Auswärtsfluch vor großer Kulisse besiegt

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Vor der großen Kulisse von 550 Zuschauern sicherte sie die SG Herpf/Helmershausen in Steinach ihren zweiten Saisonerfolg im zweiten Spiel in der Fußball-Landesklasse. Steinach hatte recht gut mitgehalten, konnte sich aber nicht belohnen, da die vorhandenen Chancen versiebt wurden.

Gut erholt zeigten sich die Blau-Weißen vom 0:8-Debakel im Pokal in Bad Lobenstein. Steinachs Trainer Daniel Meyer und seine junge Garde hatte sich viel vorgenommen für das Kirchweihspiel. Und auch der Vorsitzende des SV 08, Andreas Stauch, wünschte sich so sehr einen Sieg: „Ein Dreier wäre für die junge Mannschaft so wichtig für den weiteren Saisonverlauf“. Meyer hatte bis auf Niklas Tanneberg (Urlaub) auch seine beste Formation an Bord. Und die begann gegen die erfolgreich in die Saison gestartete Elf aus der Vorderrhön auch selbstbewusst. Diese konnte ebenfalls nicht in Bestbesetzung auflaufen. Bereits in der Anfangsphase hatte Nico Sesselmann (6.) eine Großchance, aber er scheiterte an Torhüter Möhring. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld.

Das erste Ausrufezeichen setzte der Herpfer Neuzugang Safradin, aber dessen Abschluss war zu schwach (21.). Kurz darauf fiel aber das 0:1. Der flinke Lukas Fuchs erlief sich einen schönen Pass von Hofmann und schoss, allerdings aus abseitsverdächtiger Position, das 0:1. Die Steinacher blieben ruhig und nach einer Maßflanke von Nico Sesselmann köpfte Fabian Kirchner ins kurze Eck. Gästetorwart Steffen Möhring tauchte ab und lenkte den Ball zur Ecke. Was für eine Großchance und was für eine tolle Parade! Wenig später wurde Mittelstürmer Luca Scheler-Stöhr am Strafraum gefoult. Der nicht immer sichere Unparteiische ließ weiterspielen und beraubte den Youngster einer großen Chance (31.). Nach einer weiteren Ecke von Björn Sesselmann und anschließendem Kopfball von Fabian Kirchner kam das Streitobjekt zu Luca Scheler-Stöhr, der per Hacke zum umjubelten Ausgleich einschoss.

Die Halbzeitpause nutze der SV 08, um seine Nachwuchsteams zu präsentieren. Von den G-Junioren bis zu den A-Junioren waren alle präsent. Und der Fördervereinsvorsitzende Thomas Roß brachte zum Ausdruck, dass man keine Bange um den Fußball in Steinach haben muss.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste dann präsenter und verzeichneten ein Chancenplus. Florian Hofmann (50.) schoss einen Freistoß von der Strafraumgrenze knapp über den Eichhorn-Kasten. Die nächste Herpfer Gelegenheit ergab sich nach einem schön vorgetragenen Angriff der Gäste. Hofmann und Safradin spielten Grebenar frei, dieser scheiterte jedoch am gut reagierenden Torwart Kevin Eichhorn.

Herpf war dem erneuten Führungstor nahe und als Grebenar im Strafraum fiel, hatte Steinach Glück, dass der Referee nicht auf den Elfmeterpunkt deutete. Die Steinacher, bei denen Björn Sesselmann der Dreh- und Angelpunkt war, operierten mit vielen langen Pässen, die aber zu ungenau waren und deshalb keinen Mitspieler fanden. So hatte Herpf stets ein spielerisches Übergewicht, aber das Remis hatte bis in die Schlussphase hinein Bestand. Erst als ein Eckball von der linken Seite nach innen segelte – Freund und Feind verpassten – stand Marius Böhm goldrichtig und erzielte das 1:2.

In der verbleibenden Zeit setzte Steinach alles auf eine Karte. Zweimal gab es noch Foulspiele nahe der Strafraumgrenze, Aber weder Stephan Wild (90.), noch Björn Sesselmann (90.+1) konnten Möhring überwinden. So bleibt unterm Strich eine knapper Auswärtssieg für die Herpfer, der nach den Worten ihres Trainers hoch verdient war. „Ich denke, dass der Sieg in Ordnung geht. Wir haben in Steinach schon bessere Spiele abgeliefert, uns aber nicht belohnt. Umso schöner ist es, dass wir jetzt hier den ersten Punktspielerfolg überhaupt feiern konnten“, so Mike Noack. „Wir hatten vor allem nach dem Seitenwechsel ein großes Chancenplus und hätten sogar noch höher gewinnen können.“ Noack zeigte sich von Steinach enttäuscht, das weitgehend mit langen Bällen agierte. „Da kam vor allem in Hälfte zwei nach vorne ganz wenig. In unserem Spiel fehlte mir manchmal nur die letzte Konsequenz im Abwehrspiel, sodass wir zu viele Standardsituationen produziert haben“, monierte Noack. „Das ändert aber nichts daran, dass unser Erfolg völlig verdient ist.“ Quelle: Südthüringer Zeitung

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