Knappe 0:1-Niederlage

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Die SG Borsch/Geismar bleibt zu Hause in der Fußball-Landesklasse eine Macht. In einem Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe verdienten sich die Männer von Borschs-Trainer Andreas Herzberg den Sieg auf Grund ihrer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang.

Beide Mannschaften starteten mit viel Respekt voreinander in die Partie. Es war zu sehen, dass keine zuerst den vielleicht entscheidenden Fehler produzieren wollte. Folglich spielte sich das Geschehen, vom taktischen Geplänkel bestimmt, vorwiegend zwischen den Strafräumen ab. Die Borscher erspielten sich in Sachen Zweikampfgestaltung ein leichtes Plus, verstanden es aber nicht, dies in zwingende Torchancen umzumünzen. Beide Abwehrreihen agierten zudem sehr aufmerksam. Die erste Möglichkeit erspielten sich die Hausherren. Da waren bereits 42 Minuten vergangen. Marius Bittorf bediente mit einem schönen Seitenwechsel Lorenz Wiegand, der das Tor knapp verfehlte. Nur eine Minute später Verwirrung. Während die Borscher nach kurzem Überlegen jubelten, haderten die Herpfer mit der Entscheidung des Schiedsrichters. Marius Bittorf hatte seinen Freistoß von links außen aufs Tor gezirkelt. Herpf Torhüter schien den Ball pariert zu haben, doch sahen der Schiedsrichter und sein Assistent, dass er dabei mit dem Leder hinter der Linie war (1:0/43.). Auf der Gegenseite vergab Josip Grebenar noch guter Flanke von Oliver Nier überhastet.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Borscher das Heft des Handelns. Sie drückten mit ihren Offensivbemühungen die Gäste weit in ihre Hälfte. Die Elf von Herpfs Trainer Mike Noack ließ gewann nur noch selten einen Zweikampf und sich in der eigenen Hälfte einschnüren. Das einzige Manko der taktisch sehr diszipliniert spielenden Gastgeber war ihre Chancenverwertung. Sie kreuzten einige Male gefährlich vor dem Möhring Tor auf, doch der Herpfer Schlussmann musste kaum einmal sein Können unter Beweis stellen, weil die Schüsse vorbei rauschten. Nach einem Freistoß von Marius Bittorf auf den Kopf von Marius Schmitt, landete der Ball nur im Außennetz (88.). Fast langweilig indes wurde es für SG-Torhüter Stefan Schlegel, der sich auf seine Vorderleute verlassen konnte.

In der Schlussphase wurde die Partie hektischer. Die Herpfer versuchten, den Ausgleich zu erzielen, fanden aber kein probates Mittel, um die SG-Abwehr mit den stellungssicheren Stefan Kirchner und Tobias Becker in Verlegenheit zu bringen. Glück für den Herpfer Mateo Safradin, dass er für seinen Ellenbogenschlag gegen den Borscher Marius Schmitt nicht mit Rot bedacht wurde. Auch nach dem Abpfiff hatte er seine Nerven nicht im Griff.

Trainerstimmen:

„Darüber werden wir reden. Das kann ich so nicht im Raum stehen lasen“, meinte Mike Noack, der sich für das Verhalten seines Spielers entschuldigte. Er indes zeigte sich wie eh und je als fairer Sportsmann und gratulierte seinem einstigen Trainer Andreas Herzberg zum verdienten Sieg. „Die Borscher zeigten uns auf, was unserer Mannschaft noch fehlt, um ganz oben mitzuspielen. Ich kann mit der Vorstellung meiner Elf nicht zufrieden sein. Uns gelang es nicht, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben.

Aber auch Andreas Herzberg verteilte Lob an die Gäste. „Zwar gewann Herpf im Vorjahr gegen uns mit 3:0, doch die heutige Mannschaft ist spielerisch wesentlich besser. Sie haben sich gut entwickelt. In den ersten 20 Minuten fiel es uns schwer, uns auf deren Spiel einzustellen. Das Tor kann ich nicht bewerten, aber ich denke, wir haben uns auf Grund der zweiten Halbzeit den Sieg verdient.“

Quellenangabe: Südthüringer Zeitung

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