Mike Noack im Interview

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Cheftrainer Mike Noack zieht im Interview ein Fazit der Hinrunde. Er spricht mit uns über die erste Hälfte der Saison, die Zielsetzung für das neue Jahr und über die Entwicklung der Mannschaft.

1.) Die Mannschaft steht nach Abschluss der Hinrunde mit hervorragenden 28 Punkten im oberen Tabellendrittel. Hättest du zu Beginn der Saison gedacht dieses „Zwischenergebnis“ zu erreichen? Wie fällt dein sportliches Fazit für 2017 aus?

28 Punkte sind in der Tat ein tolles Ergebnis, an das vor der Saison sicher kaum jemand gedacht hat. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Immerhin haben uns im Sommer 5 Spieler verlassen, 4 davon zählten zum absoluten Stamm. Da gab es viele Unkenrufen, die uns eine ganz schwere Zukunft vorausgesagt haben. Schön, dass die Mannschaft diese eindrucksvoll widerlegt hat. Und es ist auch richtig, in der Rückschau das ganze Jahr zu betrachten. In der Rückrunde der letzten Saison konnten wir bereits beachtliche Fortschritte feststellen, die nach der völlig verkorksten Hinrunde uns noch den angestrebten einstelligen Tabellenplatz brachte. Bereits hier war erkennbar, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

2.) Wo liegen die Gründe für den Aufschwung? Mit dem Entwicklungsprozess kann man allgemein sehr zufrieden sein. Gibt es einen Spieler oder eine generelle Entwicklung, den/die Du gezielt loben würdest?

Es gibt aus meiner Sicht mehrere Gründe. Zum einen haben wir ein System gefunden, indem jeder einzelne seine Stärken einbringen kann und die Mannschaft es sowohl defensiv als auch offensiv immer besser umsetzt. Ich habe viel probiert, stets im Austausch mit der Mannschaft und der gesamten sportlichen Leitung. Nach mehrfachen Korrekturen sitzt aber jetzt der Anzug. Besonders die Balance, offensiv durchschlagskräftig zu sein, ohne die Defensive zu vernachlässigen, wird immer besser gefunden. Letztes Jahr hatten wir nach der Hinrunde mit 18 Toren gerade mal 13 Punkte eingesammelt, jetzt sind es bei nur 14 Spielen 34 Treffer, die für 28 Punkte reichten. In diesem Zeitraum stehen aber auch 27 Gegentreffern nach der Hinrunde nun nur 16 Gegentreffer entgegen. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer tollen Entwicklung eigentlich fast jeden Spielers.

Da bin ich beim nächsten Punkt, dem Training. Hier muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir haben eine tolle Trainingsbeteiligung, es sind immer 12-18 Mann beim Training. Da sind auch immer die Spieler der 2. Mannschaft herzlich willkommen. Alle ziehen ordentlich mit, trotz aller Belastung sind alle mit Freude und Lust, aber auch Konzentration und Engagement dabei. Als nächstes möchte ich unbedingt das Umfeld erwähnen. Mit dem neuen Präsidenten Daniel Blümke kam neuer Schwung in den Verein. Angela Nier als gute Seele leistet hinter den Kulissen eine unglaublich tolle Arbeit, umsorgt die Mannschaft bei jedem Training und Spiel ganz liebevoll und hält darüber hinaus mit unserem Präsidenten die Verbindung zu Sponsoren. Und nicht zuletzt engagieren sich mit Stefan Hartmann vom Ladenbau Hartmann in Helmershausen, der Firma Weisskopf aus Dreißigacker und weitere starke Partner ganz toll und schaffen auch im Umfeld tolle Bedingungen. Ganz wichtig sind für den sportlichen Aufschwung natürlich auch unsere beiden Neuzugänge Grebenar und Safradin, die in unser Spiel viel Qualität einbringen. Oft wird aber der Aufschwung nur auf die beiden reduziert, das würde der Entwicklung der ganzen Mannschaft aber nicht gerecht werden.

3.) Wo lagen die positiven und negativen Knackpunkte in der abgelaufenen Hinrunde?

Ganz wichtig ist natürlich ein guter Start in die Saison. Nach einer wirklich guten Vorbereitung, die schon eine positive Prognose für den Saisonverlauf zuließ, war das 6:0 gegen Viernau ein Auftakt nach Maß. Nach 3 Siegen kam dann das Derby in Meiningen, das für uns mit einer herben Enttäuschung endete. Hier war zu sehen, dass wir einfach noch nicht weit genug waren, das Spiel kam für uns einfach zu früh. Danach wechselten Erfolge zu Hause mit teils ärgerlichen Niederlagen in der Fremde. Sehr geärgert habe ich mich über das 2:3 beim guten Aufsteiger in Sonneberg, wo wir nach bärenstarker 1. Halbzeit das Spiel quasi noch herschenkten und der völlig desolate Auftritt in Kaltennordheim. Hier dachte ich eigentlich, dass uns so ein unterirdischer Auftritt nicht mehr passiert. Die Niederlage in Borsch ist kein Beinbruch, hätte aber auch nicht sein müssen. Phänomenal natürlich die makellose Heimbilanz, die sucht sicher ihresgleichen.

4.) Wie sieht der Winterfahrplan aus, Trainer? Was ist konkret vorgesehen?

Wir haben ein anspruchsvolles Programm gestrickt. Da bedanke ich mich einerseits bei unserem Sponsor Stephan Hartmann, der uns ein Trainingslager Ende Januar im Stuttgarter Neckarpark ermöglicht und auch bei unserem Präsidenten Daniel Blümke, der die Testspiele organisierte. Wir werden weiter konzentriert daran arbeiten, unser zielstrebiges Spiel in die Spitze mit erfolgreichem Abschluss zu verfeinern. Ich möchte auch in der Rückrunde unsere Youngster wie Jonas Rutschik und Felix Greiner verstärkt mit einbauen und ihnen die Chance geben, an der Entwicklung teilzuhaben.

5.) Was nehmt Ihr Euch für die Rückrunde vor? Wo siehst du noch Verbesserungspotenzial?

Ich möchte mit der Mannschaft daran arbeiten, noch zielstrebiger und effektiver in der Offensive zu werden. Außerdem ist das Thema Kontinuität ein großes Thema. Leistungen wie in den Heimspielen müssen zur Selbstverständlichkeit werden, müssen in jedem Spiel abgerufen werden können bzw. müssen. Ich habe auch vor, an weiteren Verbesserungen im Umschaltspiel zu arbeiten, eigentlich in beide Richtungen.

6.) Was für ein Fazit würdest Du Dir nach der Saison wünschen/gerne in der Zeitung lesen?

Nach der Saison würde ich gern lesen, dass die Mannschaft ihre positive Entwicklung kontinuierlich bestätigen konnte und für einen ansehnlichen und erfolgreichen Fußball steht. Letztes Jahr habe ich der Mannschaft die Frage gestellt, ob wir angesichts der Abstiegsgefahr wieder zurück zum reinen Konterfußball wollen, für den Herpf eigentlich viele Jahre stand. Da kam ein klares Nein, wir wollen selber bei Ballbesitz kreativ sein, unser Spiel nicht auf Zerstören anlegen. Das hat mich sehr gefreut. Und so, wie die Mannschaft arbeitet, auftritt, das Umfeld mitwächst und die Entwicklung wirklich auch für mich greifbar ist, macht es unendlich viel Spaß. Also könnte ja zum Schluss auch in der Zeitung stehen, dass auch im nächsten Jahr der Trainer an der Seitenlinie Mike Noack heißt.

Vielen Dank Mike für dieses ausführliche Interview!
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