trotz der kleinen Ergebniskrise, bringt die Mannschaft auf den einzelnen Positionen sehr viel Qualität mit. Vor allem in der Offensive ist sie mit Alexander Mantlik und Ibrahim El Hajj sehr gut besetzt. Wir wollen gegen den 1. Suhler SV defensiv wieder stark stehen und unsere Qualitäten nach vorn ausspielen. Wir müssen unsere Chancen aber wieder besser als in Steinach ausspielen.“

BILANZ SPRICHT FÜR DIE GÄSTE

Unsere Mannschaft wird am Sonntag eine Topleistung abrufen müssen, um den nächsten Sieg einfahren zu können. Die Bilanz der letzten vier Duelle spricht klar für die Gäste: Alle 4 Partien konnten die Suhler für sich entscheiden. Oft haben aus unserer Sicht Auftritt und Ergebnis nicht zusammengepasst. Dies gilt es am Sonntag miteinander zu vereinen.

PERSONALSORGEN

Die Noack-Elf geht personell geschwächt in das Duell gegen die Waffenstädter. Nicht zur Verfügung stehen Stefan Kämmer (Kindstaufe), Veit Zöller (Zehenbruch), Björn Göpfert (Meniskusverletzung) und Christian Fickel (Aufbautraining). Zudem steht hinter Lukas Fuchs und Jonas Rutschik (beide Erkältung) ein Fragezeichen.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Patrick Runknagel. Assistiert wird er an der Linie von Oswin Bernhardt und Kay Grob. Anstoß am Sonntag wird 15 Uhr sein. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Auswärtsfluch vor großer Kulisse besiegt

Vor der großen Kulisse von 550 Zuschauern sicherte sie die SG Herpf/Helmershausen in Steinach ihren zweiten Saisonerfolg im zweiten Spiel in der Fußball-Landesklasse. Steinach hatte recht gut mitgehalten, konnte sich aber nicht belohnen, da die vorhandenen Chancen versiebt wurden.

Gut erholt zeigten sich die Blau-Weißen vom 0:8-Debakel im Pokal in Bad Lobenstein. Steinachs Trainer Daniel Meyer und seine junge Garde hatte sich viel vorgenommen für das Kirchweihspiel. Und auch der Vorsitzende des SV 08, Andreas Stauch, wünschte sich so sehr einen Sieg: „Ein Dreier wäre für die junge Mannschaft so wichtig für den weiteren Saisonverlauf“. Meyer hatte bis auf Niklas Tanneberg (Urlaub) auch seine beste Formation an Bord. Und die begann gegen die erfolgreich in die Saison gestartete Elf aus der Vorderrhön auch selbstbewusst. Diese konnte ebenfalls nicht in Bestbesetzung auflaufen. Bereits in der Anfangsphase hatte Nico Sesselmann (6.) eine Großchance, aber er scheiterte an Torhüter Möhring. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld.

Das erste Ausrufezeichen setzte der Herpfer Neuzugang Safradin, aber dessen Abschluss war zu schwach (21.). Kurz darauf fiel aber das 0:1. Der flinke Lukas Fuchs erlief sich einen schönen Pass von Hofmann und schoss, allerdings aus abseitsverdächtiger Position, das 0:1. Die Steinacher blieben ruhig und nach einer Maßflanke von Nico Sesselmann köpfte Fabian Kirchner ins kurze Eck. Gästetorwart Steffen Möhring tauchte ab und lenkte den Ball zur Ecke. Was für eine Großchance und was für eine tolle Parade! Wenig später wurde Mittelstürmer Luca Scheler-Stöhr am Strafraum gefoult. Der nicht immer sichere Unparteiische ließ weiterspielen und beraubte den Youngster einer großen Chance (31.). Nach einer weiteren Ecke von Björn Sesselmann und anschließendem Kopfball von Fabian Kirchner kam das Streitobjekt zu Luca Scheler-Stöhr, der per Hacke zum umjubelten Ausgleich einschoss.

Die Halbzeitpause nutze der SV 08, um seine Nachwuchsteams zu präsentieren. Von den G-Junioren bis zu den A-Junioren waren alle präsent. Und der Fördervereinsvorsitzende Thomas Roß brachte zum Ausdruck, dass man keine Bange um den Fußball in Steinach haben muss.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste dann präsenter und verzeichneten ein Chancenplus. Florian Hofmann (50.) schoss einen Freistoß von der Strafraumgrenze knapp über den Eichhorn-Kasten. Die nächste Herpfer Gelegenheit ergab sich nach einem schön vorgetragenen Angriff der Gäste. Hofmann und Safradin spielten Grebenar frei, dieser scheiterte jedoch am gut reagierenden Torwart Kevin Eichhorn.

Herpf war dem erneuten Führungstor nahe und als Grebenar im Strafraum fiel, hatte Steinach Glück, dass der Referee nicht auf den Elfmeterpunkt deutete. Die Steinacher, bei denen Björn Sesselmann der Dreh- und Angelpunkt war, operierten mit vielen langen Pässen, die aber zu ungenau waren und deshalb keinen Mitspieler fanden. So hatte Herpf stets ein spielerisches Übergewicht, aber das Remis hatte bis in die Schlussphase hinein Bestand. Erst als ein Eckball von der linken Seite nach innen segelte – Freund und Feind verpassten – stand Marius Böhm goldrichtig und erzielte das 1:2.

In der verbleibenden Zeit setzte Steinach alles auf eine Karte. Zweimal gab es noch Foulspiele nahe der Strafraumgrenze, Aber weder Stephan Wild (90.), noch Björn Sesselmann (90.+1) konnten Möhring überwinden. So bleibt unterm Strich eine knapper Auswärtssieg für die Herpfer, der nach den Worten ihres Trainers hoch verdient war. „Ich denke, dass der Sieg in Ordnung geht. Wir haben in Steinach schon bessere Spiele abgeliefert, uns aber nicht belohnt. Umso schöner ist es, dass wir jetzt hier den ersten Punktspielerfolg überhaupt feiern konnten“, so Mike Noack. „Wir hatten vor allem nach dem Seitenwechsel ein großes Chancenplus und hätten sogar noch höher gewinnen können.“ Noack zeigte sich von Steinach enttäuscht, das weitgehend mit langen Bällen agierte. „Da kam vor allem in Hälfte zwei nach vorne ganz wenig. In unserem Spiel fehlte mir manchmal nur die letzte Konsequenz im Abwehrspiel, sodass wir zu viele Standardsituationen produziert haben“, monierte Noack. „Das ändert aber nichts daran, dass unser Erfolg völlig verdient ist.“ Quelle: Südthüringer Zeitung