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Statement zum Aufstiegsverzicht

Bis zum 31. März musste jede Mannschaft beim Thüringer Fußball-Verband die Bereitschaft oder den Verzicht zu einem möglichen Aufstieg abgeben.

Die SG Herpf/Helmershausen verzichtet in dieser Saison auf einen möglichen Aufstieg in die Thüringenliga.

Die Gründe dafür liegen aktuell auf der Hand. Zum einen ist der Verein und das Umfeld noch nicht bereit für das Abenteuer Thüringenliga. Des Weiteren ist die Thüringenliga in ihrer jetzigen Struktur nicht so rentabel und bedeutet eine enorme Mehrbelastung. Nicht nur finanziell, sondern auch aus sportlicher Sicht.

„Der qualitative Unterschied zwischen Landesklasse und Landesliga kommt noch hinzu, das darf man alles nicht unterschätzen. Siehe aktuell am Beispiel Ohratal“, lässt der Vorsitzende Daniel Blümke durchblicken. „Wir tun gut daran, wenn wir weiter ambitioniert arbeiten, uns in der Spitzengruppe der Landesklasse etablieren und uns im Verein und Umfeld weiterentwickeln. Wir haben noch einige Hausaufgaben zu erledigen“, so Blümke.

Getreu dem Motto: Neues muss entstehen, Bestehendes sicht- und spürbar besser werden.

Den Verantwortlichen, Trainer und Mannschaft ist diese Entscheidung selbstverständlich nicht leicht gefallen. Gerade im Hinblick darauf, dass es sportlich eine überragende Saison bisher war und sich auch eine Möglichkeit weiter nach Oben ergibt. Dennoch gibt es Ziele für die aktuelle Spielzeit mit dem evtl. Gewinn der Meisterschaft, worauf sich Trainer Mike Noack mit seinen Mannen in den kommenden Wochen konzentrieren wird.

Noch hätte der Verein bis Saisonende Zeit, seine Entscheidung zu revidieren, doch aktuell geht man davon aus, dass man auch in der kommenden Saison Bestandteil der Landesklasse sein wird. Man betone aber, dass man den Aufstieg langfristig im Blick behalten wird. „Unsere Ziele sind intern bekannt. Jetzt gilt es die Strukturen zu schaffen, um diese langfristig und nachhaltig zu erreichen“, lässt Daniel Blümke abschließend verlauten.

Eine vermeidbare Niederlage

Die ersatzgeschwächt beim FSV Viernau auflaufenden Landesklassen-Fußballer der SG Herpf/Helmershausen kassieren dort eine knappe 0:1-Niederlage. Nach dem überraschenden 2:0-Erfolg gegen Borsch/Geismar gewann der FSV 04 Viernau auch das zweite Spitzenspiel der Fußball-Landesklasse gegen die SG Herpf/Helmershausen. Schütze des goldenen Tores war Enrico Hoffman nach einer Ecke von Kamil Mikula.

Die Ergebnis-Statistik vor dem Spiel sprach für den Gast. Zuletzt, hier an gleicher Stelle auf dem Hartplatz, hatte Herpf glatt 3:0 gewonnen. In Herpf kamen die wieder erstarkten Gastgeber gar mit 0:6 Toren unter die Räder. Trotz des überraschenden 2:0-Erfolges gegen die starke Mannschaft von Trainer Andreas Herzberg aus Borsch und Geismar gingen die Spieler um Kapitän Karsten Schmidt aus Viernau auch diesmal nicht als Favorit in dieses zweite Spitzenspiel der Fußball-Landesklasse. „Natürlich wollen wir aber die Hinrundenpleite vergessen machen,“ sagte Viernaus Coach Bernd Eckert vor dem Spiel.

Über weite Strecken war es dann ein Duell auf Augenhöhe und hatte auch am Ende keinen Sieger verdient. Eine umstrittene Ecke war dann Ausgangspunkt für das Tor des Tages. Kamil Rafal Mikula passte dabei den Ball scharf in den Rückraum auf Routinier Enrico Hoffmann, der das Leder volley, unerreichbar für Schlussmann Steffen Möhring, unter der Latte hämmerte. Zu diesem Zeitpunkt waren 55 Minuten gespielt – also auch noch genug Zeit für die Gäste, den Ausgleich zu erzielen. Aber den Akteuren von Trainer Mike Noack fiel auch nach dem Rückstand nichts Erfolgversprechendes ein, um die tief und dicht gestaffelte Abwehr der Gastgeber vor unlösbare Probleme zu stellen. Bei der besten Chance (67.) scheiterte Christian Fickel an Alexander Weisheit im Tor des FSV. Zu oft wurde der Ball von den Gästen hoch und unkontrolliert nach vorn gespielt. Bei dem böigen Wind ein Unterfangen, welches lediglich dem Zufall Tür und Tor öffnete. „Bei den Bodenverhältnissen kannst du den Ball nicht kontrolliert flach halten“, relativierte der Herpfer Abwehrchef Marius Böhm dann die Spielweise seiner Mannschaft. „Schon wenn du den Ball versuchst anzunehmen, verspringt er.“ Diesbezüglich Glück hatte der FSV 04 gleich zu Beginn (2.) als Oliver Nier das Leder vor dem Abschluss noch einmal versprang und der Herpfer den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig traf und somit Marcel Funk noch Zeit für die Gastgeber fand, den Ball vor der Linie wegzuschlagen.

Einen Schönheitspreis verdiente sich dieses Spitzenspiel zwischen dem Tabellendritten und -vierten wahrlich nicht. Viel Hektik, vor allem in der Schlussphase, war charakteristisch für diese Begegnung. Schiedsrichter Florian Butterich aus Straufhain hatte es nicht leicht und ließ nach den vielen Unterbrechungen fast sieben Minuten nachspielen. Auch diesen Vorteil konnte der Gast nicht nutzen. Am Ende stand unter dem Strich ein glücklicher 1:0-Erfolg des FSV 04 Viernau, bei dem mit Martin Hofmann (5. Gelbe Karte), Andre Strucka und Nico Hannes drei wichtige Spieler fehlten. Bei Herpf waren mit Grebenar, Safradin, Domazet, Akrapovic und Müller sogar fünf Akteure nicht dabei, was sich in der Spielweise deutlich bemerkbar machte.

Die Stimmen zum Spiel:

Herpfs Trainer Mike Noack wollte das aber nicht als Ausrede gelten lassen. „Das Spiel haben wir selbst verloren. Richtig ist, Viernau hatte aus meiner Sicht nur eine echte Torchance und hat das Tor nach einer Ecke, die aus unserer Sicht keine war, gemacht. Deshalb ist die Niederlage so bitter. Andererseits waren wir nicht in der Lage, uns klare Torchancen zu erarbeiten.“

FSV-Trainer Bernd Eckert lobte seine Mannschaft für die erneut starke Leistung. „Ich bin stolz auf die Jungs. Nach nur zwei Tagen Pause noch einmal eine derartig gute Leistung abzurufen, das ist einfach toll. Sicher es war ein glücklicher Sieg, aber wer spricht später noch davon“, so Eckert nach der Partie. Quelle: STZ

Den Sieg knapp verpasst

Beide Mannschaften mussten zum Spitzenspiel auf einige Stammkräfte verzichten. Wir traten sogar ohne Wechselspieler an. Herpf kam gut ins Spiel. Nach einem Zuckerpass stand Rutschik völlig frei vor dem Keeper, verzog aber knapp. Aber der Gegenseite hatten wir Glück beim einem Lattenknaller. Herpf übernahm jetzt wieder die Kontrolle und spielte sich immer wieder gekonnt durch die Reihen. Bei einer super Flanke klärte der Verteidiger mit der Hand. Hack verwandelte den Elfmeter gekonnte unten links zur Führung. Von Jüchsen kam im Anschluss sehr wenig. Herpf drückte weiter. Bei einer misslungen Abwehraktion des Torwart, landete der Ball bei Dürr. Dieser legte mit der Brust auf Dreißigacker ab, welcher per Fernschuss direkt ins Tor zum 0:2 für Herpf traf. Klasse Treffer!
Kurz vor der Halbzeit hatte Rutschik sogar noch das 0:3 auf dem Fuß, verzog aber knapp. Bei einer Ecke stand Eppler völlig frei und knallte direkt auf den Torwart, per Reflex lenkte er diesen ums Tor.

Nach dem Wechsel verflachte das Spiel. Mit zunehmender Spieldauer drückte nun Jüchsen auf den Anschlusstreffer. Bei einem Fehlabspiel brachte der Angreifer es fertig, dass leere Tor zu verfehlen. Bei einem Knaller von Dürr parierte der Torhüter sehenswert. Jüchsen nun mit mehr Wille. Bei dem einzig guten Angriff, gab es Stafstoß für Jüchsen. Hildebrandt und sein Gegner verhackten sich und beide fielen hin. Köhler entschied sofort auf Strafstoß. Jüchsen nahm das Geschenk an und verkürzte auf 1:2. In der Folge verpasste abermals Rutschik nach toller Vorarbeit von Hack das 1:3 zu erzielen. So kam es wie es kommen musste. Herpf spielte hinten rum, verlor den Ball und die Gastgeber aus Jüchsen spielten sich geschickt durch und traf zum schmeichelhaften 2:2-Endstand. Dieter Köhler mit einer insgesamt guten Leistung als Schiedsrichter.

Fazit: Nach einer überragenden ersten Halbzeit verpasste man es mehrmals die Führung auszubauen. Ohne Wechsler ließen die Kräfte mit zunehmender Spieldauer nach und Jüchsen kam zum schmeichelhaften Punktgewinn. So leicht war es selten in Jüchsen 3 mögliche Punkte mitzunehmen. Meiningen grüßt nun punktgleich mit Jüchsen als Tabellenführer.