Einzug unter die Besten 16

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Im Köstritzer Landespokal zog die SG Herpf/Helmershausen verdient in die nächste Runde ein. Beim Duell gegen den weitgereisten SV Bielen aus Nordthüringen legte man den Grundstein zum Heimsieg insbesondere in der ersten Hälfte.

Dabei zauberten die Herpfer einen Start nach Maß hin: In der achten Spielminute nutzte Kämmer einen fatalen Schnitzer der Gäste-Hintermannschaft für die frühe Führung. Ein Verteidiger wollte mit einem Rückpass seinen Keeper mitnehmen, Kämmer roch den Braten, spritzte in den Ball und konnte mühelos zum 1:0 einschieben. In den Folgeminuten wirkten die Nordthüringer verunsichert und hatten Schwierigkeiten selbst kontrollierte Aktionen vorzutragen. Es sei vorweggenommen, dass dabei kein einziger nennenswerter Torschuss in Hälfte eins herausprang. Herpf hingegen blieb weiter dran und stellte den Gegner immer wieder vor größere und kleinere Probleme. Eigentlich hätte Kämmer nach gut 25 Minuten seinen zweiten Treffer erzielen müssen. Man ist geneigt anzunehmen, dass der Torjäger eine solche Chance normalerweise mit verbundenen Augen versenkt. Nicht in dieser Szene: Grebenar setzte sich über die linke Seite bis zur Grundlinie durch und bediente den Sturmpartner, der mutterseelenallein wenige Meter vor dem Tor vergab. Kurz darauf bahnte sich jedoch an, dass man der vergebenen Chance nicht nachtrauern muss. Mit einem sauber vorgetragenen Angriff erhöhte Herpf in der 33. Minute auf 2:0. Hamm leitete den Treffer ein, Fuchs lieferte den Assist und schließlich konnte sich Safradin die Ecke aussuchen, in der der Ball zum 2:0 einschlagen sollte. Bielen war weiterhin blass und verschaffte der Hintermannschaft der Hausherren inklusive Keeper Möhring zunächst einen ruhigen Nachmittag. So war es letztlich auch nicht unverdient, dass Fuchs kurz vor der Pause noch das vorentscheidende 3:0 erzielte. Er setzte einen feinen Schlenzer aus gut 16 Metern ins lange Eck und ließ seine Mannschaft damit zufrieden in die Pause marschieren.

Viel Hektik in Abschnitt zwei

Zurück aus den Kabinen war klar, dass die Gäste schon eine deutliche Leistungssteigerung benötigten, um irgendwie wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen. Doch statt einer Aufholjagd musste man einen weiteren Dämpfer schlucken. Kallweit wurde mit der Ampelkarte zum Duschen geschickt. Ohnehin ist nur schwer nachvollziehbar, warum die Partie in der zweiten Hälfte derart an Schärfe annahm. In einer Phase, in der die Partie längst entschieden war, sehen weitere zwei Spieler die Ampelkarte. In Sachen Fußball passierte bis zur 74. Minute nicht mehr viel – Herpf musste nicht und Bielen konnte nicht. In eben jener Spielminute vernachlässigte die Abwehrreihe der Gäste völlig den aufgerückten Grambs, der ohne Probleme zur endgültigen Entscheidung netzte (4:0). Nur wenige Augenblicke später dezimierte sich der SV Bielen auf nur noch neun Akteure – Kohlhause durfte ebenfalls nach einer Ampelkarte Feierabend machen. Der Unparteiische, der insgesamt ordentlich leitete, hatte nun alle Hände voll zu tun, die Rudelbildung vor den Trainerbänken aufzulösen. Dabei holte sich schließlich auch noch Herpf´s Safradin seinen Feldverweis ab, was Trainer Noack sichtlich nicht geschmeckt hat. Nachvollziehbar, denn im Grunde war die Partie entschieden. In der Schlussphase betrieb der SV Bielen immerhin noch etwas Ergebniskosmetik und Jochmann köpfte in der 82. Minute nach einer Ecke ein, ehe er in der Schlussminute vom Punkt den 4:2 Schlusspunkt setzte.

Unter dem Strich ein verdienter Heimsieg der SG Herpf/Helmershausen, die den Nordthüringern des SV Bielen vor allem im ersten Abschnitt den Zahn zog. Ob die Partie in der Schlussphase noch so hitzig werden musste, sei mal dahingestellt…

Trainerstimme: Mike Noack (Herpfer SV):

„Unsere Marschroute ist gut aufgegangen. Natürlich hat uns der Fehler von Bielen in der Anfangsphase in die Karten gespielt. Wir sind dann immer besser ins Spiel gekommen, haben den Gegner nicht zum Zug kommen lassen und konnten eine verdiente Führung mit in die Pause nehmen. Es ist etwas ärgerlich, dass wir in der zweiten Halbzeit etwas die Linie verloren haben. Eigentlich muss beim Stand von 4:0 gar keine Hektik mehr aufkommen. Da haben wir uns ein stückweit anstecken lassen und die beiden Gegentore in der Schlussphase haben dann einfach dazu gepasst. Insgesamt denke ich aber, dass wir verdient gewonnen haben mit einem kleinen Schönheitsfehler. Jetzt hoffen wir auf ein attraktives Los in der nächsten Runde.“

Spielbericht: Felix Böhm (FuPa Thüringen)

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