Ein gebrauchter Tag

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Im mit Spannung erwarteten Stadtduell mit dem VfL Meiningen 04 konnte unsere Mannschaft die hohen Erwartungen leider nicht erfüllen. Nach 90 intensiven Minuten mit 10 Gelben Karten, die von rund 700 Zuchauern verfolgt wurden, setzte sich der VfL zwar zu hoch, aber nicht unverdient durch.

Unsere Mannschaft, nach perfektem Saisonstart als Tabellenführer angereist, hatte sich natürlich viel vorgenommen. Auch beim VfL Meiningen sollte die weiße Weste gewahrt werden. Dabei standen die Vorzeichen allerdings nicht gut. Während der VfL fast alles aufbieten konnte, was zum Bestand gehört, schmerzten auf Herpfer Seite die Ausfälle von Müller und Zöller doch sehr. Die Mannschaft selbst konnte eigentlich während der ganzen Spielzeit eine gewisse Hemmung und Nervosität nicht abstreifen. Meiningen begann wie erwartet und vertraute auf eine engmaschige und diszipliniert arbeitende Defensive, wobei nach Ballgewinn schnell umgeschaltet wurde. Im eigenen Spielaufbau waren sie allerdings ähnlich limitiert wie die Herpfer an diesem Tag. Viele lange Bälle wurden geschlagen, wobei diese vor allem von unserer Mannschaft oft nicht konsequent geklärt wurden. Und so wurde es vornehmlich nach Fehlern bzw. Standards gefährlich. Bereits in der ersten Minute hätte Damm treffen können, als die Herpfer Hintermannschaft das Streitobjekt verfehlte. 2, 3 weitere brenzlige Situationen mussten die Herpfer in der 1. Halbzeit noch überstehen, bis es kurz vor dem Pausentee passierte. Ein weiterer unnötiger Freistoß segelte in den Herpfer Strafraum, den schwach geklärten Ball versenkte Weyer im langen Eck. Unsere Mannschaft tat sich schwer, zwingende Chancen herauszuspielen. So sehr sich auch Grebenar, Safradin, Kämmer und Co. mühten, die Angriffsversuche versandeten meist in der ungefährlichen Zone. Und so gab es auch nur zwei richtig gute Chancen durch Fuchs und Grebenar, beide Male parierte Damm im Meininger Kasten hervorragend.

Im 2. Durchgang begannen die Herpfer durchaus engagiert, aber es lief an diesem Tag nicht viel zusammen. Hochkarätige Chancen blieben Mangelware. Und als nach 60 Minuten Seruneit, nach monatelanger Sperre auf Meininger Seite wieder dabei, mit einem Sonntagsschuss das 2:0 besorgte, war die Vorentscheidung bereits gefallen. Auch kleinere taktische Umstellungen fruchteten nicht. Safradins Kopfball nach Ecke, der auf der Linie geklärt wurde, fand auch nicht den Weg ins Tor. An diesem Tag sollte nichts klappen. Nach einem schnellen Konter in die entblöste Abwehr erzielte Hausner dann gar noch das 3:0, was die endgültige Entscheidung bedeutete. Das der Schiedsrichter ein klares Handspiel im Strafraum der Meininger übersah, passte dann auch noch ins Bild. Insgesamt ein schwarzer Nachmittag für alle, die es mit den Herpfern halten. Doch diese Niederlage wird uns nicht umwerfen, auch wenn sie gegen den Stadtrivalen eingesteckt werden musste. Schon am nächsten Sonntag zu Hause gegen Gospenroda wird die Mannschaft wieder an die gezeigten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen.

Wie sich die Meininger allerdings nach dem Sieg gebärdeten, war unter der Gürtellinie. Hier ging es mehr darum, die Herpfer Niederlage zu feiern, als den eigenen Sieg. Das gibt schon zu denken, wo dieser offensichtliche Hass, Neid und diese unverhohlene zur Schau gestellte Missgunst herrührt.

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