Heimerfolg zur Kirmes

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Das teils zähe Ringen um den Erfolg endet mit dem verdienten Sieg für die Hausherren, der von der Kirmesgesellschaft gebührend gefeiert wurde. Hildburghausen war der erwartet unbequeme Kontrahent, dem allerdings letztlich zu wenig einfiel, um die Herpfer Deckung entscheidend auszuhebeln.

Die Trainerstimmen:

Der Herpfer Trainer Mike Noack analysierte: „Insgesamt bin ich nicht unzufrieden mit dem Spiel, obwohl wir es besser können. Gerade nach der Führung hätten wir souveräner auftreten müssen, auch wenn uns mit den Verletzten Grebenar (Fuß) und Fuchs (Nerv eingeklemmt) zwei wichtige Leute gefehlt haben.“

Sein Pendant Mario Lochmann: „Mir war von vorneherein klar, wenn einer Seite ein Treffer gelingt, wird es für die andere sehr schwer.“

Sicherheit zuerst

Nach acht Gegentoren in den letzten beiden Spielen legten die Hausherren zuerst einmal großen Wert auf eine stabile Defensive. Eintracht nutzte dies in der Anfangsphase und kam durch William Simon und Florian Gottwalt vor allem über die rechte Seite mehrfach vor das Gehäuse von Steffen Möhring, der sich allerdings keine Blöße gab und zu einem Fels in der Brandung wurde. Gottwald hatte die große Chance zur Führung, doch seine Volleyabnahme aus fünf Meter ging stramm über die Querlatte. Trainer Noack erkannte die Gefahr, justierte seine Formation nach und so hatte der HSV den Rest von Hälfte eins Ruhe im Strafraum. Die Partie spielte sich in dieser Phase zumeist im Mittelfeld ab und war beiderseits von vielen schnellen Ballverlusten geprägt. Dennoch hätte Mateo Safradin seine Farben in Führung bringen können, doch er scheiterte aus Nahdistanz an Julius Geyling. Florian Hofmann wurde ein möglicher Treffer durch den Linienrichter gestohlen, der Abseits winkte, als der Herpfer Stürmer allein auf den Keeper zulief. Eine klare Fehlentscheidung. Nicht die einzige. So ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Wechsel suchte Herpf weiter die Entscheidung. Die Gäste blieben verhalten. Den Gastgebern fehlte an diesem Nachmittag allerdings die spielerische Lockerheit. So dauerte es gut eine Stunde bis Andreas Müller für den ersten Jubelschrei im Waldstadion sorgte. Safradin hatte die Abwehr über links aufgerissen und auf Stefan Kämmer gelegt, der im Abschluss noch scheiterte. Müllers leicht abgefälschter Nachschuss fand mit der Hilfe des Innenpfostens dann den Weg ins Netz (62.). In der Folge wurden die Gäste offensiver und es boten sich mehr Räume für die Herpfer. Die Bemühungen der Eintracht waren zumeist von langen Bällen und hohen Eingaben geprägt. Bis auf zwei Ausnahmen (jeweils Gottwalt) verfügte die HSV-Abwehr mit Veit Zöller, Oliver Nier und Marius Böhm aber über die Lufthoheit im Strafraum. Was dennoch durchkam fischte der überragende Möhring reaktionsschnell weg. Doch die Unruhe unter den 120 Zuschauern wuchs. Der Käse war noch nicht gegessen.

Noack: „In den letzten zwanzig Minuten waren wir zu passiv. Wir hätten den Ball besser festmachen und ihn mehr zirkulieren lassen müssen. Wie schon gegen Ende der ersten Hälfte standen unsere beiden Sechser zu tief vor der eigenen Kette. Damit ergaben sich Räume für die Eintracht, der allerdings die zündenden Ideen fehlten.“

Nachdem Christoph Esser und der eingewechselte Christian Fickel zwei Riesenmöglichkeiten ausgelassen hatten, war es schließlich Sebastian Hamm vorbehalten das Buch nach einem sehenswerten Konter zuzuklappen. Herpf fing den Ball am eigenem Strafraum durch Hamm und Müller ab. Sofort kam der steile Pass auf Fickel, der am rechten Flügel auf und davon zog. Seine Eingabe verwertete der durchgestartete Hamm zum entscheidenden Treffer (88.).

Fazit:

Mike Noack: „Unterm Strich fiel unseren Gästen zu wenig ein. Der Erfolg geht in Ordnung. Mich freut vor allem, dass wir so aufmerksam verteidigt haben. Was die Ballkontrolle angeht, können wir das besser.“ Sonderlob gab es an diesem Nachmittag für den jungen Jonas Rutschik, dem auf der linken Seite kein Weg zu weit war und der auch keinen Zweikampf scheute. Quelle: Meininger-Tageblatt (rp)

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