Mike Noack im Interview

Cheftrainer Mike Noack zieht im Interview ein Fazit der Hinrunde. Er spricht mit uns über die erste Hälfte der Saison, die Zielsetzung für das neue Jahr und über die Entwicklung der Mannschaft.

1.) Die Mannschaft steht nach Abschluss der Hinrunde mit hervorragenden 28 Punkten im oberen Tabellendrittel. Hättest du zu Beginn der Saison gedacht dieses „Zwischenergebnis“ zu erreichen? Wie fällt dein sportliches Fazit für 2017 aus?

28 Punkte sind in der Tat ein tolles Ergebnis, an das vor der Saison sicher kaum jemand gedacht hat. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Immerhin haben uns im Sommer 5 Spieler verlassen, 4 davon zählten zum absoluten Stamm. Da gab es viele Unkenrufen, die uns eine ganz schwere Zukunft vorausgesagt haben. Schön, dass die Mannschaft diese eindrucksvoll widerlegt hat. Und es ist auch richtig, in der Rückschau das ganze Jahr zu betrachten. In der Rückrunde der letzten Saison konnten wir bereits beachtliche Fortschritte feststellen, die nach der völlig verkorksten Hinrunde uns noch den angestrebten einstelligen Tabellenplatz brachte. Bereits hier war erkennbar, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

2.) Wo liegen die Gründe für den Aufschwung? Mit dem Entwicklungsprozess kann man allgemein sehr zufrieden sein. Gibt es einen Spieler oder eine generelle Entwicklung, den/die Du gezielt loben würdest?

Es gibt aus meiner Sicht mehrere Gründe. Zum einen haben wir ein System gefunden, indem jeder einzelne seine Stärken einbringen kann und die Mannschaft es sowohl defensiv als auch offensiv immer besser umsetzt. Ich habe viel probiert, stets im Austausch mit der Mannschaft und der gesamten sportlichen Leitung. Nach mehrfachen Korrekturen sitzt aber jetzt der Anzug. Besonders die Balance, offensiv durchschlagskräftig zu sein, ohne die Defensive zu vernachlässigen, wird immer besser gefunden. Letztes Jahr hatten wir nach der Hinrunde mit 18 Toren gerade mal 13 Punkte eingesammelt, jetzt sind es bei nur 14 Spielen 34 Treffer, die für 28 Punkte reichten. In diesem Zeitraum stehen aber auch 27 Gegentreffern nach der Hinrunde nun nur 16 Gegentreffer entgegen. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer tollen Entwicklung eigentlich fast jeden Spielers.

Da bin ich beim nächsten Punkt, dem Training. Hier muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir haben eine tolle Trainingsbeteiligung, es sind immer 12-18 Mann beim Training. Da sind auch immer die Spieler der 2. Mannschaft herzlich willkommen. Alle ziehen ordentlich mit, trotz aller Belastung sind alle mit Freude und Lust, aber auch Konzentration und Engagement dabei. Als nächstes möchte ich unbedingt das Umfeld erwähnen. Mit dem neuen Präsidenten Daniel Blümke kam neuer Schwung in den Verein. Angela Nier als gute Seele leistet hinter den Kulissen eine unglaublich tolle Arbeit, umsorgt die Mannschaft bei jedem Training und Spiel ganz liebevoll und hält darüber hinaus mit unserem Präsidenten die Verbindung zu Sponsoren. Und nicht zuletzt engagieren sich mit Stefan Hartmann vom Ladenbau Hartmann in Helmershausen, der Firma Weisskopf aus Dreißigacker und weitere starke Partner ganz toll und schaffen auch im Umfeld tolle Bedingungen. Ganz wichtig sind für den sportlichen Aufschwung natürlich auch unsere beiden Neuzugänge Grebenar und Safradin, die in unser Spiel viel Qualität einbringen. Oft wird aber der Aufschwung nur auf die beiden reduziert, das würde der Entwicklung der ganzen Mannschaft aber nicht gerecht werden.

3.) Wo lagen die positiven und negativen Knackpunkte in der abgelaufenen Hinrunde?

Ganz wichtig ist natürlich ein guter Start in die Saison. Nach einer wirklich guten Vorbereitung, die schon eine positive Prognose für den Saisonverlauf zuließ, war das 6:0 gegen Viernau ein Auftakt nach Maß. Nach 3 Siegen kam dann das Derby in Meiningen, das für uns mit einer herben Enttäuschung endete. Hier war zu sehen, dass wir einfach noch nicht weit genug waren, das Spiel kam für uns einfach zu früh. Danach wechselten Erfolge zu Hause mit teils ärgerlichen Niederlagen in der Fremde. Sehr geärgert habe ich mich über das 2:3 beim guten Aufsteiger in Sonneberg, wo wir nach bärenstarker 1. Halbzeit das Spiel quasi noch herschenkten und der völlig desolate Auftritt in Kaltennordheim. Hier dachte ich eigentlich, dass uns so ein unterirdischer Auftritt nicht mehr passiert. Die Niederlage in Borsch ist kein Beinbruch, hätte aber auch nicht sein müssen. Phänomenal natürlich die makellose Heimbilanz, die sucht sicher ihresgleichen.

4.) Wie sieht der Winterfahrplan aus, Trainer? Was ist konkret vorgesehen?

Wir haben ein anspruchsvolles Programm gestrickt. Da bedanke ich mich einerseits bei unserem Sponsor Stephan Hartmann, der uns ein Trainingslager Ende Januar im Stuttgarter Neckarpark ermöglicht und auch bei unserem Präsidenten Daniel Blümke, der die Testspiele organisierte. Wir werden weiter konzentriert daran arbeiten, unser zielstrebiges Spiel in die Spitze mit erfolgreichem Abschluss zu verfeinern. Ich möchte auch in der Rückrunde unsere Youngster wie Jonas Rutschik und Felix Greiner verstärkt mit einbauen und ihnen die Chance geben, an der Entwicklung teilzuhaben.

5.) Was nehmt Ihr Euch für die Rückrunde vor? Wo siehst du noch Verbesserungspotenzial?

Ich möchte mit der Mannschaft daran arbeiten, noch zielstrebiger und effektiver in der Offensive zu werden. Außerdem ist das Thema Kontinuität ein großes Thema. Leistungen wie in den Heimspielen müssen zur Selbstverständlichkeit werden, müssen in jedem Spiel abgerufen werden können bzw. müssen. Ich habe auch vor, an weiteren Verbesserungen im Umschaltspiel zu arbeiten, eigentlich in beide Richtungen.

6.) Was für ein Fazit würdest Du Dir nach der Saison wünschen/gerne in der Zeitung lesen?

Nach der Saison würde ich gern lesen, dass die Mannschaft ihre positive Entwicklung kontinuierlich bestätigen konnte und für einen ansehnlichen und erfolgreichen Fußball steht. Letztes Jahr habe ich der Mannschaft die Frage gestellt, ob wir angesichts der Abstiegsgefahr wieder zurück zum reinen Konterfußball wollen, für den Herpf eigentlich viele Jahre stand. Da kam ein klares Nein, wir wollen selber bei Ballbesitz kreativ sein, unser Spiel nicht auf Zerstören anlegen. Das hat mich sehr gefreut. Und so, wie die Mannschaft arbeitet, auftritt, das Umfeld mitwächst und die Entwicklung wirklich auch für mich greifbar ist, macht es unendlich viel Spaß. Also könnte ja zum Schluss auch in der Zeitung stehen, dass auch im nächsten Jahr der Trainer an der Seitenlinie Mike Noack heißt.

Vielen Dank Mike für dieses ausführliche Interview!

Spielabsage

Spielabsage – Witterungsbedingt muss das für heute vorgesehene Landesklasse-Spiel zwischen Siebleben und unserer Mannschaft abgesetzt werden. Nach den einsetzenden Regenwetter ist der Rasenplatz in Gotha nicht bespielbar und wurde seitens der Stadt gesperrt. Ein neuer Termin wurde noch nicht bekannt gegeben, wohl aber, dass das Spiel erst im neuen Jahr stattfinden wird.

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SRF zu Gast

Zum letzten Heimspiel am vergangenen Samstag konnten wir erstmals das SRF TV in Herpf als Gast begrüßen. Hier gibt es nun den Mitschnitt zum 3:0-Heimerfolg über Wacker Bad Salzungen. Klick euch rein, genießt nochmal die Tore und hört was Trainer Mike Noack zu sagen hat. Wir bedanken uns recht herzlich beim SRF, dem Südthüringer Regionalfernsehen und freuen uns auf den nächsten Besuch.

Herpfer SV 07 vs. Wacker 04 Bad Salzungen

Wenn es für den Herpfer SV den sprichwörtichen Angstgegner gibt, dann ist das Wacker Bad Salzungen gewesen. Ob es dabei bleibt oder aber ob die Serie der Saison 2017 hält, im Waldstadion keinen Punkt abzugeben?

Posted by SRF – Südthüringer Regionalfernsehen on Donnerstag, 23. November 2017

Vorbericht 15. Spieltag

Am Samstag rollt für unsere SG Herpf/Helmershausen in der Landesklasse ein letztes Mal der Ball, bevor es in die Winterpause geht. Unsere Mannen gastieren am 15. Spieltag der Saison 2017/18 bei der SpVgg Siebleben 06.

RÜCKBLICK:

Die SG Herpf/Helmershausen baute mit einem klaren Heimsieg die makellose Bilanz im Waldstadion weiter aus. Am vergangenen Samstag besiegten sie den SV Wacker Bad Salzungen mit 3:0. Nach einem verhaltenen Beginn, überzeugten Fuchs und Co. vor allem in der zweiten Halbzeit mit einer effektiven Chancenverwertung und gingen so am Ende als verdienter Sieger hervor. Stefan Kämmer, Jonas Rutschik und der bärenstarke Christoph Esser waren für unsere Mannschaft erfolgreich. Nun gilt es nochmal alle Kräfte zu bündeln und mit voller Konzentration die Aufgabe Siebleben anzugehen und die erfolgreiche Hinrunde zu veredeln.

GEGNERCHECK:

In den ersten 14 Partien sammelte das Team um Kapitän Alexander König 17 Punkte. Fünf Siege, zwei Unentschieden, sieben Niederlagen – so liest sich die Bilanz der Gastgeber. Aktuell belegt man mit dieser Bilanz den 10. Tabellenplatz. In den letzten beiden Heimspielen gegen Brotterode (4:1) und Hildburghausen (3:1) wurden sechs Punkte eingefahren. Auf heimischen Terrain kamen Lehmann & Co. in der laufenden Saison ohnehin deutlich besser zurecht als auf fremden Plätzen – daheim wurden 16 von 21 möglichen Punkten gesammelt. In den sieben Auswärtsspielen sprang dagegen nur ein einziges Remis heraus (1:1 in Salzungen).

Personell hat sich im Sommer einiges verändert in den Siebleber Reihen. Verlassen haben den Verein Francisco Paunde (zu Erfurt Nord), Tim Büchner (zur SG Catterfeld) und Torhüter Julian Schorch (zu Fahner Höhe). Als Verstärkung konnten Maximilian Derwel (von SC Naumburg), Julian Peinelt (von SSV Schlotheim) und Keeper Daniel Heidrich (von Westring Gotha) begrüßt werden, wobei ersterer den Verein im Winter bereits wieder in Richtung Naumburg verlassen wird. Ein neues Gesicht findet sich fortan auch auf dem Siebleber Trainerstuhl. Mit Terry O‘Keefe hat seit Saisonbeginn ein Altbekannter das sagen. Vor knapp sieben Jahren war er schon mal Trainer in Siebleben, davor auch als Spieler aktiv.

Mit Blick auf das Torverhältnis (42:39) stößt man unweigerlich auf die Stärke und Schwäche der Gastgeber. 42 erzielte Treffer sind aktuell der absolute Spitzenwert in der Landesklasse. Keine Mannschaft erzielte bisher mehr Treffer. 39 Gegentreffer sind zugleich aber auch der viertschlechteste Wert der Liga. Deswegen sieht Trainer O‘Keefe in der Defensive die größten Stellschrauben zu drehen: „Wir leisten uns zu viele Stellungsfehler, wodurch das Mittelfeld die Abwehr häufig im Stich lässt. Aber daran werden wir weiter kontinuierlich arbeiten.“ Verlassen kann sich der Nachfolger von Jürgen Heun dagegen auf einen Mann, Sören Lehmann. Der Torjäger vom Dienst brachte es bislang auf 16 Saisontreffer und ist damit nicht nur bester Torschütze seines Teams, sondern auch ligaweit der erfolgreichste Angreifer. Auch sein Trainer zeigt sich über die Form hocherfreut: „Wir sind froh, dass wir ihn haben. Seine Präsenz ist ungemein wichtig für das Team.“

 

 

Mit einem weiteren Erfolgserlebnis könnte unsere Mannschaft mit einem sehr guten Gefühl in die Winterpause gehen und den aktuellen Platz in der Spitzengruppe verteidigen. Auch wenn in den bisherigen Aufeinandertreffen in Siebleben nicht gewonnen werden konnte, zeigt sich Trainer Mike Noack optimistisch: „Wir sind sehr gut drauf und wollen unbedingt gewinnen. Es ist eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe. Vorausgesetzt wir rufen unser Leistungsvermögen ab, sehe ich gute Chancen in Siebleben erfolgreich zu sein“, so Trainer Mike Noack zur Partie. Personell stehen dem Trainer bis auf Kapitän Oliver Nier alle Mann zur Verfügung.

 

Sieben Mal gab es das Duell bisher – unsere Elf konnte drei gewinnen, zwei Mal teilte man sich die Punkte und zwei Duelle konnte der SVS für sich entscheiden. Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Seid dabei und unterstützt unsere Mannschaft! Anstoß wird am Samstag um 14 Uhr sein. Unser Fanbus startet um 11 Uhr am Herpfer Kulturhaus. Schiedsrichter der Partie ist Martin Ritter. Assistiert wird er an der Linie von Richard Lorenz und Michael Hötzel. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Joker sticht zur Vorentscheidung

Mit der Einwechslung von Joker Jonas Rutschik bewies Herpfs Trainer Mike Noack ein glückliches Händchen, denn fünf Minuten nach seiner Hereinnahme für Kämmer traf der Youngster zum eminent wichtigen 2:0. Wenig später traf Christoph Esser noch zum 3:0 Endstand. Mit diesem Arbeitssieg gegen Wacker Bad Salzungen verbesserten sich Rand-Meininger vorübergehend auf den vierten Tabellenplatz. Grundstein dafür ist die makellose Heimbilanz von sieben Siegen.

Dabei sah es zunächst wieder nicht aus, denn die Einheimischen brauchten wieder ihre zwanzig Minuten Eingewöhnung. Bis dahin hatte der Gast mehr vom Spiel, doch seine eklatante Abschlussschwäche wurde ihm zum Verhängnis. Ob es die Fernschüsse von Römhild oder A. Hlawatschek waren oder die Annäherungsversuche über die Flügel an das Möhring-Gehäuse durch Kind und Frank, alle Versuche endeten meilenweit neben dem Tor. Ab Mitte der ersten Hälfte nahm dann auch der Platzbesitzer die Partie an und versuchte vorwiegend über die linke  Angriffsseite mehr für das Offensivspiel zu tun. Mit dem ersten wirklichen Angriffszug über Grebenar, Safradin und Hamm erzielte Kämmer das 1:0, doch die Referees hatten eine Abseitsstellung des Torschützen erkannt. Auf der Gegenseite hatte Frank die beste Gelegenheit für die Gäste, als er vier Gegenspieler umkurvte, doch an Möhring scheiterte. So plätscherte die erste Hälfte ohne größere Höhepunkte dahin, weil Herpf im letzten Drittel nicht zielstrebig genug agierte und auch die wenigen Standards nichts Zählbares brachten.

 

Kämmer fungiert als Knotenlöser

Nachdem Trainer Noack in der Kabine ein paar deutliche Worte fand, merkte man der Heimelf nach dem Wechsel an, dass sie versuchten, eine Schippe drauf zu legen. Nun wurde konsequenter der Abschluss gesucht, sowie das Angriffsspiel variantenreicher gestaltet. Verdienter Lohn war dann das 1:0 durch Stefan Kämmer, der freistehend im Strafraum zur umjubelten Führung traf. So konnten sich die knapp 80 Zuschauer bei kühlen Temperaturen auch mit dem Torschrei wenigstens mal kurz erwärmen. Dieser knappe Vorsprung beflügelte die Einheimischen nochmals und Bad Salzungen schien geschlagen. Nachdem Fuchs in aussichtsreicher Position an Gästekeeper Hoffmann scheiterte, hatten die Gäste ihre größte Chance im zweiten Spielabschnitt. Nach einem langen Diagonalball kommt Weisheit vor dem heraus eilenden Möhring an den Ball, aber sein Querpass verpasst Hielscher am langen Pfosten. So klappert es wieder auf der anderen Seite, als Jonas Rutschik tief bedient wird und die Nerven behält, als er im Eins gegen Eins sicher den Ball im gegnerischen Kasten versenkt. Vier Minuten dann der endgültige K.o. für Salzungen, als Esser von der Ballverliebtheit Safradins profitiert und einfach draufhält. Die beiden Herpfer Sommerneuzugänge wollen manchmal das Leder ins Tor tragen, statt den einfachen Weg zu wählen. Grebenar trifft kurz vor dem Ende noch den Pfosten und auf der Gegenseite entschärft Möhring noch das Geschoss von Damaske. Das was war es in einer fairen und von Schiri Ansorg umsichtig geleiteten Partie.

Die Trainerstimmen:

Mike Noack: „Wir haben uns zu Beginn erneut sehr schwer getan, ins Spiel zu finden, ehe wir Mitte der ersten Hälfte mehr und mehr die Kontrolle übernahmen. Allerdings fehlte uns hier der Zug zum Tor, was ich in der Kabine auch angesprochen habe. Dies haben wir nach der Pause auch besser gemacht und somit geht der Sieg auch in Ordnung. Salzungens Abschlussschwäche kam uns da natürlich auch entgegen. Gefreut habe ich mich besonders über unsere Youngster Rutschik und Greiner, die mehr und mehr die guten Trainingsergebnisse auch im Wettkampf umsetzen.“

Daniel Hlawatschek: „Ich glaube wir waren zu Beginn die bessere Mannschaft, konnten aber unsere Abschlussbemühungen nicht erfolgreich gestalten. Danach kam Herpf etwas besser ins Spiel, aber wir hatten alles im Griff. Das 0:1 aus unserer Sicht fiel wie aus dem Nichts und meiner Mannschaft ist nichts eingefallen, um zu reagieren. Mit dem Doppelschlag zum 3:0 war die Messe gelesen. Am Ende war es aufgrund der Herpfer Leistunssteigerung ein verdienter Erfolg.“ Quelle: Meininger-Tageblatt (pm)

Vorbericht 14. Spieltag

Am 14. Spieltag der Saison 17/18 steht für unsere Mannen das letzte Heimspiel der Hinrunde an: Die Schützlinge von Trainer Mike Noack sind bis dato ungeschlagen im Waldstadion und wollen diese beeindruckende Heimserie auch am Samstag gegen den SV Wacker 04 Bad Salzungen weiter ausbauen.

RÜCKBLICK:

Im Duell Zweiter gegen Vierter in der Fußball-Landesklasse hatte sich unsere Mannschaft am letzten Wochenende von dem 1. FC Sonneberg 2:2 (1:1) getrennt. Es war wie bereits im Vorfeld angekündigt, das Spitzenspiel an diesem Wochenende in der Landesklasse. Die Gastgeber fanden zu Beginn besser ins Spiel und gingen bereits in der 8. Minute durch eine Unachtsamkeit in der HSV-Hintermannschaft in Führung. Dieser Dämpfer war für unsere Mannen der Weckruf und man übernahm fortan das Heft des Handelns. Belohnt wurde das Ganze mit einem sehenswerten Freistoß von Kapitän Oliver Nier zum 1:1. Auch im zweiten Abschnitt war offensiv nicht viel von Ehle und Co. zu sehen. Unsere SG Herpf/Helmershausen war weiterhin tonangebend. Umso ärgerlicher, dass man den Gastgebern großzügig zur erneuten Führung (2:1) verhalf. Ein Fehler im Spielaufbau wurde dankend von Ehle (63.) angenommen. Unserer Mannschaft gelang es aber in einem starken Schlussspurt diesen Rückstand aufzuholen und das Unentschieden zu sichern. Über die komplette Spielzeit gesehen, geht die Punkteteilung mehr als in Ordnung. HSV-Coach Mike Noack wertete den Auswärtszähler als Erfolg. „In der ersten Halbzeit waren wir nach dem Rückstand spielbestimmend und hatten die gesamte Spielzeit über die bessere Spielanlage. Nach der Pause war es ein offenes Spiel. Wenn uns die Fehler bei den Gegentoren nicht unterlaufen, wäre mehr möglich gewesen. Im Endeffekt ist das Remis aber gerecht“, so Noack. Mit einer ähnlichen Vorstellung sollen nun die nächsten Punkte gegen Bad Salzungen eingefahren werden.

 

GEGNERCHECK:

In der aktuellen Spielzeit konnten die Gäste bereits 22 Punkte (bei einem Spiel weniger) sammeln und stehen damit auf dem achten Tabellenplatz. Am vergangenen Spieltag hatten die Kurstädter spielfrei, da der SV Borsch im Landespokal aktiv war. Davor konnten Weisheit & Co. in zwei ihrer letzten fünf Partien dreifach punkten. Generell musste man im bisherigen Saisonverlauf erst zweimal den Platz als Verlierer verlassen. Nach dem 6. Spieltag grüßte man zwischenzeitlich nach drei Siegen in Folge sogar von der Tabellenspitze. Große Veränderungen gab es in der Sommerpause insgesamt bei der Elf von Daniel Hlawatschek nicht. Mit Dawood und Hoppe haben zwei Akteure den Verein verlassen. Mit Weilbach kam ein Rückkehrer für die Torwartposition hinzu. Kontinuität ist es, auf die man in Bad Salzungen seit Jahren wert legt. Die Mannschaft spielt im Kern schon viele Jahre zusammen und erhält Jahr für Jahr punktuell Verstärkung, teils extern aber größtenteils aus dem eigenen Nachwuchs. Der Verlust von Mohammad Sheikh Dawood schmerzt im Sommer sehr. Der gebürtige Syrer stand in der abgelaufenen Saison 25 Mal für den SV Wacker 04 Bad Salzungen auf dem Feld und erzielte dabei 15 Tore. Nun trägt er das Trikot der SG Glücksbrunn Schweina. Auch wenn der Torjäger den Verein verlassen hat, produzieren die Gäste auch in dieser Runde fleißig ihre Buden. 29 bislang an der Zahl in den ersten zwölf Spielen. Das macht im Schnitt 2.4 Tore/pro Spiel. Die Torgefahr ist nun auf mehrere Schultern verteilt. Maßgeblichen Anteil aller Tore haben bislang die Spieler Justin Frank (7), Mathias Weisheit (5) und Charlie Seidel (4).

Vor dem Duell warnte der Coach seine Mannschaft. „Ich erwarte eine spielerisch agierende Mannschaft. Sie spielen mit viel Tempo und Zielstrebigkeit. Das wird wieder eine Herausforderung für uns“, sagte er. Deshalb erhofft er sich eine starke Vorstellung seiner Mannschaft gegen die Salzunger: „Sofern wir unsere Leistung wieder abrufen können, bin ich überzeugt, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen werden“, so Coach Mike Noack zur Partie.

STATISTIK:

Wenn es im Fußball so etwas wie einen Angstgegner geben sollte, dann ist es für die SG Herpf/Helmershausen mit großer Sicherheit der SV Wacker 04 Bad Salzungen. Die Punktausbeute der letzten Jahre sieht aus unserer Sicht sehr beängstigend aus. Lediglich 7 von möglichen 39 Punkten konnten eingefahren werden. Bad Salzungen verlor nur eines der letzten 13 Duelle (8 Siege – 4 Remis)  gegen uns. Es wird also Zeit, an dieser Statistik zudrehen.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Seid dabei und unterstützt unsere Mannschaft! Anstoß wird am Samstag um 14 Uhr sein. Schiedsrichter der Partie ist Martin Ansorg. Assistiert wird er an der Linie von Frank Schubert und Samuel Luckau. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen. Nehmt zudem teil an unserem Facebook-Gewinnspiel. Beantwortet die Gewinnfrage und gewinnt mit etwas Glück eine Dauerkarte für die Rückrunde.

Remis im Spitzenspiel

Josip Grebenar war am Samstag der Spielverderber aus der Rhön. Der Neueinkauf auf Seiten der SG Herpf/Helmershausen vermasselte durch sein Tor zum 2:2 in der Schlussminute Gastgeber 1. FC Sonneberg 2004 den Heimauftritt.

Dass der mit zehn Treffern in der Torschützenliste weit oben stehende Herpfer Neuzugang Josip Grebenar nicht zu unterschätzen ist, wussten die Sonneberger auch schon vor der Partie am Samstag im heimischen Stadion-Kessel. Sie passten auch auf den Kroaten ganz passabel auf, nur eben in der Schlussminute nicht. „Da haben wir ihn außer Acht gelassen. Dann hat er uns bestraft“, bringt es Ronny Röhr, Trainer der Sonneberger auf den Punkt.

Nach einem Freistoß war ein Kopfball in den Sonneberger Strafraum „abgetropft“; kein Einheimischer hatte sich für den Herpfer Torschützen, der aus zehn Metern unhaltbar abzog, zuständig gefühlt und schon lag der Ball im Kasten von Lukas Heß. Mike Noack, Trainer bei den Gästen, soll anschließend mit seinem „Jaaaaa“ – einem wahrlich gewaltigen Jubelschrei – die bis dahin eher meckernden FC-Fans in puncto Lautstärke zumindest um Welten übertroffen haben. Nur kurz war Noacks Echo in der Spielzeugstadt verstummt, da hatte André Gottschalk noch vor dem Schlusspfiff zum vermeintlichen 3:2 für Sonneberg eingelocht. Doch Schiedsrichter Marvin Jonczyk erkannte den Treffer ab – Gottschalk soll kurz zuvor „geschoben“ haben.

„Das passte diesmal ganz symbolisch zu unserem Spiel“, bewertete Röhr dieses Unglück seiner Elf in einer Partie, die schon vor dem Anpfiff nichts Gutes erahnen ließ. Von „neun Mann“ und „etlichen Verletzten, Urlaubern, Arbeitern und Angeschlagenen“ sprach da der FC-Coach, der seiner Elf nach der unglücklichen Niederlage in Borsch keinen Vorwurf machen konnte. „Diesmal aber schon“, ergänzte der Trainer, dessen Elf aber zunächst ganz gut begann. Mehr und mehr jedoch übernahmen die technisch beschlagenen Gäste das Kommando. Marius Böhm und Veit Zöller ließen so gut wie keine Sonneberger Torchance zu. Grebenar agierte mehr oder weniger als hängende Spitze, war nie so richtig abzumelden, kam aber auch nie so richtig zum Zuge. Die echten Torchancen blieben also rar. Warum? „Die Herpfer machten zwar in der ersten Halbzeit das Spiel und wir rannten meist nur hinterher, doch irgendwie haben wir immer wieder im letzten Moment ein Bein oder einen Fuß dazwischen bekommen“, fasst Röhr das Geschehen der ersten Hälfte zusammen.

Kapitän Hannes Schreck schien die Sonneberger zunächst frühzeitig mit dem 1:0 (8.) auf die Siegerstraße geführt zu haben, nachdem zuvor Gottschalk den Ball clever quer gelegt hatte. Doch wirkte genau dieses frühe Tor wie Gift für das Spiel des Gastgebers. „Ich werde den Eindruck nicht los, sie wollen jetzt schon das Ergebnis verwalten“, schimpfte Röhr an der Außenlinie. Die Quittung dafür unterschrieb Oliver Nier schon nach 22 Minuten, als er für die Gäste aus der Rhön einen Freistoß sehenswert zum 1:1 in den Winkel setzte.

„Nach einer guten ersten Viertelstunde und einer dann katastrophalen ersten Halbzeit können wir uns eigentlich nur noch steigern, ja wir müssen uns steigern“, blickte Röhr vor dem Seitentausch zurück. In der Tat war danach das Spiel der Sonneberger gegen nach wie vor taktisch disziplinierte Herpfer besser und auch von Tim Ehle mit dem Tor zum 2:1 (63.) belohnt worden. Noacks Mannen blieben aber trotz des Rückstandes ruhig. Erst in den Schlussviertelstunde stellte der Trainerfuchs seine gewohnte Formation in der Defensive um und belebte damit noch mehr seinen Sturm. Der Lohn ließ zwar lange auf sich warten, aber er wurde ausgezahlt – zu einem für die Sonneberger denkbar schlechten Zeitpunkt.

„Wir haben zwar in der zweiten Halbzeit die Kurve gekriegt, aber von 100 Prozent Leistung konnte ich auch hier nicht sprechen. Ich muss fast der gesamten Mannschaft heute den Vorwurf machen, sich viel zu wenig bewegt zu haben – ob mit oder ohne Ball. Die Laufbereitschaft stimmte in fast keinem Mannschaftsteil“, analysierte Röhr weiter und meinte noch: „Uns fehlt anscheinend der Wille. Jener Wille, weiter ganz oben mitspielen zu wollen.“ Den Punktgewinn der Gäste bezeichnete er übrigens als hochverdient. Auch, „weil wir nach dem 2:1 nicht in der Lage waren, ein weiteres Tor nachzulegen.“

Mike Noack schaute da mehr auf das Spiel seiner Männer zurück: „Wir haben in Sonneberg immer knapp verloren, und es schien so, dass wir durch einen blöden Fehler wieder knapp verlieren. Wir haben einen verdienten Punkt bejubelt, mehr nicht“, analysierte am Sonntag nach dem Spiel der Metzelser. Quelle: Lokalsport FW Tageblatt

Vorbericht 13. Spieltag

Am 13. Spieltag der Saison 17/18 geht es um viel für unsere Mannen: Im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Sonneberg (Samstag 14.00 Uhr) will das Team von Trainer Mike Noack unbedingt mal Punkte aus der Spielzeugstadt entführen. Gelingt es der Mannschaft an die Leistung aus der letzten Woche anzuknüpfen, stehen die Chancen durchaus gut.

RÜCKBLICK:

Knapp 110 Zuschauer erlebten eine beherzte Auseinandersetzung zweier leistungsstarker Mannschaften. Trotz nasskaltem Wetter, sorgten beide Teams für ein erwärmendes Spiel. Zum wiederholten Male wurde den Anhänger im Waldstadion einiges geboten: Tempo, Kombinationen, Zweikämpfe, Chancen und am Ende 3 Tore! Dabei avanciert das IV-Duo Böhm/Zöller mit ihren Toren zum Matchwinner. Mit diesem klaren und hochverdienten Sieg hatten wohl die wenigsten vor dem Anpfiff gerechnet. Die Mannschaft hat geschlossen einmal mehr, eine ganz starke Leistung abgeliefert und gezeigt, was in Ihr steckt! Die Heimbilanz gleicht weiterhin einer phänomenalen Statistik. 6 Spiele – 6 Siege – 20:0 Tore. Hut ab Jungs!

GEGNERCHECK:

Der Gastgeber blickt ähnlich wie wir auf einen bisher sehr guten Saisonverlauf zurück. In den ersten 12 Partien der neuen Spielzeit sammelte das Team von Ronny Röhr 25 Punkte. Acht Siege, ein Unentschieden, drei Niederlagen – so liest sich die Bilanz der Spielzeugstädter. Belohnt wird das Ganze aktuell mit dem 2. Tabellenplatz. Auch im diesjährigen Landespokal waren Schreck und Co. erfolgreich unterwegs und mussten sich erst im Achtelfinale Wismut Gera mit 0:5 geschlagen geben. Nach dem verpassten Aufstieg in der letzten Saison, hat man sich in Sonneberg zum Ziel gesetzt, erneut ganz oben anzugreifen. Der holprige Saisonstart mit nur einem Sieg aus vier Spielen war für das gesteckte Saisonziel nicht dienlich. Zu dem verlor man mit Fabian Dorst (Kreuzband) recht früh in der Saison ein immens wichtigen Spieler. Ab dem 5. Spieltag zeigte allerdings die Leistungskurve deutlich nach oben: Von den darauffolgenden acht Partien gewann der FCS sieben und verlor lediglich letzte Woche das Spitzenspiel beim SV Borsch mit 4:2. Die Spitzenposition verdankt Sonneberg wie jedes Jahr vor allem seiner herausragenden Offensivabteilung. 32 Treffer bedeuten auch in dieser Saison ein Spitzenwert in der Liga. Wer nach den bisherigen Erfolgsfaktoren des FCS fahndet, stößt unweigerlich auf einen Mann: André Gottschalk. Der Stürmer brachte es letzte Saison auf 34 Tore, kam vor der Saison aus Steinach und hat offenbar in Sonneberg das ideale Betätigungsfeld gefunden. In der aktuellen Spielzeit versenkte der Torjäger das runde Leder bereits elfmal.

Trotz der Niederlage am vergangenen Wochenende, zeigt sich Trainer Ronny Röhr aktuell erfreut: „Ich bin sehr zufrieden mit unserer derzeitigen Form und hoffe, dass wir diese auch in den kommenden Spielen bis zur Winterpause aufs Feld bekommen“.

Das dies eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe wird, davon ist auch sein Gegenüber Mike Noack überzeugt: „Wir wissen, wie in Sonneberg gespielt wird und stellen uns auf eine anspruchsvolle Aufgabe ein. Gleichzeitig wollen wir schauen, dass wir unsere Stärken wieder über 90 Minuten gewinnbringend einsetzen. Wir werden alles in die Waagschale werfen, um das Spiel zu gewinnen“, so der Cheftrainer vor dem Duell Zwei vs. Vier. Personell kann der Trainer bis auf Stefan Kämmer aus dem Vollen schöpfen.

STATISTIK:

Die Matchhistorie im städtischen Stadion zu Sonneberg ist schnell erzählt. Unsere SG Herpf/Helmershausen verlor die letzten vier Partien in Sonneberg, wobei speziell die letzten beiden Aufeinandertreffen jeweils knapp mit 3:2 an Ehle und Co. ging.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Seid dabei und unterstützt unsere Mannschaft! Anstoß wird am Samstag um 14 Uhr sein. Unser Fanbus startet um 11 Uhr am Herpfer Kulturhaus. Schiedsrichter der Partie ist Jan Schröder. Assistiert wird er an der Linie von Marvin Jonczyk und Tim Höhne. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Verteidiger überzeugen als Torjäger

Überblickt man den Spielberichtsbogen der Partie zwischen Herpf und Waltershausen tauchen da Spieler als Torschützen auf, die zumindest nicht jede Woche netzen. Doppelpacker Marius Böhm und Torschütze Veit Zöller sind als Innenverteidiger eher fürs Tore verhindern zuständig. An diesem Tag funktionierte beides. Die SG Herpf feierte einen letztlich auch in der Höhe verdienten 3:0 Heimsieg gegen den FSV Walthershausen. War die Partie im ersten Abschnitt noch ausgeglichen, so erspielten sich die Hausherren im zweiten ein klares Chancenübergewicht und durften zurecht feiern.

In der Anfangsphase der Partie tastete man sich erstmal ab. Hüben wie drüben versuchte man es aus der zweiten Reihe, was bei diesem Wetter ein durchaus praktikables Mittel hätte werden können. Der erste Treffer der Partie fiel allerdings durch einen Standard. Nach einer Fuchs-Ecke wurde Marius Böhm sträflich allein gelassen und konnte aus Nahdistanz per Flugkopfball verwandeln. Auf der Gegenseite prüfte Finger den Herpfer Keeper, doch Möhring lenkte über den Kasten. Kurz vor dem Kabinengang hatte Fuchs auf Seiten der Herpfer noch die Riesengelegenheit um auf 2:0 zu stellen. Er scheiterte allerdings alleine vor dem Gästekeeper. So ging es beim Stand vom 1:0 in die Pause ohne das sich eine Mannschaft klare Vorteile erarbeiten konnte.

Nach dem Seitenwechsel ging es gleich richtig flott los. Müller und Fuchs hatten auf Herpfer Seite Pech, dass es ihnen wenige Minute nach Wiederanpfiff an Fortune fehlte und ihre Versuche nicht den gewünschten Ertrag einbrachten. Kurz darauf hätte man als Herpfer Anhänger befürchten müssen, dass sich diese Fahrlässigkeit rächen würde. Möhring holte Finger von den Beinen und Schiedsrichter Philipp Linke zeigte korrekterweise auf den Punkt. Lucas Braun trat an, scheiterte aber am Pfosten. Da war sie die große Chance zum Ausgleich. Nun waren die Einheimischen wieder dran und rissen fortan die Partie an sich. Nach gut einer Stunde landete die Kugel irgendwie bei Böhm, der nicht lange fackelte und seinen Doppelpack schnürte. Nur wenige Minute später wurde Grebenar im Gästestrafraum zu Fall gebracht und erneut zeigte Linke – nach kurzer Rücksprache mit seinem Assistenten – auf den Punkt. Zöller trat an und verwandelte zur Vorentscheidung. So recht glaubten wohl auch die Gäste nicht mehr dran, dass sie hier das Ruder noch irgendwie rumreißen könnten. So plätscherte die Partie größtenteils vor sich hin. Wenn es nochmal kribbelig wurde, dann vor dem Kasten von Waltershausen: Hamm und Greiner verpassten jeweils ihre Gelegenheiten das Resultat in die Höhe zu schrauben und trafen beide nur Alu.

Unter dem Strich ein verdienter Heimsieg für Herpf, der angesichts der zweiten Hälfte auch in der Höhe in Ordnung geht. Möglicherweise hätte die Partie nochmal eine andere Richtung eingeschlagen, wenn Braun seinen Strafstoß versenkt hätte. Doch vom Konjunktiv konnte man sich im Fußball noch nie was kaufen. Quelle: Felix Böhm (FuPa Thüringen)

Vorbericht 12. Spieltag

Am Sonntag geht es für die SG Herpf/Helmershausen in der 11teamsports-Landesklasse nun weiter: Um 14 Uhr gastieren die Gäste aus Waltershausen im Waldstadion. Auch wenn es ohne Frage schwer werden wird, will unser Team mit einer Leistungssteigerung im Vergleich zum jüngsten Erfolg auch das kommende Spiel siegreich gestalten und die beeindruckende Heimbilanz weiter ausbauen.

RÜCKBLICK:

Der Ausflug unserer SG letzte Woche ins Gehege nach Trusetal konnte erfolgreich gestaltet werden. Damit gelang es, die dürftige Auswärtsbilanz aufzubessern. Nach 2 min geriet unsere Mannschaft beim Tabellenletzten nach einer Unachtsamkeit in Rückstand. Nachdem der Schock darüber verdaut war, fand das Team um Kapitän Nier aber zum angestrebten druckvollen Angriffsspiel und zeigte viele schöne Spielzüge. Das große Manko war aber die Chancenverwertung, so dass nicht wegen des Spielgeschehens, aber wegen dem Spielstand die Spannung in dieser Partie bis kurz vor Schluss unnötigerweise erhalten blieb. Erst Fuchs mit seinem Treffer kurz vor Ultimo erlöste den Herpfer Anhang und sicherte endgültig den angestrebten Dreier gegen einen allerdings recht schwachen Gegner. Mit Waltershausen erwartet uns am Sonntag aber ein ganz anderes Kaliber im Waldstadion.

GEGNERCHECK:

Die Gäste aus Waltershausen belegen nach dem jüngsten 1:1-Remis gegen den SV Borsch den 7. Tabellenplatz, bei einem Spiel weniger. Nach sechs Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen zieren 20 Zähler das Punktekonto. Mit dieser Punktausbeute erwischte die Elf von Kapitän Alexander Koch einen recht ansprechenden Saisonstart. Nach dem sich das Team bereits in der letzten Saison als echte Bereicherung in der Landesklasse entpuppte, sorgen die Schützlinge von Trainer Stefan Koch auch in dieser Saison für ordentlich Furore. Sahnestück war ohne Wenn und Aber das 12:0 gegen die SG 1951 Sonneberg. Die junge Mannschaft weiß fast in jeder Partie durch einen schnellen und zielstrebigen Angriffsfußball zu überzeugen. Zur neuen Saison wurde die Mannschaft gezielt verstärkt. Mit Bastian Göller (Rudolstadt), Dat Le Duc und Ibrahim Salman (beide Wacker Gotha) wurden Spieler aus höherklassigen Vereinen geholt.

Starke Offensive

Die Mannen aus der Puppenstadt haben in ihren bisher absolvierten Auswärtspartien lediglich eine Niederlage hinnehmen müssen. Ansonsten stehen drei Siege zu Buche. Insbesondere die Offensive wusste bisher zu gefallen. Mit 34 Treffern erzielten sie die zweitmeisten in der Liga. Einzig Siebleben zeigte sich bislang noch torhungriger. Auch auf Torjäger Lucas Braun ist in dieser Saison wieder Verlass. Der junge Stürmer überzeugte bis dato mit 10 Treffern in 8 Partien.

Das dies eine schwere Aufgabe wird, davon ist auch Trainer Mike Noack überzeugt: „Wir müssen es, wie im Heimspiel im Frühjahr, wieder schaffen, defensiv gut zu stehen und das Aufbauspiel der Waltershäuser frühzeitig zu stören. Offensiv haben wir die Qualität, um auch gegen diesen Gegner Wirkung zu erzielen. Es wird aber ein ganz schweres Stück Arbeit, auch dieses Heimspiel erfolgreich zu gestalten“, lässt Trainer Noack doch einigen Respekt durchblicken. Aber gerade zu Hause ist unsere Mannschaft eine Macht, konnte doch bisher keine Mannschaft etwas Zählbares aus Herpf entführen. Damit dies so bleibt, gehen unsere Jungs die Aufgabe mit großer Entschlossenheit und Konzentration an. Mit dabei sind dann auch wieder Mateo Safradin, Christoph Esser und Andreas Müller, die in Trusetal ihre Gelbsperren abgesessen haben. Somit kann Trainer Noack personell aus dem Vollen schöpfen.

Statistik:

Die Begegnung SG Herpf/Helmershausen gegen den FSV Waltershausen gab es seit dem Aufstieg der Gäste in die Landesklasse im Jahr 2016 bislang erst zwei Mal. Dabei musste sich unsere Mannschaft im Hinspiel im vergangenen Jahr zunächst noch mit 0:1 in Waltershausen geschlagen geben, konnte aber im Rückspiel vor heimischer Kulisse mit 6:2 gewinnen.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Seid dabei und unterstützt unsere Mannschaft! Anstoß wird am Sonntag um 14 Uhr sein. Schiedsrichter der Partie ist Philipp Linke. Assistiert wird er an der Linie von Paul Hegenbarth und Tim Stöcklein. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.