Vorbericht 14. Spieltag

Am 14. Spieltag der Saison 17/18 steht für unsere Mannen das letzte Heimspiel der Hinrunde an: Die Schützlinge von Trainer Mike Noack sind bis dato ungeschlagen im Waldstadion und wollen diese beeindruckende Heimserie auch am Samstag gegen den SV Wacker 04 Bad Salzungen weiter ausbauen.

RÜCKBLICK:

Im Duell Zweiter gegen Vierter in der Fußball-Landesklasse hatte sich unsere Mannschaft am letzten Wochenende von dem 1. FC Sonneberg 2:2 (1:1) getrennt. Es war wie bereits im Vorfeld angekündigt, das Spitzenspiel an diesem Wochenende in der Landesklasse. Die Gastgeber fanden zu Beginn besser ins Spiel und gingen bereits in der 8. Minute durch eine Unachtsamkeit in der HSV-Hintermannschaft in Führung. Dieser Dämpfer war für unsere Mannen der Weckruf und man übernahm fortan das Heft des Handelns. Belohnt wurde das Ganze mit einem sehenswerten Freistoß von Kapitän Oliver Nier zum 1:1. Auch im zweiten Abschnitt war offensiv nicht viel von Ehle und Co. zu sehen. Unsere SG Herpf/Helmershausen war weiterhin tonangebend. Umso ärgerlicher, dass man den Gastgebern großzügig zur erneuten Führung (2:1) verhalf. Ein Fehler im Spielaufbau wurde dankend von Ehle (63.) angenommen. Unserer Mannschaft gelang es aber in einem starken Schlussspurt diesen Rückstand aufzuholen und das Unentschieden zu sichern. Über die komplette Spielzeit gesehen, geht die Punkteteilung mehr als in Ordnung. HSV-Coach Mike Noack wertete den Auswärtszähler als Erfolg. „In der ersten Halbzeit waren wir nach dem Rückstand spielbestimmend und hatten die gesamte Spielzeit über die bessere Spielanlage. Nach der Pause war es ein offenes Spiel. Wenn uns die Fehler bei den Gegentoren nicht unterlaufen, wäre mehr möglich gewesen. Im Endeffekt ist das Remis aber gerecht“, so Noack. Mit einer ähnlichen Vorstellung sollen nun die nächsten Punkte gegen Bad Salzungen eingefahren werden.

 

GEGNERCHECK:

In der aktuellen Spielzeit konnten die Gäste bereits 22 Punkte (bei einem Spiel weniger) sammeln und stehen damit auf dem achten Tabellenplatz. Am vergangenen Spieltag hatten die Kurstädter spielfrei, da der SV Borsch im Landespokal aktiv war. Davor konnten Weisheit & Co. in zwei ihrer letzten fünf Partien dreifach punkten. Generell musste man im bisherigen Saisonverlauf erst zweimal den Platz als Verlierer verlassen. Nach dem 6. Spieltag grüßte man zwischenzeitlich nach drei Siegen in Folge sogar von der Tabellenspitze. Große Veränderungen gab es in der Sommerpause insgesamt bei der Elf von Daniel Hlawatschek nicht. Mit Dawood und Hoppe haben zwei Akteure den Verein verlassen. Mit Weilbach kam ein Rückkehrer für die Torwartposition hinzu. Kontinuität ist es, auf die man in Bad Salzungen seit Jahren wert legt. Die Mannschaft spielt im Kern schon viele Jahre zusammen und erhält Jahr für Jahr punktuell Verstärkung, teils extern aber größtenteils aus dem eigenen Nachwuchs. Der Verlust von Mohammad Sheikh Dawood schmerzt im Sommer sehr. Der gebürtige Syrer stand in der abgelaufenen Saison 25 Mal für den SV Wacker 04 Bad Salzungen auf dem Feld und erzielte dabei 15 Tore. Nun trägt er das Trikot der SG Glücksbrunn Schweina. Auch wenn der Torjäger den Verein verlassen hat, produzieren die Gäste auch in dieser Runde fleißig ihre Buden. 29 bislang an der Zahl in den ersten zwölf Spielen. Das macht im Schnitt 2.4 Tore/pro Spiel. Die Torgefahr ist nun auf mehrere Schultern verteilt. Maßgeblichen Anteil aller Tore haben bislang die Spieler Justin Frank (7), Mathias Weisheit (5) und Charlie Seidel (4).

Vor dem Duell warnte der Coach seine Mannschaft. „Ich erwarte eine spielerisch agierende Mannschaft. Sie spielen mit viel Tempo und Zielstrebigkeit. Das wird wieder eine Herausforderung für uns“, sagte er. Deshalb erhofft er sich eine starke Vorstellung seiner Mannschaft gegen die Salzunger: „Sofern wir unsere Leistung wieder abrufen können, bin ich überzeugt, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen werden“, so Coach Mike Noack zur Partie.

STATISTIK:

Wenn es im Fußball so etwas wie einen Angstgegner geben sollte, dann ist es für die SG Herpf/Helmershausen mit großer Sicherheit der SV Wacker 04 Bad Salzungen. Die Punktausbeute der letzten Jahre sieht aus unserer Sicht sehr beängstigend aus. Lediglich 7 von möglichen 39 Punkten konnten eingefahren werden. Bad Salzungen verlor nur eines der letzten 13 Duelle (8 Siege – 4 Remis)  gegen uns. Es wird also Zeit, an dieser Statistik zudrehen.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Seid dabei und unterstützt unsere Mannschaft! Anstoß wird am Samstag um 14 Uhr sein. Schiedsrichter der Partie ist Martin Ansorg. Assistiert wird er an der Linie von Frank Schubert und Samuel Luckau. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen. Nehmt zudem teil an unserem Facebook-Gewinnspiel. Beantwortet die Gewinnfrage und gewinnt mit etwas Glück eine Dauerkarte für die Rückrunde.

Remis im Spitzenspiel

Josip Grebenar war am Samstag der Spielverderber aus der Rhön. Der Neueinkauf auf Seiten der SG Herpf/Helmershausen vermasselte durch sein Tor zum 2:2 in der Schlussminute Gastgeber 1. FC Sonneberg 2004 den Heimauftritt.

Dass der mit zehn Treffern in der Torschützenliste weit oben stehende Herpfer Neuzugang Josip Grebenar nicht zu unterschätzen ist, wussten die Sonneberger auch schon vor der Partie am Samstag im heimischen Stadion-Kessel. Sie passten auch auf den Kroaten ganz passabel auf, nur eben in der Schlussminute nicht. „Da haben wir ihn außer Acht gelassen. Dann hat er uns bestraft“, bringt es Ronny Röhr, Trainer der Sonneberger auf den Punkt.

Nach einem Freistoß war ein Kopfball in den Sonneberger Strafraum „abgetropft“; kein Einheimischer hatte sich für den Herpfer Torschützen, der aus zehn Metern unhaltbar abzog, zuständig gefühlt und schon lag der Ball im Kasten von Lukas Heß. Mike Noack, Trainer bei den Gästen, soll anschließend mit seinem „Jaaaaa“ – einem wahrlich gewaltigen Jubelschrei – die bis dahin eher meckernden FC-Fans in puncto Lautstärke zumindest um Welten übertroffen haben. Nur kurz war Noacks Echo in der Spielzeugstadt verstummt, da hatte André Gottschalk noch vor dem Schlusspfiff zum vermeintlichen 3:2 für Sonneberg eingelocht. Doch Schiedsrichter Marvin Jonczyk erkannte den Treffer ab – Gottschalk soll kurz zuvor „geschoben“ haben.

„Das passte diesmal ganz symbolisch zu unserem Spiel“, bewertete Röhr dieses Unglück seiner Elf in einer Partie, die schon vor dem Anpfiff nichts Gutes erahnen ließ. Von „neun Mann“ und „etlichen Verletzten, Urlaubern, Arbeitern und Angeschlagenen“ sprach da der FC-Coach, der seiner Elf nach der unglücklichen Niederlage in Borsch keinen Vorwurf machen konnte. „Diesmal aber schon“, ergänzte der Trainer, dessen Elf aber zunächst ganz gut begann. Mehr und mehr jedoch übernahmen die technisch beschlagenen Gäste das Kommando. Marius Böhm und Veit Zöller ließen so gut wie keine Sonneberger Torchance zu. Grebenar agierte mehr oder weniger als hängende Spitze, war nie so richtig abzumelden, kam aber auch nie so richtig zum Zuge. Die echten Torchancen blieben also rar. Warum? „Die Herpfer machten zwar in der ersten Halbzeit das Spiel und wir rannten meist nur hinterher, doch irgendwie haben wir immer wieder im letzten Moment ein Bein oder einen Fuß dazwischen bekommen“, fasst Röhr das Geschehen der ersten Hälfte zusammen.

Kapitän Hannes Schreck schien die Sonneberger zunächst frühzeitig mit dem 1:0 (8.) auf die Siegerstraße geführt zu haben, nachdem zuvor Gottschalk den Ball clever quer gelegt hatte. Doch wirkte genau dieses frühe Tor wie Gift für das Spiel des Gastgebers. „Ich werde den Eindruck nicht los, sie wollen jetzt schon das Ergebnis verwalten“, schimpfte Röhr an der Außenlinie. Die Quittung dafür unterschrieb Oliver Nier schon nach 22 Minuten, als er für die Gäste aus der Rhön einen Freistoß sehenswert zum 1:1 in den Winkel setzte.

„Nach einer guten ersten Viertelstunde und einer dann katastrophalen ersten Halbzeit können wir uns eigentlich nur noch steigern, ja wir müssen uns steigern“, blickte Röhr vor dem Seitentausch zurück. In der Tat war danach das Spiel der Sonneberger gegen nach wie vor taktisch disziplinierte Herpfer besser und auch von Tim Ehle mit dem Tor zum 2:1 (63.) belohnt worden. Noacks Mannen blieben aber trotz des Rückstandes ruhig. Erst in den Schlussviertelstunde stellte der Trainerfuchs seine gewohnte Formation in der Defensive um und belebte damit noch mehr seinen Sturm. Der Lohn ließ zwar lange auf sich warten, aber er wurde ausgezahlt – zu einem für die Sonneberger denkbar schlechten Zeitpunkt.

„Wir haben zwar in der zweiten Halbzeit die Kurve gekriegt, aber von 100 Prozent Leistung konnte ich auch hier nicht sprechen. Ich muss fast der gesamten Mannschaft heute den Vorwurf machen, sich viel zu wenig bewegt zu haben – ob mit oder ohne Ball. Die Laufbereitschaft stimmte in fast keinem Mannschaftsteil“, analysierte Röhr weiter und meinte noch: „Uns fehlt anscheinend der Wille. Jener Wille, weiter ganz oben mitspielen zu wollen.“ Den Punktgewinn der Gäste bezeichnete er übrigens als hochverdient. Auch, „weil wir nach dem 2:1 nicht in der Lage waren, ein weiteres Tor nachzulegen.“

Mike Noack schaute da mehr auf das Spiel seiner Männer zurück: „Wir haben in Sonneberg immer knapp verloren, und es schien so, dass wir durch einen blöden Fehler wieder knapp verlieren. Wir haben einen verdienten Punkt bejubelt, mehr nicht“, analysierte am Sonntag nach dem Spiel der Metzelser. Quelle: Lokalsport FW Tageblatt

Vorbericht 13. Spieltag

Am 13. Spieltag der Saison 17/18 geht es um viel für unsere Mannen: Im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Sonneberg (Samstag 14.00 Uhr) will das Team von Trainer Mike Noack unbedingt mal Punkte aus der Spielzeugstadt entführen. Gelingt es der Mannschaft an die Leistung aus der letzten Woche anzuknüpfen, stehen die Chancen durchaus gut.

RÜCKBLICK:

Knapp 110 Zuschauer erlebten eine beherzte Auseinandersetzung zweier leistungsstarker Mannschaften. Trotz nasskaltem Wetter, sorgten beide Teams für ein erwärmendes Spiel. Zum wiederholten Male wurde den Anhänger im Waldstadion einiges geboten: Tempo, Kombinationen, Zweikämpfe, Chancen und am Ende 3 Tore! Dabei avanciert das IV-Duo Böhm/Zöller mit ihren Toren zum Matchwinner. Mit diesem klaren und hochverdienten Sieg hatten wohl die wenigsten vor dem Anpfiff gerechnet. Die Mannschaft hat geschlossen einmal mehr, eine ganz starke Leistung abgeliefert und gezeigt, was in Ihr steckt! Die Heimbilanz gleicht weiterhin einer phänomenalen Statistik. 6 Spiele – 6 Siege – 20:0 Tore. Hut ab Jungs!

GEGNERCHECK:

Der Gastgeber blickt ähnlich wie wir auf einen bisher sehr guten Saisonverlauf zurück. In den ersten 12 Partien der neuen Spielzeit sammelte das Team von Ronny Röhr 25 Punkte. Acht Siege, ein Unentschieden, drei Niederlagen – so liest sich die Bilanz der Spielzeugstädter. Belohnt wird das Ganze aktuell mit dem 2. Tabellenplatz. Auch im diesjährigen Landespokal waren Schreck und Co. erfolgreich unterwegs und mussten sich erst im Achtelfinale Wismut Gera mit 0:5 geschlagen geben. Nach dem verpassten Aufstieg in der letzten Saison, hat man sich in Sonneberg zum Ziel gesetzt, erneut ganz oben anzugreifen. Der holprige Saisonstart mit nur einem Sieg aus vier Spielen war für das gesteckte Saisonziel nicht dienlich. Zu dem verlor man mit Fabian Dorst (Kreuzband) recht früh in der Saison ein immens wichtigen Spieler. Ab dem 5. Spieltag zeigte allerdings die Leistungskurve deutlich nach oben: Von den darauffolgenden acht Partien gewann der FCS sieben und verlor lediglich letzte Woche das Spitzenspiel beim SV Borsch mit 4:2. Die Spitzenposition verdankt Sonneberg wie jedes Jahr vor allem seiner herausragenden Offensivabteilung. 32 Treffer bedeuten auch in dieser Saison ein Spitzenwert in der Liga. Wer nach den bisherigen Erfolgsfaktoren des FCS fahndet, stößt unweigerlich auf einen Mann: André Gottschalk. Der Stürmer brachte es letzte Saison auf 34 Tore, kam vor der Saison aus Steinach und hat offenbar in Sonneberg das ideale Betätigungsfeld gefunden. In der aktuellen Spielzeit versenkte der Torjäger das runde Leder bereits elfmal.

Trotz der Niederlage am vergangenen Wochenende, zeigt sich Trainer Ronny Röhr aktuell erfreut: „Ich bin sehr zufrieden mit unserer derzeitigen Form und hoffe, dass wir diese auch in den kommenden Spielen bis zur Winterpause aufs Feld bekommen“.

Das dies eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe wird, davon ist auch sein Gegenüber Mike Noack überzeugt: „Wir wissen, wie in Sonneberg gespielt wird und stellen uns auf eine anspruchsvolle Aufgabe ein. Gleichzeitig wollen wir schauen, dass wir unsere Stärken wieder über 90 Minuten gewinnbringend einsetzen. Wir werden alles in die Waagschale werfen, um das Spiel zu gewinnen“, so der Cheftrainer vor dem Duell Zwei vs. Vier. Personell kann der Trainer bis auf Stefan Kämmer aus dem Vollen schöpfen.

STATISTIK:

Die Matchhistorie im städtischen Stadion zu Sonneberg ist schnell erzählt. Unsere SG Herpf/Helmershausen verlor die letzten vier Partien in Sonneberg, wobei speziell die letzten beiden Aufeinandertreffen jeweils knapp mit 3:2 an Ehle und Co. ging.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Seid dabei und unterstützt unsere Mannschaft! Anstoß wird am Samstag um 14 Uhr sein. Unser Fanbus startet um 11 Uhr am Herpfer Kulturhaus. Schiedsrichter der Partie ist Jan Schröder. Assistiert wird er an der Linie von Marvin Jonczyk und Tim Höhne. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Verteidiger überzeugen als Torjäger

Überblickt man den Spielberichtsbogen der Partie zwischen Herpf und Waltershausen tauchen da Spieler als Torschützen auf, die zumindest nicht jede Woche netzen. Doppelpacker Marius Böhm und Torschütze Veit Zöller sind als Innenverteidiger eher fürs Tore verhindern zuständig. An diesem Tag funktionierte beides. Die SG Herpf feierte einen letztlich auch in der Höhe verdienten 3:0 Heimsieg gegen den FSV Walthershausen. War die Partie im ersten Abschnitt noch ausgeglichen, so erspielten sich die Hausherren im zweiten ein klares Chancenübergewicht und durften zurecht feiern.

In der Anfangsphase der Partie tastete man sich erstmal ab. Hüben wie drüben versuchte man es aus der zweiten Reihe, was bei diesem Wetter ein durchaus praktikables Mittel hätte werden können. Der erste Treffer der Partie fiel allerdings durch einen Standard. Nach einer Fuchs-Ecke wurde Marius Böhm sträflich allein gelassen und konnte aus Nahdistanz per Flugkopfball verwandeln. Auf der Gegenseite prüfte Finger den Herpfer Keeper, doch Möhring lenkte über den Kasten. Kurz vor dem Kabinengang hatte Fuchs auf Seiten der Herpfer noch die Riesengelegenheit um auf 2:0 zu stellen. Er scheiterte allerdings alleine vor dem Gästekeeper. So ging es beim Stand vom 1:0 in die Pause ohne das sich eine Mannschaft klare Vorteile erarbeiten konnte.

Nach dem Seitenwechsel ging es gleich richtig flott los. Müller und Fuchs hatten auf Herpfer Seite Pech, dass es ihnen wenige Minute nach Wiederanpfiff an Fortune fehlte und ihre Versuche nicht den gewünschten Ertrag einbrachten. Kurz darauf hätte man als Herpfer Anhänger befürchten müssen, dass sich diese Fahrlässigkeit rächen würde. Möhring holte Finger von den Beinen und Schiedsrichter Philipp Linke zeigte korrekterweise auf den Punkt. Lucas Braun trat an, scheiterte aber am Pfosten. Da war sie die große Chance zum Ausgleich. Nun waren die Einheimischen wieder dran und rissen fortan die Partie an sich. Nach gut einer Stunde landete die Kugel irgendwie bei Böhm, der nicht lange fackelte und seinen Doppelpack schnürte. Nur wenige Minute später wurde Grebenar im Gästestrafraum zu Fall gebracht und erneut zeigte Linke – nach kurzer Rücksprache mit seinem Assistenten – auf den Punkt. Zöller trat an und verwandelte zur Vorentscheidung. So recht glaubten wohl auch die Gäste nicht mehr dran, dass sie hier das Ruder noch irgendwie rumreißen könnten. So plätscherte die Partie größtenteils vor sich hin. Wenn es nochmal kribbelig wurde, dann vor dem Kasten von Waltershausen: Hamm und Greiner verpassten jeweils ihre Gelegenheiten das Resultat in die Höhe zu schrauben und trafen beide nur Alu.

Unter dem Strich ein verdienter Heimsieg für Herpf, der angesichts der zweiten Hälfte auch in der Höhe in Ordnung geht. Möglicherweise hätte die Partie nochmal eine andere Richtung eingeschlagen, wenn Braun seinen Strafstoß versenkt hätte. Doch vom Konjunktiv konnte man sich im Fußball noch nie was kaufen. Quelle: Felix Böhm (FuPa Thüringen)

Vorbericht 12. Spieltag

Am Sonntag geht es für die SG Herpf/Helmershausen in der 11teamsports-Landesklasse nun weiter: Um 14 Uhr gastieren die Gäste aus Waltershausen im Waldstadion. Auch wenn es ohne Frage schwer werden wird, will unser Team mit einer Leistungssteigerung im Vergleich zum jüngsten Erfolg auch das kommende Spiel siegreich gestalten und die beeindruckende Heimbilanz weiter ausbauen.

RÜCKBLICK:

Der Ausflug unserer SG letzte Woche ins Gehege nach Trusetal konnte erfolgreich gestaltet werden. Damit gelang es, die dürftige Auswärtsbilanz aufzubessern. Nach 2 min geriet unsere Mannschaft beim Tabellenletzten nach einer Unachtsamkeit in Rückstand. Nachdem der Schock darüber verdaut war, fand das Team um Kapitän Nier aber zum angestrebten druckvollen Angriffsspiel und zeigte viele schöne Spielzüge. Das große Manko war aber die Chancenverwertung, so dass nicht wegen des Spielgeschehens, aber wegen dem Spielstand die Spannung in dieser Partie bis kurz vor Schluss unnötigerweise erhalten blieb. Erst Fuchs mit seinem Treffer kurz vor Ultimo erlöste den Herpfer Anhang und sicherte endgültig den angestrebten Dreier gegen einen allerdings recht schwachen Gegner. Mit Waltershausen erwartet uns am Sonntag aber ein ganz anderes Kaliber im Waldstadion.

GEGNERCHECK:

Die Gäste aus Waltershausen belegen nach dem jüngsten 1:1-Remis gegen den SV Borsch den 7. Tabellenplatz, bei einem Spiel weniger. Nach sechs Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen zieren 20 Zähler das Punktekonto. Mit dieser Punktausbeute erwischte die Elf von Kapitän Alexander Koch einen recht ansprechenden Saisonstart. Nach dem sich das Team bereits in der letzten Saison als echte Bereicherung in der Landesklasse entpuppte, sorgen die Schützlinge von Trainer Stefan Koch auch in dieser Saison für ordentlich Furore. Sahnestück war ohne Wenn und Aber das 12:0 gegen die SG 1951 Sonneberg. Die junge Mannschaft weiß fast in jeder Partie durch einen schnellen und zielstrebigen Angriffsfußball zu überzeugen. Zur neuen Saison wurde die Mannschaft gezielt verstärkt. Mit Bastian Göller (Rudolstadt), Dat Le Duc und Ibrahim Salman (beide Wacker Gotha) wurden Spieler aus höherklassigen Vereinen geholt.

Starke Offensive

Die Mannen aus der Puppenstadt haben in ihren bisher absolvierten Auswärtspartien lediglich eine Niederlage hinnehmen müssen. Ansonsten stehen drei Siege zu Buche. Insbesondere die Offensive wusste bisher zu gefallen. Mit 34 Treffern erzielten sie die zweitmeisten in der Liga. Einzig Siebleben zeigte sich bislang noch torhungriger. Auch auf Torjäger Lucas Braun ist in dieser Saison wieder Verlass. Der junge Stürmer überzeugte bis dato mit 10 Treffern in 8 Partien.

Das dies eine schwere Aufgabe wird, davon ist auch Trainer Mike Noack überzeugt: „Wir müssen es, wie im Heimspiel im Frühjahr, wieder schaffen, defensiv gut zu stehen und das Aufbauspiel der Waltershäuser frühzeitig zu stören. Offensiv haben wir die Qualität, um auch gegen diesen Gegner Wirkung zu erzielen. Es wird aber ein ganz schweres Stück Arbeit, auch dieses Heimspiel erfolgreich zu gestalten“, lässt Trainer Noack doch einigen Respekt durchblicken. Aber gerade zu Hause ist unsere Mannschaft eine Macht, konnte doch bisher keine Mannschaft etwas Zählbares aus Herpf entführen. Damit dies so bleibt, gehen unsere Jungs die Aufgabe mit großer Entschlossenheit und Konzentration an. Mit dabei sind dann auch wieder Mateo Safradin, Christoph Esser und Andreas Müller, die in Trusetal ihre Gelbsperren abgesessen haben. Somit kann Trainer Noack personell aus dem Vollen schöpfen.

Statistik:

Die Begegnung SG Herpf/Helmershausen gegen den FSV Waltershausen gab es seit dem Aufstieg der Gäste in die Landesklasse im Jahr 2016 bislang erst zwei Mal. Dabei musste sich unsere Mannschaft im Hinspiel im vergangenen Jahr zunächst noch mit 0:1 in Waltershausen geschlagen geben, konnte aber im Rückspiel vor heimischer Kulisse mit 6:2 gewinnen.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Seid dabei und unterstützt unsere Mannschaft! Anstoß wird am Sonntag um 14 Uhr sein. Schiedsrichter der Partie ist Philipp Linke. Assistiert wird er an der Linie von Paul Hegenbarth und Tim Stöcklein. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Viele Chancen liegengelassen

Der SV Trusetal 05 bleibt in der Fußball-Landesklasse weiter ohne Punktgewinn. Das Spiel gegen die SG Herpf/Helmershausen verlor die Elf aus dem Gehege 1:3. Es war ein hochverdienter Erfolg für die Gäste, die noch eine Vielzahl an Chancen vergaben. Die Gastgeber hielten kämpferisch gut dagegen, waren in der Offensive aber erneut zu harmlos.

Dabei begann die Partie für die von Interims-Trainer Marian Schuster betreuten Trusetaler nach Maß. Als Lesser den ersten Herpfer Angriff sicher abgefangen hatte, brachte er die Kugel hoch und weit in die Herpfer Hälfte. Dort ließen Zöller und Nier die Kugel aufkommen und der darauf spekulierende und durchgestartete Ullrich hatte plötzlich freie Bahn. Aus 14 Metern frei vor dem Tor hatte er keine Mühe, die Kugel zur frühen Trusetaler Führung einzuschieben. Diese Szene schockte die Gäste, die nur sehr schwer ins Spiel fanden. Sie leisteten sich viele ungenau Anspiele und wegen der daraus resultierenden Verunsicherung fehlte ihren Aktionen einfach das nötige Tempo. Die Gastgeber agierten weiter sehr aufmerksam und profitierten immer wieder von einfachen Fehlern der Herpfer. Ein Schuss von Kämmer (10.) und ein Kopfball von Grebenar (12.) sorgten für wenig Gefahr. Aber mit fortlaufender Spielzeit wurden die Gäste stärker. Zweimal rettete Trusetals Schlussmann Lesser mit tollen Paraden bei Kopfbällen von Rutschik (14.) und Kämmer (17.) die Führung. Es bedurfte einer Einzelleistung von Josip Grebenar, um auszugleichen. Sein Solo in der 17. Minute schloss er mit einem platzierten Schuss ab und es stand 1:1. Auch in der Folge ging es meist in eine Richtung. In der 21. Minute konnte Müller noch vor Kämmer klären, aber vier Minuten danach fiel das 1:2. Wieder war es Grebenar, der eine tolle Kombination über Kämmer und den rechts durchgebrochenen Hamm sehenswert vollendete. Bis zum Seitenwechsel vergaben die Gäste noch drei teils hochkarätige Chancen. In der 42. Minute hatten sie Glück. Möhring eilte aus dem Tor und wollte eine gefährliche Situation mit einem Befreiungsschlag entschärfen, schoss dabei aber Bischoff an. Die Kugel flog Richtung Herpfer Tor, verfehlte dieses aber um knapp einen halben Meter.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste sofort wieder da. Kämmer scheiterte an Lesser (48.), Grebenars Lupfer über Lesser holte Robin Kümpel noch von der Torlinie (50.) und der Schuss von Fuchs strich knapp am Pfosten vorbei (52.). Die Überlegenheit der Gäste war weiter drückend. Immer wieder rollten die zum Teil sehenswert vorgetragenen Angriffe in Richtung Kasten der Gehege-Elf. Trusetal konnte sich nur selten befreien, spielte seine Konter aber nicht beherzt genug aus. In der Abwehr hatte der SV mehrfach das Glück des Tüchtigen. So auch, als der fulminante 25-m-Schuss von Fuchs in der 57. Minute an die Lattenunterkante klatschte. Den nach unten springenden Ball sahen die Herpfer hinter der Linie, aber der Unparteiische Patrick Runknagel, der eine tadellose Partie bot, entschied auf Weiterspielen. Dass diese Partie längst hätte entschieden sein müssen, es aber weiter nur 1:2 stand, verlieh dem Duell bis in die Schlussphase viel Spannung. Denn in der Schussviertelstunde witterten die Gastgeber, das ob der mangelnden Chancenverwertung der Herpfer eventuell noch ein Punktgewinn für sie drin sein könnte. Diese Hoffnung wurde genährt, als erneut Grebenar aus guter Position bei einem Herpfer Konter vergab (76.), Lessers den Schuss von Fuchs parierte (77.) und Fuchs kurz darauf nur den Pfosten traf. In der Schlussphase bot sich den Gastgebern tatsächlich noch die Chance. Die Trusetaler hatten den Gegner fast ausgekontert, als der zurückgeeilte Hamm die Kugel gerade noch so dem durchstartenden Bischoff vom Fuß spitzeln konnte (86.). Im Gegenzug scheiterte Kämmer erneut am besten Trusetaler, Torhüter Lesser. Schließlich erlöste Lukas Fuchs seinen Farben, als er in der 88. Minute, schön von Josip Grebenar freigespielt, Lesser umkurven konnte und zum 1:3 einschob. Quelle: FW Meininger Tageblatt (ri)

Vorbericht 11. Spieltag

Zum 11. Spieltag der Landesklasse 3 bestreitet unsere 1. Mannschaft am Dienstag erneut ein Auswärtsspiel. Diesmal sind die Jungs beim SV Trusetal gefordert. Dort soll die anhaltende Auswärtsschwäche endlich enden.

RÜCKBLICK:

Eine heiß diskutierte Tor-Entscheidung hatte der SG Herpf/Helmershausen am vergangenen Spieltag in Borsch eine 0:1 (0:1)-Niederlage beschert. Am Ende durften die Gastgeber über ihr umstrittenes 1:0 jubeln. Es war schließlich der entscheidende Treffer, in einer Partie, die im Lexikon der Fußball-Phrasen unter dem Begriff „typisches 0:0-Spiel“ zu finden sein würde, weil beiden Seiten mit echten Torchancen geizten. In einer hochintensiven Begegnung begegneten sich beide Mannschaften über 90 Minuten mit viel Respekt und so spielte sich das Geschehen vorwiegend zwischen den Strafräumen ab. Die zweite Halbzeit gehörte mit Blick auf die Spielanteile klar den Platzherren und so war der Sieg am Ende auch nicht unverdient. Die Noack-Schützlinge schafften es an diesem Tag vor allem Offensiv nicht, die Marschroute umzusetzen und sich zwingende Torchancen herauszuspielen. Somit kehrte man am Ende auch aus Borsch mit leeren Händen zurück. Die Möglichkeit es besser zu machen, bietet sich nun mit der nächsten Aufgabe in Trusetal.

GEGNERCHECK:

Der Aufsteiger SV Trusetal wartet in der Landesklasse weiter auf den ersten Sieg. Die Freude und die Euphorie angesichts des Sprungs in die Landesklasse sind wie weggeblasen – nach 10 Niederlagen herrscht beim SV Trusetal nun große Ernüchterung. Mit dieser Negativbilanz bildet man das Schlusslicht in der Liga. Nach dem euphorischen Aufstieg, erlebten die Trusetaler wahrlich kein Saisonstart nach Maß. Nach 3 knappen Niederlagen fing man sich am 4. Spieltag mit dem 11:4 in Siebleben ein derbe Klatsche ein und konnte dem Negativstrudel bis heute nicht entkommen. Zudem beendete Heiko Stern früh in der Saison seine Ära beim SV Trusetal. Der Aufstiegstrainer erklärt beim Schlusslicht nach 5 sieglosen Partien überraschend seinen Rücktritt. Stern ging diesen Schritt, obwohl er den Rückhalt im Verein hatte. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Zuletzt verlor man auch das Kellerduell in Suhl recht deutlich mit 6:1 und kam somit erneut arg unter die Räder.

Vom Papier her, scheint es für einige eine klare Sache zu sein. Doch unsere Mannschaft tut gut daran, dass Schlusslicht nicht zu unterschätzen, sonst könnte das eine ganz ungemütliche Angelegenheit werden. Es ist zu erwarten, dass man auf einen aggressiven Gegner treffen wird, der mit aller Macht versuchen wird, da unten rauszukommen und vor eigenem Publikum, das erste Erfolgserlebnis zu feiern.

Ähnlich sieht das auch Trainer Mike Noack: „Wir wissen, dass wir in Trusetal nichts geschenkt bekommen. Das wird richtig schwer. In dieser Liga musst du dir jeden Punkt hart erarbeiten. Vor allem müssen wir uns bei eigenem Ballbesitz gegenüber den letzten Spielen wieder steigern.“

Sollte dies unserer Mannschaft gelingen, so stehen die Chancen am Dienstag gut, die Oberhand zu behalten und am Ende gemeinsam über den zweiten Auswärtssieg zu jubeln.

Personell muss unser Trainer ein wenig improvisieren, denn er muss auf die gelbgesperrten Christoph Esser, Andreas Müller und Mateo Safradin verzichten. Sebastian Hamm kehrt dafür in den Kader zurück.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Seid dabei und unterstützt unsere Mannschaft! Anstoß wird am Dienstag um 14 Uhr sein. Schiedsrichter der Partie ist Martin Mühlberg. Assistiert wird er an der Linie von Sascha Spinnler und Judith Köttig. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Knappe 0:1-Niederlage

Die SG Borsch/Geismar bleibt zu Hause in der Fußball-Landesklasse eine Macht. In einem Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe verdienten sich die Männer von Borschs-Trainer Andreas Herzberg den Sieg auf Grund ihrer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang.

Beide Mannschaften starteten mit viel Respekt voreinander in die Partie. Es war zu sehen, dass keine zuerst den vielleicht entscheidenden Fehler produzieren wollte. Folglich spielte sich das Geschehen, vom taktischen Geplänkel bestimmt, vorwiegend zwischen den Strafräumen ab. Die Borscher erspielten sich in Sachen Zweikampfgestaltung ein leichtes Plus, verstanden es aber nicht, dies in zwingende Torchancen umzumünzen. Beide Abwehrreihen agierten zudem sehr aufmerksam. Die erste Möglichkeit erspielten sich die Hausherren. Da waren bereits 42 Minuten vergangen. Marius Bittorf bediente mit einem schönen Seitenwechsel Lorenz Wiegand, der das Tor knapp verfehlte. Nur eine Minute später Verwirrung. Während die Borscher nach kurzem Überlegen jubelten, haderten die Herpfer mit der Entscheidung des Schiedsrichters. Marius Bittorf hatte seinen Freistoß von links außen aufs Tor gezirkelt. Herpf Torhüter schien den Ball pariert zu haben, doch sahen der Schiedsrichter und sein Assistent, dass er dabei mit dem Leder hinter der Linie war (1:0/43.). Auf der Gegenseite vergab Josip Grebenar noch guter Flanke von Oliver Nier überhastet.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Borscher das Heft des Handelns. Sie drückten mit ihren Offensivbemühungen die Gäste weit in ihre Hälfte. Die Elf von Herpfs Trainer Mike Noack ließ gewann nur noch selten einen Zweikampf und sich in der eigenen Hälfte einschnüren. Das einzige Manko der taktisch sehr diszipliniert spielenden Gastgeber war ihre Chancenverwertung. Sie kreuzten einige Male gefährlich vor dem Möhring Tor auf, doch der Herpfer Schlussmann musste kaum einmal sein Können unter Beweis stellen, weil die Schüsse vorbei rauschten. Nach einem Freistoß von Marius Bittorf auf den Kopf von Marius Schmitt, landete der Ball nur im Außennetz (88.). Fast langweilig indes wurde es für SG-Torhüter Stefan Schlegel, der sich auf seine Vorderleute verlassen konnte.

In der Schlussphase wurde die Partie hektischer. Die Herpfer versuchten, den Ausgleich zu erzielen, fanden aber kein probates Mittel, um die SG-Abwehr mit den stellungssicheren Stefan Kirchner und Tobias Becker in Verlegenheit zu bringen. Glück für den Herpfer Mateo Safradin, dass er für seinen Ellenbogenschlag gegen den Borscher Marius Schmitt nicht mit Rot bedacht wurde. Auch nach dem Abpfiff hatte er seine Nerven nicht im Griff.

Trainerstimmen:

„Darüber werden wir reden. Das kann ich so nicht im Raum stehen lasen“, meinte Mike Noack, der sich für das Verhalten seines Spielers entschuldigte. Er indes zeigte sich wie eh und je als fairer Sportsmann und gratulierte seinem einstigen Trainer Andreas Herzberg zum verdienten Sieg. „Die Borscher zeigten uns auf, was unserer Mannschaft noch fehlt, um ganz oben mitzuspielen. Ich kann mit der Vorstellung meiner Elf nicht zufrieden sein. Uns gelang es nicht, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben.

Aber auch Andreas Herzberg verteilte Lob an die Gäste. „Zwar gewann Herpf im Vorjahr gegen uns mit 3:0, doch die heutige Mannschaft ist spielerisch wesentlich besser. Sie haben sich gut entwickelt. In den ersten 20 Minuten fiel es uns schwer, uns auf deren Spiel einzustellen. Das Tor kann ich nicht bewerten, aber ich denke, wir haben uns auf Grund der zweiten Halbzeit den Sieg verdient.“

Quellenangabe: Südthüringer Zeitung

Vorbericht 10. Spieltag

Am Sonntag ist unsere SG Herpf/Helmershausen beim letztjährigen Ligaprimus SV Borsch 1925 auswärts gefordert. Unsere Mannschaft will nach dem verdienten Kirmeserfolg über Hildburghausen unbedingt nachlegen.

Rückblick:

Nach einer langen Durststrecke konnte sich unsere Mannschaft wieder einmal gegen den FSV Eintracht Hildburghausen durchsetzen. Unter dem Strich ein verdienter Erfolg, da unsere Mannen an diesem Tag mehr für den Sieg investierten als die Gäste. Natürlich waren die Spieler und Verantwortlichen überglücklich und feierten den Kirmessieg gebührend. Die makellose Heimbilanz (5 Spiele – 5 Siege – 17:0 Tore) unserer Mannschaft kann sich mit dem jüngsten 2:0-Erfolg absolut sehen lassen. Doch jetzt gilt es, nach vorne zu schauen und den Fokus auf das kommende Spiel gegen Borsch zu richten, denn das wird der nächste Prüfstein.

Gegnercheck:

Die Gastgeber haben in ihren bisher acht absolvierten Spielen lediglich eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Zwischenbilanz liest sich wie folgt: fünf Siege, zwei Remis und eine Niederlage. Nach acht gespielten Runden zieren 17 Punkte das Konto des SV Borsch 1925 und bescheren der Mannschaft einen hervorragenden fünften Platz, bei einem Spiel weniger. Auf den eigentlich logischen nächsten Schritt als Staffelsieger, den Aufstieg in die Verbandsliga, wurde vor der Saison bewusst verzichtet. Nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen haben die Verantwortlichen und das Trainerteam beschlossen, dass ein Aufstieg zu früh käme. Stattdessen hat man sich das große Ziel gesetzt, weiter junge Spieler zu integrieren und ihnen sukzessive mehr Spielpraxis zu ermöglichen, denn der Großteil der Borscher Mannschaft bewegt sich vom Alter her knapp über der 30er Grenze. Prunkstück von Borsch ist aktuell die Defensivabteilung, die im bisherigen Saisonverlauf erst sechs Gegentreffer kassierte – Liga-Bestwert. Dagegen hapert es mit dem Toreschießen im Ligaalltag ein wenig: In den ersten acht Partien erzielten die Herzberg-Schützlinge erst 13 Treffer – der drittschlechteste Wert der Liga. „Wir sind in der Defensive sehr stabil, doch in der Offensive fehlt uns aktuell die letzte Durchschlagskraft“, so Kapitän Martin Gimpel vor der Partie. Der Traum vom großen Pokalcoup lebt im Ulstertal diese Saison mehr denn je. Die Mannschaft steht nach dem Sieg über Stadtroda (3:2) verdientermaßen im Viertelfinale des Thüringer Landespokals und trifft dort auf den Verbandsligisten FSV 06 Ohratal.

Unsere Mannschaft wird am Sonntag einen neuerlichen Anlauf unternehmen, die Auswärtsschwäche ad acta zu legen. In vier Begegnungen haben Esser und Co. lediglich die Partie in Steinach siegreich gestalten können. Alle anderen Spiele gingen verloren. „Wir fahren da mit breiter Brust hin, auch wenn wir wissen, dass der Gegner über die mit Abstand größte individuelle Klasse verfügt – wir haben letzte Saison bewiesen, dass wir Borsch schlagen können“, zeigt sich Kapitän Oliver Nier optimistisch für Sonntag.

Auch Trainer Mike Noack sieht das ähnlich: „Natürlich möchten wir in Borsch unbedingt punkten, hierzu müssen wir allerdings in jeder Phase der Partie mit viel Leidenschaft und hoher Konzentration auftreten. Der SVB verfügt über eine homogene und eingespielte Mannschaft, der wir mit Kompaktheit und Disziplin begegnen und so wenig Chancen wie möglich zulassen wollen. Gleichzeitig wird es aber auch darum gehen, selbst mutig nach vorne zu spielen, sich eigene Möglichkeiten zu erarbeiten und dann erfolgreich zu sein.“

Personell fehlen wird definitiv Sebastian Hamm (Urlaub). Hinter dem Einsatz von Christian Fickel steht noch ein großes Fragezeichen. Zurückkehren werden die Offensivkräfte Josip Grebenar und Lukas Fuchs.

Freuen wir uns auf einen spannenden Fußball-Nachmittag. Seid dabei und unterstützt unsere Mannschaft! Gespielt wird am Sportpark An der Ulster zu Geisa. Anstoß wird am Sonntag um 15 Uhr sein. Schiedsrichter der Partie ist Paul Hecklau. Assistiert wird er an der Linie von Tim Annemüller und Thomas Hummel. Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel im Live-Ticker unserer Smartphone-App verfolgen.

Heimerfolg zur Kirmes

Das teils zähe Ringen um den Erfolg endet mit dem verdienten Sieg für die Hausherren, der von der Kirmesgesellschaft gebührend gefeiert wurde. Hildburghausen war der erwartet unbequeme Kontrahent, dem allerdings letztlich zu wenig einfiel, um die Herpfer Deckung entscheidend auszuhebeln.

Die Trainerstimmen:

Der Herpfer Trainer Mike Noack analysierte: „Insgesamt bin ich nicht unzufrieden mit dem Spiel, obwohl wir es besser können. Gerade nach der Führung hätten wir souveräner auftreten müssen, auch wenn uns mit den Verletzten Grebenar (Fuß) und Fuchs (Nerv eingeklemmt) zwei wichtige Leute gefehlt haben.“

Sein Pendant Mario Lochmann: „Mir war von vorneherein klar, wenn einer Seite ein Treffer gelingt, wird es für die andere sehr schwer.“

Sicherheit zuerst

Nach acht Gegentoren in den letzten beiden Spielen legten die Hausherren zuerst einmal großen Wert auf eine stabile Defensive. Eintracht nutzte dies in der Anfangsphase und kam durch William Simon und Florian Gottwalt vor allem über die rechte Seite mehrfach vor das Gehäuse von Steffen Möhring, der sich allerdings keine Blöße gab und zu einem Fels in der Brandung wurde. Gottwald hatte die große Chance zur Führung, doch seine Volleyabnahme aus fünf Meter ging stramm über die Querlatte. Trainer Noack erkannte die Gefahr, justierte seine Formation nach und so hatte der HSV den Rest von Hälfte eins Ruhe im Strafraum. Die Partie spielte sich in dieser Phase zumeist im Mittelfeld ab und war beiderseits von vielen schnellen Ballverlusten geprägt. Dennoch hätte Mateo Safradin seine Farben in Führung bringen können, doch er scheiterte aus Nahdistanz an Julius Geyling. Florian Hofmann wurde ein möglicher Treffer durch den Linienrichter gestohlen, der Abseits winkte, als der Herpfer Stürmer allein auf den Keeper zulief. Eine klare Fehlentscheidung. Nicht die einzige. So ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Wechsel suchte Herpf weiter die Entscheidung. Die Gäste blieben verhalten. Den Gastgebern fehlte an diesem Nachmittag allerdings die spielerische Lockerheit. So dauerte es gut eine Stunde bis Andreas Müller für den ersten Jubelschrei im Waldstadion sorgte. Safradin hatte die Abwehr über links aufgerissen und auf Stefan Kämmer gelegt, der im Abschluss noch scheiterte. Müllers leicht abgefälschter Nachschuss fand mit der Hilfe des Innenpfostens dann den Weg ins Netz (62.). In der Folge wurden die Gäste offensiver und es boten sich mehr Räume für die Herpfer. Die Bemühungen der Eintracht waren zumeist von langen Bällen und hohen Eingaben geprägt. Bis auf zwei Ausnahmen (jeweils Gottwalt) verfügte die HSV-Abwehr mit Veit Zöller, Oliver Nier und Marius Böhm aber über die Lufthoheit im Strafraum. Was dennoch durchkam fischte der überragende Möhring reaktionsschnell weg. Doch die Unruhe unter den 120 Zuschauern wuchs. Der Käse war noch nicht gegessen.

Noack: „In den letzten zwanzig Minuten waren wir zu passiv. Wir hätten den Ball besser festmachen und ihn mehr zirkulieren lassen müssen. Wie schon gegen Ende der ersten Hälfte standen unsere beiden Sechser zu tief vor der eigenen Kette. Damit ergaben sich Räume für die Eintracht, der allerdings die zündenden Ideen fehlten.“

Nachdem Christoph Esser und der eingewechselte Christian Fickel zwei Riesenmöglichkeiten ausgelassen hatten, war es schließlich Sebastian Hamm vorbehalten das Buch nach einem sehenswerten Konter zuzuklappen. Herpf fing den Ball am eigenem Strafraum durch Hamm und Müller ab. Sofort kam der steile Pass auf Fickel, der am rechten Flügel auf und davon zog. Seine Eingabe verwertete der durchgestartete Hamm zum entscheidenden Treffer (88.).

Fazit:

Mike Noack: „Unterm Strich fiel unseren Gästen zu wenig ein. Der Erfolg geht in Ordnung. Mich freut vor allem, dass wir so aufmerksam verteidigt haben. Was die Ballkontrolle angeht, können wir das besser.“ Sonderlob gab es an diesem Nachmittag für den jungen Jonas Rutschik, dem auf der linken Seite kein Weg zu weit war und der auch keinen Zweikampf scheute. Quelle: Meininger-Tageblatt (rp)