Remis im Spitzenspiel

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Josip Grebenar war am Samstag der Spielverderber aus der Rhön. Der Neueinkauf auf Seiten der SG Herpf/Helmershausen vermasselte durch sein Tor zum 2:2 in der Schlussminute Gastgeber 1. FC Sonneberg 2004 den Heimauftritt.

Dass der mit zehn Treffern in der Torschützenliste weit oben stehende Herpfer Neuzugang Josip Grebenar nicht zu unterschätzen ist, wussten die Sonneberger auch schon vor der Partie am Samstag im heimischen Stadion-Kessel. Sie passten auch auf den Kroaten ganz passabel auf, nur eben in der Schlussminute nicht. „Da haben wir ihn außer Acht gelassen. Dann hat er uns bestraft“, bringt es Ronny Röhr, Trainer der Sonneberger auf den Punkt.

Nach einem Freistoß war ein Kopfball in den Sonneberger Strafraum „abgetropft“; kein Einheimischer hatte sich für den Herpfer Torschützen, der aus zehn Metern unhaltbar abzog, zuständig gefühlt und schon lag der Ball im Kasten von Lukas Heß. Mike Noack, Trainer bei den Gästen, soll anschließend mit seinem „Jaaaaa“ – einem wahrlich gewaltigen Jubelschrei – die bis dahin eher meckernden FC-Fans in puncto Lautstärke zumindest um Welten übertroffen haben. Nur kurz war Noacks Echo in der Spielzeugstadt verstummt, da hatte André Gottschalk noch vor dem Schlusspfiff zum vermeintlichen 3:2 für Sonneberg eingelocht. Doch Schiedsrichter Marvin Jonczyk erkannte den Treffer ab – Gottschalk soll kurz zuvor „geschoben“ haben.

„Das passte diesmal ganz symbolisch zu unserem Spiel“, bewertete Röhr dieses Unglück seiner Elf in einer Partie, die schon vor dem Anpfiff nichts Gutes erahnen ließ. Von „neun Mann“ und „etlichen Verletzten, Urlaubern, Arbeitern und Angeschlagenen“ sprach da der FC-Coach, der seiner Elf nach der unglücklichen Niederlage in Borsch keinen Vorwurf machen konnte. „Diesmal aber schon“, ergänzte der Trainer, dessen Elf aber zunächst ganz gut begann. Mehr und mehr jedoch übernahmen die technisch beschlagenen Gäste das Kommando. Marius Böhm und Veit Zöller ließen so gut wie keine Sonneberger Torchance zu. Grebenar agierte mehr oder weniger als hängende Spitze, war nie so richtig abzumelden, kam aber auch nie so richtig zum Zuge. Die echten Torchancen blieben also rar. Warum? „Die Herpfer machten zwar in der ersten Halbzeit das Spiel und wir rannten meist nur hinterher, doch irgendwie haben wir immer wieder im letzten Moment ein Bein oder einen Fuß dazwischen bekommen“, fasst Röhr das Geschehen der ersten Hälfte zusammen.

Kapitän Hannes Schreck schien die Sonneberger zunächst frühzeitig mit dem 1:0 (8.) auf die Siegerstraße geführt zu haben, nachdem zuvor Gottschalk den Ball clever quer gelegt hatte. Doch wirkte genau dieses frühe Tor wie Gift für das Spiel des Gastgebers. „Ich werde den Eindruck nicht los, sie wollen jetzt schon das Ergebnis verwalten“, schimpfte Röhr an der Außenlinie. Die Quittung dafür unterschrieb Oliver Nier schon nach 22 Minuten, als er für die Gäste aus der Rhön einen Freistoß sehenswert zum 1:1 in den Winkel setzte.

„Nach einer guten ersten Viertelstunde und einer dann katastrophalen ersten Halbzeit können wir uns eigentlich nur noch steigern, ja wir müssen uns steigern“, blickte Röhr vor dem Seitentausch zurück. In der Tat war danach das Spiel der Sonneberger gegen nach wie vor taktisch disziplinierte Herpfer besser und auch von Tim Ehle mit dem Tor zum 2:1 (63.) belohnt worden. Noacks Mannen blieben aber trotz des Rückstandes ruhig. Erst in den Schlussviertelstunde stellte der Trainerfuchs seine gewohnte Formation in der Defensive um und belebte damit noch mehr seinen Sturm. Der Lohn ließ zwar lange auf sich warten, aber er wurde ausgezahlt – zu einem für die Sonneberger denkbar schlechten Zeitpunkt.

„Wir haben zwar in der zweiten Halbzeit die Kurve gekriegt, aber von 100 Prozent Leistung konnte ich auch hier nicht sprechen. Ich muss fast der gesamten Mannschaft heute den Vorwurf machen, sich viel zu wenig bewegt zu haben – ob mit oder ohne Ball. Die Laufbereitschaft stimmte in fast keinem Mannschaftsteil“, analysierte Röhr weiter und meinte noch: „Uns fehlt anscheinend der Wille. Jener Wille, weiter ganz oben mitspielen zu wollen.“ Den Punktgewinn der Gäste bezeichnete er übrigens als hochverdient. Auch, „weil wir nach dem 2:1 nicht in der Lage waren, ein weiteres Tor nachzulegen.“

Mike Noack schaute da mehr auf das Spiel seiner Männer zurück: „Wir haben in Sonneberg immer knapp verloren, und es schien so, dass wir durch einen blöden Fehler wieder knapp verlieren. Wir haben einen verdienten Punkt bejubelt, mehr nicht“, analysierte am Sonntag nach dem Spiel der Metzelser. Quelle: Lokalsport FW Tageblatt

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