Walldorf muss gegen Herpf Lehrgeld zahlen

Man kann nicht jeden höherklassig spielenden Gegner schlagen; diese Erkenntnis musste der SV 1921 Walldorf nach dem Spiel gegen die SG Herpfer SV machen, denn man verlor das Testspiel auf dem Metzelser Sportplatz klar und deutlich mit 8:1 (6:0). Herpf nutzte fast jeden Fehler Walldorfs rigoros aus und münzte diese zumindest in der ersten Halbzeit gnadenlos auch in Tore um.

Zum ersten Mal schlug es hinter Sedlak nach exakt 21 Sekunden ein, Grebenar fackelte nicht lange nach Walldorfs erstem Ballverlust. Dem 2:0 ging ein ungeahndetes Foul an C. Schmidt voraus, dennoch sorgte Rutschik mit seinem Doppelschlag für klare Fronten. Walldorf war vorwiegend mit Abwehrarbeit beschäftigt, im Spiel nach vorne lief nicht viel. Während Safradin den Walldorfer Kasten noch knapp verfehlte, machte es Damm kurz darauf besser und als genau eine halbe Stunde gespielt war, schraubte Grebenar mit dem wohl schnellsten Gegenzug das Ergebnis in die Höhe. Über Fuchs und Rutschik kam der Ball zum agilsten Herpfer Spieler, der dann noch Sedlak tunnelte. Fuchs machte zwei Minuten später das halbe Dutzend voll. Ein paar zaghafte Angriffsversuche hatte der SV bis zur Pause schon, die Zuspiele waren aber zu ungenau, auch hatte man, so schien es , Respekt vor dem köperbetonten Spiel des Gegners.

Nach der Pause setzte sich das Spiel erst mal so fort, denn Grebenar erzielte mit seinen Treffern drei und vier das zwischenzeitliche 8:0. Kurz darauf durfte er zum Duschen und bei Herpf kamen zwei weitere neue Spieler. Doch irgendwie bekam das Herpfer Spiel nach den Auswechslungen der Torschützen einen Knacks, denn soviel lief nach gut einer Stunde nicht mehr so zusammen wie in Durchgang Eins, auch wollte und bekam Walldorf seinen Ehrentreffer. Ein schnell ausgeführter Freistoß erreichte Jobst, der von der Grundlinie nach innen über Torwart Cavar auf Kirsch flanken konnte und der fackelte auch nicht lange und bugsierte den Ball volley ins lange Eck. Ansonsten verlebte Herpfs Keeper aber einen ruhigen Abend. Walldorfs Stürmer Gleiche und Jobst standen dagegen oft auf verlorenem Posten, waren aber stets bemüht. Der Landesklassevertreter hätte das Ergebnis auch zweistellig gestalten können, aber Chancen von Zöller oder Damm wurden in der Schlussphase vergeben. Trotzdem ging der Herpfer Sieg  am Ende auch in der Höhe verdient in Ordnung. Quelle: Fupa.net (Spielbericht von Jan Mell)

Am Sonntag folgte dann der zweite deutliche Testspielsieg gegen einen Kreisoberligistien binnen 3 Tagen – 8:1 hieß es am Ende gegen Kalten/Rhön.

 

Der neue Spielplan ist da!

Der TFV hat heute den neuen Spielplan der 11teamsports Landesklasse 3 veröffentlicht. Am Samstag, den 11. August 2018 fällt der Startschuss in die Saison 2018/19. Für unsere Elf startet das neue Spieljahr mit einem Heimspiel am Sonntag, den 12. August 2018 gegen den FSV Waltershausen.

Hier ein Überblick der ersten 5 Spiele unserer Mannschaft:

So., 12.08.18 – 15:00 Uhr (H) FSV Waltershausen
Sa., 25.08.18 – 15:00 Uhr (A) FC Steinbach-Hallenberg
So., 02.09.18 – 15:00 Uhr (H) SV Borsch 1925
So., 16.09.18 – 15:00 Uhr (A) FSV 06 Ohratal
So., 23.09.18 – 15:00 Uhr (H) FC An der Fahner Höhe II

Den gesamten Spielplan zum downloaden gibt es hier:
https://www.fupa.net/fupa/export/spielplan_teams/sg-herpfer-sv-614685.pdf

 

Interview zum Vorbereitungsstart

Trainer Mike Noack geht mit der SG Herpf/Helmershausen in seine mittlerweile fünfte Saison seit seiner Rückkehr auf die Trainerbank. Unter der Regie des 48-Jährigen konnte sich die Mannschaft Stück für Stück verbessern und in der Landesklasse etablieren. Die vergangene Spielzeit schloss man auf Rang vier ab und brachte damit die beste Platzierung in der Landesklasse unter Dach und Fach. Phasenweise sah es sogar danach aus, als könne die Mannschaft ganz oben angreifen. Zur neuen Saison muss Mike Noack nur einen Spieler ersetzen, erhält aber auch einen Wunschspieler zurück. Im Interview spricht der Trainer über die kurze Sommerpause, die bevorstehende Saison und die Veränderung im Trainerstab.

In der vergangenen Saison spielte die Mannschaft eine hervorragende Runde, musste im zweiten Saisonabschnitt aber abreißen lassen. Hast du die Spielzeit schon aufgearbeitet und welche Schlüsse hast du gezogen?

Insgesamt war es schon eine sehr gute Runde. Wir konnten in vielen Spielen, vor allem zu Hause, unsere Spielidee auf den Platz bringen und teilweise sehenswerten Fußball spielen. Hier hat die Mannschaft sich enorm weiterentwickelt. Im letzten Sommer gab es ja schon einige Skeptiker, ob wir denn eine konkurrenzfähige Mannschaft haben werden. Die hatten wir definitiv. Aber ehrlicherweise muss man sagen, dass sicher noch mehr möglich gewesen wäre. Wir haben in der Rückrunde einfach zu viele Punkte liegen gelassen. Hier hatten wir einige Spiele lang mit enormen personellen Problemen zu kämpfen, wie in Viernau und in Waltershausen. Aber viel ärgerlicher sind die späten Gegentreffer, die uns gegen Brotterode, Hildburghausen und Sonneberg viele Punkte kosteten. Enttäuschend war vor allem auch das Rückspiel gegen Meiningen, als wir uns für eine ganz starke erste Halbzeit nicht belohnten und dann auch hier unnötig verloren.

Was imponierte dir an deiner Mannschaft?

Der Wille und die Motivation, uns spielerisch weiterzuentwickeln und die Vorstellungen des Trainerteams umzusetzen. Schon als wir im letzten Jahr lange gegen den Abstieg kämpfen mussten, wollte die Mannschaft keine Rückkehr zum Konterfußball der vergangenen Tage. Dann das Auftreten in den Heimspielen. Hier hatten wir einige wahre Fußballfeste. Wenn wir da wieder anknüpfen können, werden wir auch wieder mehr Zuschauer in das Waldstadion locken können. Und der Zusammenhalt in der Mannschaft. Auch unsere kroatischen Neuzugänge wurden prima integriert. Unsere Stärke liegt vor allem in der mannschaftlichen Geschlossenheit, wobei jeder natürlich seine individuellen Stärken einbringen soll und kann.

Wie zufrieden bist du mit der Entwicklung der Mannschaft und wo steht sie Deiner Meinung nach?

Wie oben schon beschrieben, bin ich sehr zufrieden. Wir haben weitere deutliche Fortschritte gemacht. Viele Mannschaften stehen mittlerweile tief und setzen ihr Hauptaugenmerk auf die Arbeit gegen den Ball. Doch zielstrebig und mit einem klaren Plan, auch und vor allem gegen tiefstehende Gegner zu spielen, ist viel schwieriger zu trainieren. Die Spieler müssen die Trainingsinhalte auf dem Platz wiedererkennen und dann umsetzen. Wenn das gelingt, ist es auch für den Trainer ein tolles Gefühl. Hier werden wir weitermachen, da gibt es immer noch viel zu tun.

Lass uns einen Blick auf die Mannschaft werfen. Dieses Mal konnte die Mannschaft weitgehend gehalten und gezielt ergänzt werden. Siehst du die Transfers (Ab- und Zugang) mit einem lachenden und weinenden Auge?

Mit dem „Ficko“ haben wir natürlich ein Urgestein und wichtigen Spieler verloren. Er war in Sachen Einsatz und Wille vorbildhaft. Auf Grund seiner beruflichen Belastung kann ich den Wechselwunsch allerdings verstehen. Mit Michael Damm habe ich in der Tat einen Wunschspieler dazu bekommen. Wir kennen den „Micha“ ja, er ist ja quasi heimgekehrt. Mit ihm werden wir in der Offensive noch variabler und hoffentlich auch torgefährlicher werden, die Qualitäten dazu bringt er auf alle Fälle mit. Und mit Tomislav Cavar kommt noch ein zweiter richtig guter Torhüter, der uns auf dieser Position „krisenfest“ macht. Da keiner weiter geht, sehe ich uns personell gut aufgestellt für die kommende Saison.

Wo liegen die Schwerpunkte in der Vorbereitung? Acht Testspiele stehen in Summe auf dem Programm.

Natürlich müssen die konditionellen Grundlagen gelegt werden. Damit haben wir bereits begonnen. Das machen wir wie gewohnt fast alles mit Ball. Die Testspiele sind Teil des Trainings. Wir hatten ja noch nie so viele. Ich möchte diese Spiele aber nutzen, um an der taktischen Feinjustierung und auch Flexibilität weiter zu arbeiten. Deshalb haben wir auch Testgegner von der Oberliga bis zur Kreisoberliga im Programm. Weitere Schwerpunkte werden das individualtaktische Verhalten in der Defensive sein, ein noch aktiveres Agieren gegen den Ball und Automatismen im letzten Angriffsdrittel mit Abschlusshandlung.

Wie sieht die Marschrichtung für die neue Saison aus? Was darf von deiner Mannschaft erwartet werden?

Ich denke, wir können wieder eine gute Rolle spielen. Ich erwarte vor allem auch, dass wir in der Fremde dominanter Auftreten und mit mehr Souveränität und Abgeklärtheit agieren. Die Mannschaft ist fast komplett zusammengeblieben, also sollten wir unsere Leistungen stabilisieren und uns dafür auch belohnen können. Wenn wir unseren Ansatz weiter vertiefen, kommt attraktiver Fußball heraus. Die Individualisten dazu haben wir. Und dann, als Folgeerscheinung, wird sich auch der Erfolg einstellen.

Stefan Kämmer ist vom Verein zum neuen Co-Spielertrainer ernannt worden. Freust du dich auf die Zusammenarbeit?

Stefan ist die Herpfer Ikone der letzten 2 Jahrzehnte. Es ist toll zu erleben, wie er sich weiterhin mit nun 37 Jahren in jedem Training voll reinhaut und ein großes Vorbild für alle anderen ist. Wir kennen uns weit über 10 Jahre, jeder weiß, was der andere will und wie er tickt. Nun hat er die Bereitschaft signalisiert, sich dem Trainerjob verstärkt zuzuwenden. Das traue ich ihm perspektivisch zu. Die Mannschaft begegnet ihm auch mit dem nötigen Respekt. Ich freue mich, mit ihm nun auf Trainerebene verstäkt zu arbeiten, wobei Stefan auch als Spieler weiter voll und ganz zur Verfügung steht und daher auch aktiv am Training teilnehmen wird.

Wie siehst Du die Landesklasse kommende Saison, auch im Vergleich zum letzten Jahr ?

Auf Grund der drei  Absteiger werden wir eine sehr starke und ausgeglichene Staffel haben. Es wird wesentlich schwerer werden, zu bestehen. Ich erwarte viele enge Spiele und ein sehr ausgeglichenes Feld. Im Moment sehe ich keine Mannschaft, die abfällt. Deshalb wird es sehr wichtig sein, gut aus den Startlöchern zu kommen. Wir haben im vorletzten Jahr gesehen, wie schwer ein Fehlstart für die ganze Saison wiegt. Und im letzten Jahr den positiven Effekt eines guten Starts.

Zum Abschluss noch ein klein wenig Spekulation – vervollständige doch bitte folgenden Satz: Die SG Herpf/Helmershausen wird am Ende der Saison 2018/19 …

in einer sehr starken Landesklassen-Staffel 3 wieder unter den ersten fünf Mannschaften einlaufen.

 

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Samba in Herpf!

Thüringens Winterolympioniken kicken für einen guten Zweck und überraschen mit erstaunlichen Fähigkeiten am Ball. Der Erlös kommt „Freies Wort hilft“ zugute.

Pässe in die Schnittstelle der Abwehr, effektive Chancenverwertung, Traumtore und jede Menge Leidenschaft. All das, was die millionenschweren Stars der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor Kurzem so derart vermissen ließen, gab es am Samstag im Herpfer Waldstadion in geballter Form zu sehen. Mit 6:2 entschieden die WinterOlympioniken den Kick zugunsten von „Freies Wort hilft – Miteinander – Füreinander“ am Ende deutlich für sich. Dabei trumpfte allen voran Biathlet Erik Lesser, der in Pyeongchang Bronze mit der Staffel gewann, als dreifacher Torschütze auf. Doch auch, wenn das Ergebnis relativ eindeutig klingt, so kam die SG Herpf/Helmershausen, die mit einer gemischten Mannschaft aus Akteuren des aktuellen Kaders der Landesklasse, Spielern aus der zweiten Garde und der Altherrenmannschaft an den Start gingen, zu einigen viel versprechenden Chancen. Und so waren die Zuschauer und Mitglieder des Vereins am Ende zufrieden mit ihren Jungs. Denn sie wussten: Die, die da auf dem Platz standen, haben alles gegeben.

Toller Erlös

Sowohl die Wintersportler, als auch die Fußballer spulten an diesem letzten Juni-Samstag etliche Kilometer runter. Auch, wenn am Ende keine Trophäe aus 18-karätigem Gold auf die Protagonisten wartete. Dafür die Gewissheit, dass dieses Spiel unverschuldet in Not geratenen Menschen helfen wird. Insgesamt kamen bei diesem Kick zirka 11500 Euro zusammen. Darin enthalten sind 7000 Euro Sponsorengelder. Der Rest kommt aus den Einnahmen durch das Spiel sowie der Versteigerung der Trikots, die teilweise für über 300 Euro glückliche Abnehmer fanden, zusammen. „Das ist ein tolles Ergebnis. Die Veranstaltung war spitze. Das haben wir in der Art und Weise noch nicht erlebt. Vor allem die Versteigerung der Trikots, die zu solch immens hohen Preisen an den Mann gingen, ist bislang einmalig“, sagte ein überaus glücklicher Kersten Mey, Vorsitzender des Hilfswerkes. Unter strahlend blauem Himmel legten zunächst die Akteure in Rot auf dem mit dem ein oder anderen Kleeblatt und Gänseblümchen gespickten, WM-würdigen Rasen los wie die Feuerwehr. Zwei Kopfbälle nach Ecke verfehlten jeweils nur knapp das von Christoph Völker – stand einst im Tor der ersten und zweiten Mannschaft des FC Steinbach-Hallenberg – gehütete Gehäuse. In der Folge kamen die in schneeweiß gekleideten Olympioniken immer besser in die Partie. Dabei machte das Team trainiert von Siegmar Schuckay, der lange Zeit als Coach des FC Steinbach-Hallenberg an der Außenlinie stand, lehrbuchhaft breit und ließ die Roten laufen. Mit Erfolg: In der 18. Minute brachte der ehemalige Skilangläufer Jens Filbrich den Ball in den Sechzehner der Gastgeber. Im Gewühl um das Leder behielt Lesser den Überblick und netzte eiskalt ein. Doch auch die Herpfer blieben gefährlich. Allerdings fehlten oftmals die berühmten Zentimeter oder Völker brachte die Herpfer á la Manuel Neuer anno 2014 zur Verzweiflung. Die Olympioniken blieben dagegen weiterhin äußerst souverän in ihren Aktionen.

Der weiße Brasilianer

Vor allem Lesser verdiente sich an diesem Tag zurecht den Spitznamen des weißen Brasilianers. Der Mittelfeldmotor sprintete bei Ballverlust vom gegnerischen Sechzehner bis zur Eckfahne in der eigenen Hälfte, und präsentierte technische Leckerli bei denen jeder Gourmet des runden Ballsports auf seine Kosten kam. Noch in der ersten Hälfte bauten die Olympioniken die Führung auf 4:0 aus. Neben Johannes Ludwig (37.) traf Lesser noch zweimal (41./45.). Besonders sehenswert: Der Treffer zum 3:0. Ein halbhoch in die Ecke geschlenzter Ball. Woher diese ungeahnten Fähigkeiten am Ball kommen? „Die WM-Spiele der Deutschen waren genug Motivation, um das besser zu machen“, sagt der nicht um den ein oder anderen lockeren Spruch verlegene Lesser.

Der zweite Durchgang begann kurios. Plötzlich standen auf Seiten der Wintersportler samt Skilangläuferin Victoria Carl zwölf „Mann“ minutenlang auf dem Platz. „Ja… Fischi (Anm. d. Red.: Sven Fischer) und ich hatten da eine kleine Wette laufen, wie lang es wohl dauert, bis das auffällt. Das ist natürlich nicht ganz regelkonform, aber bei so einer Gaudi-Veranstaltung kann man da sicherlich mal ein Auge zudrücken“, sagte LandesklasseSchiedsrichter Enrico Schmidt aus Meiningen nach dem Abpfiff. Immerhin gelang den Herpfern in dieser Phase der „Unterzahl“ der Anschlusstreffer durch Florian Hofmann (46.). Doch anschließend rückten die Olympioniken von Trainer Schuckay, um Lesser und Co auch als „Jogi“ bekannt, die Verhältnisse wieder zurecht. Skilangläufer Marc-Pascal Kirchner (63.) und Biathlet Philipp Horn (65.) erzielten die letzten Treffer auf Seiten der Schneeweißen. Immerhin blieb dem Gastgeber in Form von André Hirsch der letzte Treffer vergönnt (67.).

Erik Lesser für Herpf?

„Das war eine absolut gelungene Veranstaltung. Das Wetter hat wunderbar mitgespielt und auch fußballerisch haben viel geboten bekommen. Wir haben uns richtig gefreut, dieses Benefizspiel austragen zu dürfen“, so der Präsident des Herpfer SV 07, Daniel Blümke, der Lesser übrigens noch fragen wollte, ob er sich nebenbei ein bisschen Vereinsfußball vorstellen könne. Seien Sie versichert: Die Redaktion bleibt dran. Quelle: Freies Wort (Carsten Jentzsch)

 

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Olympischer Glanz in der Rhön

Die Vorfreude auf den fünften Olympia-Kick steigt: In Herpf spielen am 30. Juni um 15 Uhr abermals namhafte Wintersportler der Region für einen guten Zweck Fußball.

„Wir sind natürlich überglücklich über die vielen Zusagen der namhaften Sportler und freuen uns auf ein ganz besonderes Fußball-Fest in Herpf“, sagt Kersten Mey, Vorstandschef von „Freies Wort hilft – Miteinander Füreinander“. Zugunsten des Hilfswerkes unserer Zeitung kickt Thüringens namhafte und bei den Olympischen Spielen im Februar in Pyeongchang überaus erfolgreiche Wintersport-Garde am 30. Juni in Herpf für den guten Zweck. Die kompletten Einnahmen der Veranstaltung kommen ausschließlich dem Hilfsverein zugute. „Wir wissen es wirklich sehr zu schätzen, dass die Wintersportler unser Projekt unterstützen, mit dem wir bereits vielen Menschen geholfen haben“, führt Mey weiter aus. Die bislang vorliegenden Zusagen der Asse vom Bundesstützpunkt in Oberhof versprechen olympischen Glanz in der Rhön – ja sogar goldenen Glanz. Rennrodel-Olympiasieger Johannes Ludwig wird die Fußballschuhe schnüren, auch Sensations-Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka hat ihr Kommen als Zuschauerin fest zugesagt. Im Aufgebot der Olympioniken stehen mit Bobfahrer Alexander Rödiger und Biathlet Erik Lesser zwei weitere Medaillengewinner der Winterspiele von Südkorea. Selbst Weltklasse-Eisschnellläufer Patrick Beckert aus Erfurt wird den Weg in die Rhön auf sich nehmen und seine Fußballkünste zeigen. Zudem haben die Langläufer Victoria Carl und Thomas Bing ihren Besuch in Herpf angekündigt. Ergänzt wird das aktuelle OlympiaTeam von ehemaligen Top-Athleten wie den Bob-Weltmeistern Maximilian Arndt und Martin Putze sowie ExLangläufer Jens Filbrich. Eingeladen sind weitere namhafte Sportler.

Viele Unterstützer

Die Vorbereitung für den fünften Olympia-Kick nach 2002 (Barchfeld), 2006 (Seligenthal), 2010 (Römhild)und 2014 (Effelder) hat inzwischen Fahrt aufgenommen. Sponsoren wie Lotto Thüringen, die RhönRennsteig-Sparkasse oder die in Helmershausen ansässige Firma Ladenbau Hartmann unterstützen das Benefizspiel ebenso wie die Rhönbrauerei Dittmar aus Kaltennordheim, die Metzgerei Greiner aus Meiningen oder die Fleischerei Spiegel aus Stedtlingen. Einen kompletten Trikotsatz stellt der in Suhl ansässige Sportausrüster „deinTEAM24“ bereit. Eintrittskarten und Plakate sind bereits gedruckt, die Tickets gibt es im Vorverkauf in sämtlichen Geschäftsstellen unserer Zeitung. Der Preis beträgt nur fünf Euro. „Wir sind natürlich sehr stolz, die nahezu komplette Thüringer Wintersportprominenz bei uns in Herpf begrüßen zu dürfen“, sagte Daniel Blümke, Präsident der gastgebenden SG Herpf/Helmershausen. Der ambitionierte Landesklassevertreter empfängt an diesem Samstag im letzten Punktspiel der Saison die SG Siebleben und könnte mit einem Sieg noch auf den vierten Tabellenplatz vorrücken. Im vergangenen Heim-Derby gegen den VfL Meiningen wurden 700 Zuschauer gezählt, was für die große Fußballbegeisterung in dem knapp 1000 Einwohner zählenden Ortsteil von Meiningen und in dessen näherer Umgebung spricht. „Wenn es nun beim Olympia-Kick vielleicht noch 100 oder 200 Besucher mehr werden, würden wir uns freuen“, appelliert Blümke an die sportinteressierten Fans in der Region. Gegen die Winter-Asse wollen die Herpfer am 30. Juni ab 15 Uhr eine verdienstvolle und spielstarke Alt-Herren-Mannschaft auf das Feld schicken. Das sportliche Ergebnis ist dabei allerdings eher Nebensache. Geplant rund um das Spiel im malerisch gelegenen Waldstadion Herpf ist ein Familienfest mit Hüpfburg für die Kids sowie Kaffee und Kuchen speziell für die weiblichen Zuschauer. Bier und Bratwurst dürfen beim Fußball natürlich nicht fehlen. Die Autogrammstunde mit den Olympioniken nach Spielende wiederum ist nicht alltäglich. Freuen können sich die Besucher zudem auf reichlich Tore. Der letzte Olympia-Kick 2014 in Effelder endete 4:4.

 

Heimspiel zum Saisonabschluss

Mit einem Sieg hat sich die Truppe von Trainer Mike Noack in der letzten Saison von ihren Fans in die Sommerpause verabschiedet – und das soll auch am Samstag so sein. Zu Gast ist der Tabellenneunte Siebleben.

Der Gegner:

Die Gäste belegen aktuell mit 38 Punkten Tabellenplatz neun. Elf Siege, fünf Remis und dreizehn Niederlagen, so liest sich die Bilanz der Gäste vor dem abschließenden 30. Spieltag. Nach den erfolgreichen Spieljahren 2014/15 und 2016/17 war es auch wie im letzten Jahr eine eher durchwachsene Spielrunde. Beim ersten Blick auf die Tabelle und die Ziele kann man die Saison als solide bezeichnen: Platz neun ist eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr um drei Ränge.

Zu den Kuriositäten dieser Saison gehört zweifelsohne das Torverhältnis der Gäste mit 80:72 Toren. In der Offensive belegt man mit dem Wert der erzielten Treffer ligaweit Rang 2 und in puncto Gegentreffer Platz 12. Offensiv gehört man mit Lehmann & Co. schon seit Jahren zu den stärken Teams, aber die Balance zwischen stabiler Defensive und Offensive fand man abermals nicht. Gewiss auch ein Grund für eine gewisse Enttäuschung. Denn die Bilanz kann man so lesen: „Im Angriff hui, hinten pfui“.

Auswärts brachte die Mannschaft um Trainer Bergmann nur wenig zustande; obwohl sie manches Mal gefällig mitspielte, holte sie auf fremden Plätzen nur neun Zähler. Zuletzt kassierte man zwei Niederlagen in Folge (Hildburghausen, Borsch) und wird nun ähnlich wie unsere Mannschaft um einen positiven Saisonabschluss bemüht sein. Am Ende wird Platz 9 oder 10 zu Buche stehen. Um in der nächsten Saison besser positioniert zu sein, muss auch einiges besser gemacht werden. Aber das zu analysieren, brauch Zeit. Zeit die sich die Verantwortlichen nach dem letzten Spiel sicherlich nehmen werden.

Zur Lage:

Mannschaft und Trainer Mike Noack wollen natürlich die Saison erfolgreich abschließen und noch einen Sieg im Waldstadion einfahren.Tabellenplatz 5 ist der Mannschaft sicher und Platz 4 je nach Ausgang der Partie Borsch gegen Viernau noch möglich. Am Ende gibt es so oder so allen Grund zu feiern, denn sowohl Platz 5 oder vielleicht 4 bedeuten die beste Platzierung seit Landesklasse-Zugehörigkeit. Und sind wir mal ehrlich. Wäre hätte das vor Saisonbeginn bei allen Unkenrufen für möglich gehalten. Der Mannschaft gebührt wirklich Respekt für diese tolle Entwicklung / Saison.

„Die Jungs sollen gegen Siebleben einfach nochmal zeigen, was sie drauf haben. Es geht für uns darum, auch das letzte Spiel zu einem guten Spiel von uns zu machen“, so der Wunsch des Trainers.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Paul Hegenbarth. Assistiert wird er an der Linie von Konrad Götze und Tim Stöcklein. Anstoß am Samstag wird 15.00 Uhr sein. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen. Im Anschluss an die Partie am Samstag findet die Saisonabschlussfeier statt. Wir hoffen natürlich, die Spielzeit erfolgreich beenden zu können und freuen uns auf einen gemütlichen Abschluss nach dem Spiel.

Den Auftakt am Samstag machen ab 10:30 Uhr unsere Soccerkids. Hierzu begrüßen wir Ivonne Hartmann (Champions League Siegerin mit dem VfL Wolfsburg) im Herpfer-Waldstadion, welche eine Überraschung parat halten wird …

 

Knapp aber verdient

In der Fußball-Landesklasse fuhr die SG Herpf in Bad Salzungen ihren fünften Auswärtssieg ein. Trotz der Niederlage enttäuschten die ersatzgeschwächten Gastgeber nicht.

Daniel Hlawatschek, Trainer der Gastgeber, setzte mit Philipp Volkhardt, Leonard Schmidt und Gregor Kuhn drei Nachwuchskräfte aus den A-Junioren ein. Sie lösten gegen die Rand-Meininger ihre Aufgaben gut und hatten ihren Anteil, dass die Partie bis zum Abpfiff spannend blieb und der Gastgeber trotz akuter personeller Probleme gehörig Gegenwehr lieferte.

Beide Mannschaften versuchten, mit spielerischen Elementen in der über weite Strecken wohltuend fairen Partie zum Erfolg zu kommen. Die Gastgeber formierten ihre Viererkette um die Innenverteidiger Leonard Schmidt und Alexander Völker ungefähr 30 Meter vor dem eigenen Tor, das Tobias Blochberger umsichtig hütete. Die individuell starken Offensivkräfte der Herpfer Josip Grebenar, Christian Fickel und Stefan Kämmer „erfreuten“ sich einer engen Deckung mit dem Ziel, das Angriffsspiel der Gäste gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen. Auch die Herpfer zeigten gehörig Respekt vor dem Angreifer des Gegners und verengten bei Ballbesitz die Räume für die Wackeraner. Trotzdem entwickelte sich ein ansehbares Spiel. Herpf versuchte mit Pässen in die Bad Salzunger Nahtstellen zum Erfolg zu kommen.

Ein erstes Achtungszeichen setzte Kämmer, der aus halbrechter Position vom Strafraum am langen Pfosten vorbei verzog. Den Pass spielte Grebener, der zwei Bad Salzunger mit starker Finte am Strafraum auf sich zog. Die Gästeelf von Trainer Maik Noack versuchte, mit genauen Ballpassagen die Abwehr der Hausherren auseinanderzuziehen. Im Spiel nach vorne ging es mehrfach bei den Hausherren schnell, jedoch fehlte in einigen Situationen die Präzision, um in der Spitze Matthias Weisheit oder Charlie Weisheit gefährlich in Szene zu setzen.

Beide Mannschaften belauerten sich und warteten auf einen Fehler des Kontrahenten. Oliver Nier spielte einige Male schöne Pässe aus dem Mittelfeld auf die Stürmer, die aber von der Bad Salzunger Abwehr ins Abseits geschickt wurden. Was trotzdem in Richtung Tor der Kurstädter kam, war sichere Beute des umsichtig mitspielenden Blochberger im Tor der Hausherren. Fast wäre das Konzept der Gastgeber aufgegangen. Sascha Grob tauchte im Konter auf der rechten Seite auf und behauptete den Ball. Seine Eingabe erreichte Seidel, der es zu genau meinte und nur den langen Pfosten traf. Steffen Möhring im Tor der Herpfer besaß keine Abwehrmöglichkeit (33.). Besser und vor allem effektiver machten es die Gäste. Kurz vor der Pause staubte Fickel nach einem Schuss von Grebenar und brachte seine Farben in Führung.

Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie ausgeglichen. Den Wackeranern fehlte beim Abschluss von Seidel, der an der Lattenoberkante landete, abermals das Glück. Auch die Gäste blieben in einigen Situation gefährlich, jedoch fehlte es ihnen im Konter einige Male am genauen finalen Pass. So blieb es beim knappen Erfolg, der mit der letzten Aktion gegen Seidel, der Strafstoßpfiff des Schiedsrichters Andre Thormann blieb aus, noch einmal ins Wanken geriet.

Die Trainerstimmen:

Dem Trainer der Hausherren, Daniel Hlawatschek, fehlte bei der letzten Aktion das Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters. Anstelle eines Elfers kassieren wir gegen Seidel noch eine Gelb-Rote Karte. Völlig unnötig“, kritisierte er nach der Partie.

Mike Noack zeigte sich vor allem mit dem Nutzen der Kontermöglichkeiten seiner Elf nicht zufrieden, bilanzierte aber nicht unzufrieden. „In den vergangenen Wochen haben wir gut gespielt, aber einige Male unnötigerweise verloren. Heute stimmt das Ergebnis“, so der SG-Trainer. Quelle: STZ-online

 

Auf in die Kurstadt Bad Salzungen

Im vorletzten Spiel und letzten Auswärtsauftritt der Landesklassen-Saison 2017/2018 gastiert unsere Mannschaft in der Kurstadt Bad Salzungen. Ziel ist es, ein letztes Mal in der aktuellen Spielzeit vor fremder Kulisse zu punkten.

Gegnercheck

Die Gastgeber belegen aktuell mit 44 Punkten Tabellenplatz 8. Bei sechs Punkten Vorsprung auf Platz 9, werden die Kurstädter definitiv Platz 8 inne haben. Nach oben ist der Sprung auf Platz 6 durchaus noch in Reichweite. In Summe spielt man bis dato eine sehr ausgeglichene Saison und hat in der Rückrunde bisher einen guten Eindruck hinterlassen. In der ersten Halbserie sammelte man 23 Punkte, in der zweiten bisher 21. „Unser Problem war vor allem die fehlende Kontinuität“, sagt Trainer Daniel Hlawatschek.

Mit Beginn der Rückrunde eilte sein Team phasenweise von Erfolg zu Erfolg und rutschte so in die Spitzengruppe der Landesklasse. Diese Erfolgsserie riss dann am 24. Spieltag mit der 2:1-Niederlage bei der SG 1951 Sonneberg. Nun warten die Gastgeber seit 5 Partien auf einen Dreier. Letzte Woche setzte es eine klare 4:0-Niederlage beim SV Borsch 1925. Trotz alledem ist man nach den letztjährigen Platzierung (3x 11. und 1x 10.) in der Landesklasse, heuer auf dem Weg die beste Saison seit der Landesklassenzugehörigkeit zu spielen.

Die Heimbilanz der Mannen um Trainer Hlawatschek kann sich auch sehen lassen. 7 Siege, 5 Remis und nur 2 Niederlagen gab es diese Saison im Werra-Energie-Stadion.

Zur Lage

Unsere Mannschaft will die Spielzeit unbedingt mit Erfolgserlebnissen abschließen und hierzu bietet sich am Sonntag die erste Chance. Die Derbypleite und der späte Ausgleich gegen Sonneberg ist aus den Kleider geschüttelt. Nun gilt es nochmal alle Kräfte zu bündeln. Natürlich wissen wir, das uns mit Salzungen ein starker Gegner erwartet. Es geht für jeden Spieler einmal mehr darum, sein Bestes zu geben, um die Punkte am Ende zu entführen.

Personell hat sich die Lage mittlerweile wieder entspannt. Bis auf den gesperrten Esser und den angeschlagenen Fuchs, stehen Trainer Noack am Sonntag alle Spieler zur Verfügung.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Andre Thormann. Assistiert wird er an der Linie von Maximilian Lang und Martin Ritter. Anstoß am Sonntag wird 15.00 Uhr sein. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

 

Kurz vor Schluss nicht aufgepasst

Durch ein spätes Gegentor verpasst die SG Herpf/Helmershausen im Punktspiel der Fußball-Landesklasse gegen die SG FC Sonneberg einen weiteren Heimerfolg und spielt nur 2:2.

Wieder einmal belohnte sich die Elf von Trainer Mike Noack nicht für eine gute Leistung, weil sie vor dem Tor einfach zu viele Chancen brauchte. Am Ende konnten die Gastgeber aufgrund der Doppelbelastung an diesem Wochenende nicht genügend zusetzen und kassierten in der 88. Minute noch den Ausgleich.

Die erste Chance des Spiels hatte Gottschalk für die Gäste, der aus 18 Metern neben das Tor schoss (5.). Nur eine Minute danach entschied der Unparteiische richtigerweise auf Handelfmeter für Sonneberg, den Gottschalk sicher verwandelte. Der erneut ersatzgeschwächte Gastgeber, Kämmer, Fickel, Göpfert, Esser und Nier mussten ersetzt werden, zeigte sich aber nicht lange geschockt. Die Sonneberger ließen der Heimelf aber nicht viel Platz zum kombinieren. Dennoch setzte sich Rutschik rechts durch, seine Eingabe fand aber keinen Abnehmer (10.). Ähnlich sah es fünf Minuten danach beim schönen Solo von Safradin auf der linken Seite aus, dessen scharfer Pass vor das Tor geklärt werden konnte. Hamms Versuch landete neben dem Tor (18.) und eine Minute danach scheiterte Grebenar frei vor Heß im Sonneberger Kasten. Was sich hier andeutete, passierte in der 20. Minute. Akrapovic leitete mit der Hacke weiter auf Safradin. Der schüttelte zwei Gegenspieler sehenswert ab und passte von links vor das Tor, wo Domazet nur noch den Fuß hinhalten musste, um das 1:1 zu markieren.

Es gab in der temposcharfen Partie auch in der Folge viele Torszenen, die auch öfter aus Fehlern beider Seiten resultierten. So musste Zöller vor Schulz klären, als dieser durchgestartet war (23.). Auf der anderen Seite kam Grebenar bei Domazets Pass einen Schritt zu spät (35.). Die Schlussphase der ersten Hälfte läutete Gottschalk ein. Der Torjäger zog aus vollem Lauf volley ab und die Kugel klatschte an die Latte des Herpfer Kastens (40.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte musste Möhring gleich mal auf der Hut sein. Bei einem schönen Angriff der Gäste klärte er vor dem heranstürmenden Novi. Ansonsten blieb bei den Gästen erstmal vieles Stückwerk. Es fehlte ihrem Spiel an Genauigkeit und den nötigen Ideen. Anders die Heimelf. Als Grebenar auf Fuchs durchgesteckt hatte zog dieser sofort ab, scheiterte aber am toll reagierenden Heß (53.). Domazets Schuss strich knapp über den Querbalken (55.), Grebenars Versuch landete neben dem Tor (60.).

Nach einer knappen Stunde wachten aber auch die Sonneberger wieder auf. Novi scheiterte nach einem schnell ausgeführten Freistoß an Möhring (61.). Zwei Minuten danach klärte dieser vor Gottschalk. Im Gegenzug fiel nach einer schönen Kombination das 2:1 für Herpf. Rutschik legte für Fuchs auf, der sofort in die Gasse auf Grebenar spielte und dieser schob aus acht Metern ins lange Eck ein.

Es folgte prompt die Sonneberger Antwort und wieder war es Gottschalk, der für einen Knallbonbon sorgte. Aus spitzem Winkel zog er aus der Drehung ab, doch Möhring, der am kurzen Pfosten stand, riss die Fäuste hoch (67.). In den letzten zehn Minuten ging es Schlag auf Schlag. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß traf Safradin nur das Außennetz. Kurz darauf ließ Grebenar mit einer Körpertäuschung zwei Gegner im Strafraum stehen. Bei seinem Schuss war Heß schon geschlagen, aber Motschmann klärte kurz vor der Linie zur Ecke. So kam es dann schließlich mal wieder, wie es im Fußball oft passiert. In der 88. Minute kam Sonnebergs Kapitän Schreck an den Ball. Er zog von links nach innen, wurde nicht angegriffen und schoss den Ball von der Strafraumgrenze zum 2:2-Endstand ins Tor. Quelle: STZ-online

Späte Entscheidung im Waldstadion

Grenzenlos war der Jubel im Herpfer Waldstadion, als Schiedsrichter Reinhard Meusel die Partie abpfiff. In einem guten Spiel hatte letztlich die Effektivität vor dem Tor entschieden. Damit riss auch die Serie der SG Herpf, die die erste Heimniederlage in dieser Saison kassierte.

Stimmen zum Spiel:
Mike Noack, Trainer SG Herpf: Ich möchte zunächst dem VfL zum Staffelsieg gratulieren. Wer so eine Rückrunde hinlegt, hat das verdient. Heute bin ich enttäuscht, weil mehr möglich gewesen wäre. Wir haben es nicht geschafft, unsere gute Leistung aus der ersten Hälfte auch nach dem Wechsel zu zeigen und durch unsere Fehler Meiningen die Tore ermöglicht. Daran müssen wir arbeiten.

Mike Beßler, Trainer VfL Meiningen: Das ist die Krönung einer guten Saison. In der ersten Hälfte sind wir nicht ins Spiel gekommen, was unerklärlich ist. Mir war klar, dass Herpf das Tempo nicht das ganze Spiel gehen kann. So kam es und dann hatten wir die Partie im Griff. Ich möchte mich bei der Mannschaft bedanken und bei den Fans für die tolle Unterstützung in der ganzen Saison.

Während der Gast nur auf Toni Seruneit verzichten musste, hatte SG-Trainer Mike Noack mit Kämmer, Göpfert, Zöller und Fickel vier wichtige Spieler zu ersetzen. Dennoch erwischte Herpf den besseren Start, als Grebenar einen lang Ball erlief und aus 16 Metern knapp über das Tor schoss (2.). Kurz darauf musste Müller nach einem Fehler von Fehringer in höchster Not klären. Danach beruhigte sich die Partie. Beide scheuten zunächst das letzte Risiko. Der VfL hatte mehr vom Spiel und versuchte vor allem über die rechte Seite, Druck aufzubauen. Mehr als der Schuss von Weyer (18.) kam aber nicht heraus.

Nach einer knappen halben Stunde drehte sich das Spiel. Bei der Flanke von Fuchs fehlte noch etwas die Genauigkeit (29.), sodass sich kein Abnehmer vor dem Tor fand. Dann ging es Schlag auf Schlag. Nach Niers Flanke scheiterte Safradin aus fünf Metern an Oliver Damm im Meininger Gehäuse. Fuchs setzte den Nachschuss hart bedrängt über die Latte (31.). Zwei Minuten danach fischte Damm den Freistoß von Grebenar aus dem Winkel. Weitere drei Minuten danach musste Damm erneut retten, als Grebenar abgezogen hatte. Mit viel Mühe klärte er zur Ecke. Die letzte Chance vor dem Wechsel hatte Damm für den VfL, der aus zehn Metern verzog.

Nach dem Seitenwechsel vergab Rutschik die erste Chance, der neben das Tor schoss (49.). In der Folge tat sich nicht viel. Weil beide Mannschaften defensiv gut standen, spielte sich viel im Mittelfeld ab. Es war schon weit mehr als eine Stunde absolviert, als Damm plötzlich frei vor Möhring auftauchte, diesen aber aus Nahdistanz nicht überwinden konnte. Danach nahm der Druck des Tabellenführers zu. In der 79. Minute war es dann soweit. Wieder bekamen die Herpfer bei einem Meininger Angriff keinen Zugriff. Benjamin Pyterke profitierte davon und konnte Möhring zum 0:1 überwinden. Zwar war der noch am Ball, aber die Kugel senkte sich über ihn ins lange Eck. Kurz darauf sah Christoph Esser die Rote Karte nach einer Aktion, die viele nicht als rotwürdig ansahen. Natürlich wollte sich die Heimelf dennoch nicht einfach so geschlagen geben. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich ergab sich für Oliver Nier in der 85. Minute, der seinen Freistoß aus 18 Metern aber nur ans Außennetz setzte. Die Entscheidung fiel dann in der 88. Minute. Im Anschluss an einen Eckball war Kevin Börner aus dem Gewühl heraus zum 0:2 erfolgreich. Landgraf vergab die Chance zum 0:3, aber das wäre dann auch wirklich zu viel gewesen. Kurz darauf jubelten die Meininger. Quelle: inSüdthüringen.de