Erlösung durch Marius Böhm

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„An Tagen wie diesen …“, dröhnten die Toten Hosen nach dem Abpfiff aus den Lautsprechern im Herpfer Waldstadion. Da liegen Freude und Leid oftmals dicht beieinander, möchte man anfügen. Die junge Suhler Mannschaft hielt kämpferisch bis zur neunzigsten Minute gegen die Herpfer Angriffsmaschinerie gut dagegen und profitierte dabei von der schlechten Chancenverwertung der Gastgeber. Doch dann war es Josip Grebenar, der eine Freistoßflanke in Höhe der Grundlinie von links in den Strafraum schickte. Der Ball flog an Freund und Feind vorbei bis zum langen Pfosten, wo wieder einmal Marius Böhm goldrichtig stand und das Leder mit dem Kopf in die Maschen jagte.

Chancen liegengelassen

Bei schwülen Temperaturen entwickelte sich von Anfang an eine flotte Partie, in der die Gastgeber nach einer kurzen Abtastphase bis zur Pause die Akzente setzten. Zuerst war es Lukas Fuchs, der den Suhler Schlussmann Robert Mentzel aus 16 Metern zur einer Glanztat zwang. Den Youngster folgten seine Sturmkameraden Florian Hofmann und Josip Grebenar die ebenfalls frei vor dem Suhler Kasten am reaktionsschnellen Menzel scheiterten. Hinzu kamen zwei gute Kopfbälle von Mateo Safradin und ein Abstauber von Grebenar auf das kurze Eck, die ebenso erfolglos blieben. Chancen der Gäste blieben in Halbzeit eins aus.

Es dauerte bis zur 90 Minuten

Das änderte sich nach dem Wechsel, als der SSV 06 stärker presste und den Gastgebern somit etwas den Schwung aus der Offensive nahm. Dennoch war es wiederum Josip Grebenar, der die erste große Chance in Hälfte zwei knapp verzog (60.). Doch auch für HSV-Keeper Steffen Möhring war es mit der Ruhe vorbei. Er bewahrte seine Farben zweimal gegen Alexander Mantlik und einmal gegen Benjamin Pilz vor einem Rückstand. Als sich die etwa 180 Zuschauer bereits auf ein torloses Unentschieden eingestellt hatten, wurde Lukas Fuchs kurz vor der Grundlinie gefoult. Mit dem folgenden Freistoß sorgten Grebenar und Böhm für die Entscheidung in einer an sich fairen Partie, die lediglich in der Schlussphase doch hektischer und ruppiger wurde. Der insgesamt gut agierende Schiri Patrick Runknagel aus Barchfeld schickte beide Teams daher ohne größere Nachspielzeit zum Duschen. Letztlich ein verdienter Erfolg, da die Hausherren mehr für die drei Punkte taten.

Die Trainerstimmen:

Mike Noack, Herpf: Die Chancenvorteile lagen klar auf unserer Seite. Bereits bis zur Halbzeit hätten wir den Deckel drauf machen können. Doch wie schon in Steinach zeigte sich, dass wir derzeit Probleme mit der Chancenverwertung haben. Wir bewahren vor dem Tor einfach keinen kühlen Kopf. Spät fiel die Entscheidung, doch der Sieg gegen engagierte Suhler war verdient.“

Lars Müller, Suhl: Herpf hatte eindeutig die besseren Möglichkeiten. Wir haben es nicht vermocht, offensiv bis auf zwei Ausnahmen wirklich gefährlich zu werden. Nach der Pause sind wir die Herpfer besser angelaufen und konnten so den Druck von unserer Abwehr nehmen. Auf Grund unserer kämpferischen Leistung wäre ein Unentschieden daher durchaus verdient gewesen.

Quelle: Meininger-Tageblatt

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