Erneut unglücklich verloren

Mit leeren Händen kehrten die Landesklasse-Fußballer der SG Herpf/ Helmershausen am Samstag vom Auswärtsspiel des 14. Spieltages aus Waltershausen zurück. Diese Niederlage ist umso ärgerlicher, weil der Siegtreffer der Heimmannschaft in einer sehr umstrittenen Situation fiel. Die Herpfer mussten wieder kräftig rotieren, fehlten doch verletzungs- und arbeitsbedingt mit Kapitän Nier, Göpfert, Pyterke und Hamm gleich 4 Stammspieler. Mit Fickel und Hermann standen weitere angeschlagene Spieler auf dem Platz, die aber bravourös durchhielten.

Chancen nicht genutzt

Die Anfangsphase der Partie war von gegenseitigem Respekt geprägt. Natürlich hatte sich die Offensivstärke des bisher so überzeugend auftretenden Aufsteigers aus Waltershausen bis Herpf herumgesprochen. Um den gegnerischen Spitzen und dem Aufbauspiel der Gastgeber den Raum zu nehmen, wurde der Raum im Mittelfeld sehr eng gehalten. Die Waltershäuser ließen den Ball über ihre Abwehrkette laufen, kamen dadurch aber kaum in die Tiefe. Zunächst scheuten sie auch das Risiko, so dass sich das Spiel weitgehend im Mittelfeld neutralisierte. Wenn die Herpfer den Ball eroberten, ging es über Röll, Fuchs, Kämmer und Hofmann dann meist sehr schnell. Nachdem 2 solcher Anspiele zunächst nicht ihren Abnehmer fanden, tauchte Waltershausen erstmals gefährlich vor dem Tor auf, als Ewald nach Eingabe von Außen einen Schritt zu spät kam (9.). Im weiteren verlauf der ersten Halbzeit kam die Heimmannschaft nur noch einmal gefährlich vor den Kasten von Möhring, als man sich erstmals gut durchspielte und Möhring Sieger gegen den freigespielten Finger blieb. Ansonsten war von der Waltershäuser Offensive nicht viel zu sehen. Anders die Herpfer Gäste, die nun immer gefährlicher mit schnellem Umkehrspiel mehrfach vor dem fälligen Führungstreffer standen. Nach 12 Minuten war Hofmann frei durch, jedoch versprang der Ball frei vor dem Keeper Böhm. Nach 20 Minuten hatten sich die Herpfer wieder gut durchgespielt, Kämmer wurde jedoch im letzten Moment geblockt. Nur 3 Minuten später die nächste 100%-ige Chance, als nach sehenswertem Spielzug Fuchs auf halblinks freigespielt war, Böhm aber erneut Sieger blieb. Und wieder nur 2 Minuten später war Kämmer nach schönem Pass von Hofmann über rechts durchgebrochen, seine Eingabe erreichte aber nicht den mitgelaufenen Fuchs im Zentrum. Es war zum Haare raufen, der längst verdiente Führungstreffer wollte (wieder mal) nicht fallen. Nach 37 Minuten wurde Kämmer wieder schön von Fuchs freigespielt, sein Schuss ging aber knapp über den Waltershäuser Kasten. Und als der Freistoß von Fuchs an Freund und Feind vorbei, knapp am langen Pfosten vorbeisegelte (43.), ging es zum Pausentee.

Unnötiges Gegentor

Um es vorweg zu nehmen, die Herpfer konnten in der 2. Halbzeit nicht mehr diese Gefährlichkeit in ihrem Spiel aufrecht erhalten. Die Partie wurde nun zunehmend verfahrener, woran auch die Waltershäuser ihren Anteil hatten. Auch sie brachten nun kaum noch etwas Konstruktives zu Stande. In der 51. Minute kam es aber zu der umstrittenen Situation im Spiel, die letztlich die Entscheidung nach sich ziehe sollte. Nach Zuspiel auf Finger im Zentrum stand dieser knapp im Abseits. Der Linienrichter hob die Fahne und zeigte dies an. Zöller schoss beim Klärungsversuch seinen Mitspieler Esser an, von dem der Ball in die Tiefe zu einem Waltershäuser Spieler prallte. Die Herpfer warteten auf den Abseitspfif, der aber ausblieb. Den quergelegten Ball verwertete Torjäger Finger, weil auch Möhring nicht mehr richtig zupackte. Heftige Proteste der Herpfer nutzten nichts, der Treffer zählte. Der Schiri sagte später, dass der Ball von einem Herpfer kam. Das ist richtig, die angezeigte Abseitsstellung bezog sich aber auf das Zuspiel auf Finger vorher. Ganz bitter! Und es sollte noch schlimmer kommen. Nur 2 Minuten später der vermeintliche Ausgleich. Ein langer Ball auf Röll, der im Abseits stand, wurde von Keeper Böhm aufgenommen. Der Ball glitt aber aus den Händen des Torwartes. Röll schnappte sich den Ball und schob ein. Hier entschied der Schiri auf Abseits. Eine strittige Entscheidung, letztlich aber vertretbar, weil Röll aktiv zum Ball ging. Im immer dichter werdenden Nebel versuchten die Gäste fortan alles, um wenigstens den Ausgleich zu erzielen, aber vergebens. Zu viele Ungenauigkeiten und Ballverluste verhinderten, dass echte Torgefahr entstand. Waltershausen verteidigte den Vorsprung und versuchte zu kontern, war aber auch selbst zu fehlerhaft. So plätscherte das Spiel dahin, nur Kämmers Schuss über das Tor nach 72 Minuten ist erwähnenswert. Nach 81 Minuten musste dann auch noch Hofmann nach der 2. gelben Karte vorzeitig zum Duschen. Auch mit 10 Mann, Umstellung auf Dreierkette und 5 Stürmern gelang der Ausgleich nicht mehr.

Fazit:

Unterm Strich eine absolut unnötige Pleite. Sicher spielte das Schiedsrichtertrio eine entscheidende Rolle. Das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Herpfer in ihrer besten Phase in der 1. Halbzeit erneut nicht das Tor trafen und die längst verdiente Führung erzielten. Hier setzt sich die Kalamität der gesamten ersten Halbserie fort, das sich die Mannschaft für ansprechende Leistungen einfach nicht belohnt.

Vorbericht 14. Spieltag

Zum 14. Spieltag der Landesklasse 3, geht die Reise für unsere Mannschaft in das 53 Kilometer entfernte Städtchen Waltershausen. Man trifft dort auf den FSV Waltershausen, einen der stärksten Aufsteiger der letzten Jahre.

Kurzer Rückblick:

Wieder nur ein Zähler – So bitter der Ausgleich mit der letzten Aktion auch war, unterm Strich war dieses Unentschieden am Ende des Tages gerecht. Speziell in der ersten Halbzeit konnte sich unsere Mannschaft erneut bei Keeper Möhring und dem Aluminium bedanken, dass es nicht zu einem Rückstand kam. Mitte der ersten Halbzeit kam unsere Mannschaft dann aber besser ins Spiel und hatte in Person von Fuchs und Röll selber die Führung auf dem Fuß. Nach 40 Minuten war es dann soweit. Pyterke erlief sich gedankenschnell eine zu kurze Rückgabe der Sonneberger, umkurvte noch den Torwart und vollstreckte aus spitzem Winkel zur Führung. Auch mit Beginn der zweiten Halbzeit hatte unsere Mannschaft zunächst die besseren Chancen zum 2:0. Zöllers Kopfball (50.), der Abschluss von Hebstreit (60.) und die große Chance von Kämmer (70.) brachten nicht die Vorentscheidung. So kam es wie es kommen musste. Ein Standard sorgte für den Ausgleich durch Göhring (78.). Ein nicht richtig geklärter Ball landete vor seinen Füßen und er hatte keine Mühe zum 1:1 zu vollstrecken. Die Schlussphase sollte es dann in sich haben. Zunächst war es Kämmer, der für die vielumjubelte Führung unserer Mannschaft sorgte (92.). Ein letzter langer Ball der Gäste in den Herpfer Strafraum, sorgte dann für den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Erneut war es Göhring, der plötzlich frei vor Möhring auftauchte und sich die Chance nicht entgehen ließ. Trotz des bitteren Ausgleiches wirkte Trainer Mike Noack keineswegs geknickt. „Wir haben vieles richtig gemacht! Auch das Spiel hat gezeigt, dass wir uns vor niemanden verstecken müssen.“ Er hofft, dass sein Team die kommenden zwei Spiele bis zur Winterpause noch siegreich gestalten kann.

Zum Gegner:

Der FSV spielt bis dato als Aufsteiger eine überragende Runde und nimmt mit 26 Punkten aus 12 Spielen Platz vier in der Spitzengruppe der Landesklasse 3 ein. Den Aufsteiger hatte sicherlich vor Saisonbeginn keiner ganz oben erwartet. Letzte Saison stieg man mit 65 Punkten und einem Torverhältnis von 104:33 souverän als Meister der Kreisoberliga Westthüringen auf. Mit solch einer Hinrunde hatte man aber selbst in Waltershausen nicht gerechnet. „Das hatten wir wirklich nicht erwartet. Wir konnten nicht einschätzen, was auf uns zukommt. Unsere junge Mannschaft hat sich aber schnell auf die neue Liga eingestellt und ist eine eingeschworene Truppe. Wir haben die Aufstiegseuphorie in die Saison mitgenommen und stehen rückblickend auch verdient auf diesem 4. Tabellenplatz“, lässt Trainer Koch vor der Partie verlauten. Das angestrebte Saisonziel „Klassenerhalt“ hat man schon so gut wie erreicht. Wenn die Offensivabteilung des FSV ins Rollen kommt, ist sie nur schwer zu stoppen. Diese bittere Erfahrung mussten auch schon Teams wie Steinach (4:6) und Ohratal (4:1) machen. Doch auch in den anderen Partien ging die Mannschaft aus dem Landkreis Gotha kräftig auf Torejagd. Ein Beleg dafür sind bereits 39 Tore. Auch mit diesem Wert gehört man zu den Besten in der Liga. Vor allem 2 Spieler tragen entscheidend zur guten Gesamtbilanz bei. Mit Dominik Finger (13 Treffer) und Lucas Braun (12 Treffer) hat man zwei absolute Goalgetter in seinen Reihen, die ihr können auch gleich im ersten Jahr Landesklasse unter Beweis stellen.

„Eine sehr, sehr schwere Aufgabe wird da auf mein Team zukommen. Wir müssen die Offensive des Gegners in Schach halten, gleichzeitig unsere Qualitäten auf den Platz bringen“, forderte HSV-Trainer Mike Noack

Die Mannschaft freut sich auf das Duell gegen den starken Ligarivalen. Wie zuletzt gegen Sonneberg und auch Borsch, will die Truppe um Kapitän Nier mit der richtigen Balance aus defensiver Stabilität und zielstrebigem Offensivfußball möglichst erfolgreich sein, was mit Blick auf die Tabelle und der bevorstehenden Partie gegen das Schlusslicht aus Milz mal richtig gut tun würde. Vielleicht kann man für eine Überraschung sorgen und die 3 Punkte aus Waltershausen entführen. Personell muss Trainer Mike Noack wieder auf einige Stützen verzichten. Kapitän Nier (berufsbedingt), Göpfert und Pyterke (verletztungsbedingt) stehen nicht zur Verfügung. Freuen wir uns auf einen spannenden Fußballnachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Paul Hegenbarth. Assistiert wird er an der Linie von Robert Fabig und Peter Hahn. Anstoß am Samstag wird 14 Uhr sein.

Knapp am Sieg vorbei

Im Heimspiel des 13. Spieltages gegen den Tabellenzweiten SG 1. FC Sonneberg 04 kam die SG Herpf-Helmershausen im heimischen Waldstadion zu einem jederzeit verdienten 2:2-Unentschieden. Gemessen am Spielverlauf und der Tatsache, dass der Ausgleich in den letzten Sekunden hingenommen werden musste, trauerte man im Herpfer Lager doch etwas den entgangen Punkten nach.

Start gehört den Gästen

Doch der Ärger war schnell verraucht, denn in einem gutem Landesklassespiel überwog dann doch die Freude über die gezeigte couragierte Leistung gegen den Favoriten. Zunächst war es aber Sonneberg, die das Spiel mit leichtem Übergewicht dominierten. In der Spitze mit dem beweglichen Ehle und dahinter den schnellen und gefährlichen Göhring, Winkler und Klaus, versuchten die Gäste mit schnellem Spiel die Herpfer Hintermannschaft zu überwinden. Die Heimmannschaft ihrerseits versuchte, im Mittelfeld die Räume eng zu machen und Druck auf den ballführenden Gegner auszuüben, um die gefährlichen Anspiele in die Spitze zu unterbinden. Dies gelang weitgehend gut, aber nicht gänzlich. So hatten die Herpfer das Glück auf ihrer Seite, als nach einem diagonalem Ball in die Spitze der rechte Außenverteidiger Pfeiffer durchgebrochen war, aber aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf (10). Nach 25 Minuten war Ehle im Zentrum durch, Keeper Möhring rettete klasse im 1:1. In dieser Phase verloren die Herpfer denn Ball nach Gewinn wieder zu schnell, der eigene Spielaufbau war zu fehlerhaft. Doch zunehmend gelang es, Sicherheit in das eigene Spiel zu bekommen und selbst vielversprechende Angriffe zu inszenieren. Nach 33 Minuten musste eigentlich der Führungstreffer fallen, als es für die Herpfer gleich eine 3-fach-Chance gab. Nachdem Kämmer über rechts mustergültig freigespielt wurde und ins Zentrum gepasst hatte, traf der einschussbereite Fuchs den Ball nicht richtig. Am langen Pfosten stand Röll, dessen Schuss der Gästekeeper Heß mit toller Parade abwehrte. Der abgewehrte Ball landete wieder bei Röll, doch auch der 3. Versuch wurde abgewehrt. Mit weitgehend ausgeglichenem Spiel ging es dann weiter, wobei die Herpfer sich immer besser ins Spiel kämpften. Vor allem Pyterke über die rechte Seite konnte mit seiner Schnelligkeit immer wieder Löcher reißen oder auch hinten aushelfen. Und nach 40 Minuten war es dann soweit. Pyterke erlief sich gedankenschnell eine zu kurze Rückgabe der Sonneberger, umkurvte noch den Torwart und vollstreckte aus spitzem Winkel zur umjubelten Führung.

Packende 45 Minuten

In der 2. Hälfte versuchten die Sonneberger gleich, das Ruder an sich zu reißen. Leider hatte sich Pyterke am Sprunggelenk wieder verletzt und musste ausgewechselt werden, ebenso wie später Fickel und Hermann. Alle drei hatten ein gutes Spiel gemacht, doch diesmal war die Auswechselbank gut besetzt, so dass kein Bruch im Herpfer Spiel zu spüren war. Im Gegenteil, das Spiel der SG Herpf bekam immer gefährlicheren Zuschnitt. Sonneberg versuchte natürlich, den Rückstand zu egalisieren, doch alle Bemühungen versandeten im letzten Drittel. Auch viele Freistöße und lange Bälle in die Spitze brachten nichts ein, hier konnte, angeführt vom überragenden Zöller, die Defensive immer klären. Und selbst wurden immer wieder vielversprechende Angriffe inszeniert, die eigentlich zur Vorentscheidung führen mussten. Zöllers Kopfball nach Ecke konnte Heß reaktionsschnell klären, ebenso den Nachschuss von Röll (50.). Der eingewechselte Hebstreit, allein auf den Torwart zulaufend, schloss zu überhastet ab. Sein Heber ging am Tor vorbei (60.) Und nach dem vielleicht schönsten Spielzug vergab Sturmführer Kämmer 6m vor dem Tor freistehend wieder am klasse reagierenden Heß, nachdem er vom durchgebrochenen Röll über rechts mustergültig bedient wurde. (70.) Und so kam es, wie es kommen musste. Es musste dann doch wieder ein Standard herhalten, um die Herpfer Defensive zum überwinden. Ein Freistoß wurde von der Mittellinie lang in den Herpfer Strafraum geschossen und der Ball konnte diesmal nicht richtig geklärt werden. Er landete vor den Füßen von Göhring, der keine Mühe hatte und einschoss. Nun wollten beide Mannschaften den Sieg, die besseren Chancen lagen aber weiter bei der Heimmannschaft. Rölls Abschluss im Strafraum konnte zur Ecke abgewehrt werden (80.) und Niers Schuss wurde ebenfalls zur Ecke in höchster Not geblockt. Diese brachten aber nichts ein. Nach 87 Minuten lag der Ball im Sonneberger Kasten, doch der Schiri pfiff zu recht wegen Abseits ab. Hier hatten sich die Herpfer mit Direktpässen sehenswert durchgespielt, beim finalen Pass in die Tiefe aber die falsche Entscheidung getroffen. Und so brach die Nachspielzeit an, die es in sich haben sollte. Der ein klasse Spiel machende Kämmer konnte nach Ballgewinn in der Sonneberg Hälfte zur umjubelten Führung für Herpf in der 92. Minute einschießen. Die Nachspielzeit war eigentlich schon abgelaufen, aber das Spiel dauert nun mal so lange, bis der Schiri abpfeift. Und so brachte nach Ballverlust im Mittelfeld ein letzter langer Ball in die Spitze den Sonnebergern den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Hier war für die Hintermannschaft das Spiel wohl gedanklich schon abgeschlossen, denn Göhring war plötzlich frei vor Möhring und ließ sich diese Chance nicht entgehen.

Fazit

Unterm Strich war dieses Unentschieden trotz des bitteren Ausgleichs nicht ungerecht. Herpf verpasste es, mit den vielen tollen Möglichkeiten im 2. Durchgang den Sack zuzumachen. Sonneberg zeigte, dass sie stets in der Lage sind, mit schnellem Spiel und individueller Klasse gefährlich zu werden. Die Herpfer haben wiederholt nachgewiesen, sich auch mit den Spitzenmannschaften der Landesklasse messen zu können. Sie lieferten ein tolles Spiel ab, nur bleibt halt wieder nur ein Zähler hängen.

Vorbericht 13. Spieltag

Nach dem Remis in Viernau, tritt unsere SG Herpf/Helmershausen zum 13. Spieltag der Landesklasse 3 im heimischen Waldstadion gegen den FC Sonneberg 04 an. Nach den zwei sieglosen Partien gegen Borsch und in Viernau soll nun wieder ein Heimdreier her.

Zur Vorwoche:

Am Ende war es ein gerechtes 0:0. Aufgrund des Spielverlaufes konnten beide Mannschaften mit dem Remis leben. Mehr Kampf als spielerische Feinheiten wurde den Zuschauern geboten, was angesichts der Bodenverhältnisse zu erwarten war. Beide Mannschaften kämpften, aber ein besonderer Spielfluss kam leider nicht zustande. Unsere Mannschaft erspielte sich in der erster Halbzeit zwar optische Vorteile, aber gute Chancen konnten bis auf den Schuss von Pyterke (30.) nicht wirklich herausgespielt werden. Beide Abwehrreihen standen gut und so fand das Geschehen überwiegend im Mittelfeld statt. Dies änderte sich auch in Halbzeit 2 nicht wirklich. Beide Mannschaften waren bemüht, aber spätestens am gegnerischen Strafraum wurden die Situationen nicht konsequent ausgespielt. Beiden Mannschaften bot sich jedoch in der Schlussviertelstunde noch die Chance auf den Siegtreffer. Eric Röll war es auf Herpfer-Seite, der mit seinem Abschluss (75.) am gut reagierenden Weisheit scheiterte. Steffen Möhring war es dann, der erst gegen den Kopfball von Jahn (80.) und dann gegen den Heber von Tödtmann (82.) Sieger blieb und so den Punkt für seine Mannschaft rettete. So waren am Ende beide Teams mit dem Punkt nicht unzufrieden.

Zum Gegner:

Mit dem 1. FC Sonneberg 04 gastiert am Samstag das aktuell auswärtsstärkste Team (5 Siege in 7 Partien) der Liga im Waldstadion. Zu Saisonbeginn gab es einen Wechsel auf der Trainerbank der Sonneberger: Ronny Röhr übernahm das Amt beim FCS für Uwe Gob. Trainer Röhr konnte von Beginn an auf eine eingespielte Mannschaft bauen, die keine Abgänge zu verzeichnen hatte und mit talentierten Spielern verstärkt wurde. Einer von Ihnen ist Louis Göhring (7 Treffer), der zusammen mit Vitali Klaus (9 Treffer) bestens harmoniert. Die Mannschaft belegt aktuell keineswegs zufällig den zweiten Tabellenplatz. Vor allem der Angriff funktioniert auch diese Saison, wie 40 erzielte Treffer beweisen. Die Offensive war schon immer eine Stärke der Gäste, aber auch die Defensiv konnte angesichts der Gegentreffer stabilisiert werden. Auch in dieser Saison hat man sich das Saisonziel gesteckt, wieder unter den Top 3 der Liga zu landen. Diese Ambition hat man am letzten Spieltag mit einem klaren 5:1 gegen den FSV 06 Hildburghausen eindrucksvoll untermauert. Entsprechend erwartet HSV-Trainer Mike Noack ein schweres Heimspiel. „Der Gegner gehört zu den spielstärksten Mannschaft der Liga und wird auch in dieser Saison ganz oben mitspielen“. Dennoch denkt er unverändert positiv von Spiel zu Spiel: „Wir haben jetzt die nächste Chance zu punkten. Dabei ist es egal, gegen welchen Gegner es geht. Borsch kam auch ungeschlagen zu uns“, erinnert sich der HSV-Trainer. „Da haben wir gezeigt, dass wir gegen Spitzenteams auf Augenhöhe agieren können!“ Wichtig ist vor allem, dass der HSV seine Tugenden und Stärken einbringt, mutig spielt und unnötige Fehler vermeidet. Jeder Einzelne weiß nur zu gut, dass uns ein Heimsieg richtig gut zu Gesicht stehen würde. Daher muss auch für Samstag die Devise lauten: „Geschlossenheit zeigen, als Einheit alles raushauen, 90 Minuten Gas geben“. Wenn wir das tun, haben wir große Chancen, auch erfolgreich zu sein.

Match-Facts:

Gutes Omen: Die Heimstatistik gibt Hoffnung für den Samstag. Unsere Mannschaft konnte 2 der letzten 3 Heimspiele gegen die Gäste für sich entscheiden. Letzte Saison endete die Partie im Waldstadion 0:0. Personell steht Christian Fickel nach seiner Sperre wieder zur Verfügung. Hinter dem Einsatz von Kapitän Oliver Nier steht noch ein Fragzeichen. Freuen wir uns auf einen spannenden Fußballnachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Peter Heilek. Assistiert wird er an der Linie von Zacharias Vaisbord und Johannes Eberhardt. Anstoß am Samstag wird 14 Uhr sein.

Gerechte Punkteteilung

Am Ende konnten beide Mannschaften mit dem Remis in diesem von vielen Zweikämpfen geprägten Spiel der Fußball-Landesklasse leben. Mit der Einschränkung, dass am Ende der FSV aus Viernau dem Sieg näher war als die Spielgemeinschaft aus Herpf und Helmershausen.

Deren Torwart Steffen Möhring musste in der unmittelbaren Schlussphase gleich zweimal seine ganze Klasse zeigen, um seine Mannschaft vor einer Niederlage zu bewahren. Beispielsweise, als er einen platzierten noch aufsetzenden Kopfball des aufgerückten Viernauer Abwehrspielers Konrad Jahn (80.) gerade noch mit einer Hand aus dem unteren langen Eck fischen konnte. Auch bei einem Heber von Michael Tödtmann stand Möhring goldrichtig. Besonders bei den Viernauer Standards in der Schlussviertelstunde wirkte die Herpfer Viererkette nicht immer sattelfest. Auf der Gegenseite hatte auch FSV-Keeper Alexander Weisheit in der zweiten Hälfte zweimal Gelegenheit, um sich auszuzeichnen. Bei Eric Rölls gelungenem Solo und gefährlichem Abschluss aus zentraler Position und zehn Metern Entfernung reagierte Weisheit glänzend. Eine mehr als Eingabe gedachte Aktion des eingewechselten Julian Michael Heß wehrte der Viernauer Torwart (77.) mit dem Fuß ab.

Optische Vorteile für Herpf

Auf dem tiefen Boden entwickelte sich schnell ein abwechslungsreiches, nicht uninteressantes Spiel. Optische Vorteile hatte zunächst der Gast, bei dem mit dem erkrankten Oliver Nier, dem verletzten Sebastian Hamm und dem gesperrten Christian Fickel drei Leistungsträger fehlten. Aber auch der FSV 04 klagte über den Ausfall der drei Langzeit-Verletzten Fabian Heß, Nico Hannes und Torjäger Enrico Hoffmann. Dass die Klasse bei den schwierigen Bodenverhältnissen zu kurz kam, war verständlich. Der Gast brillierte vor allem mit seinem Flachpassspiel. Aber am oder im gegnerischen Strafraum fiel den Angreifern um Chris Hebestreit oder Benjanmin Pyterke nicht viel ein. Viernaus Abwehrchef Karsten Schmidt und seine Mitstreiter behielten die Übersicht. Vorn hatte der erst 18-jährige einstige gute Skilangläufer Robin Schlegelmilch einige gute Szenen und zwang nach einem schönen Zusammenspiel mit Strucka Möhring (27.) zur einzigen Parade in der ersten Hälfte. Auf der Gegenseite wehrte Alexander Weisheit einen Schrägschuss von Pyterke (30.) mit dem Fuß ab. Nach Ecken lag der Gast zur Pause 9:0 vorn. Eine klare Chance entwickelte sich daraus aber nicht. Am Ende lautete das Eckenverhältnis 11:6. „Herpf hatte optische Vorteile im Spiel, wir aber die klareren Möglichkeiten. Am Ende bin ich mit dem Punkt nicht unzufrieden“, sagte Viernaus Trainer Daniel Brandt nach der Partie.

Fazit:

Herpfs Trainer Mike Noack: „Unter dem Strich ist es ein leistungsgerechtes Unentschieden. Die Bodenverhältnisse waren schwierig. darunter litt die Klasse, aber auch darunter, dass bei beiden Teams wichtige Leute fehlten. Ich habe uns in der Anlage die feinere Klinge schwingen sehen, aber ich räume auch ein, dass wir am Ende Glück hatten, das bei den Standards nicht noch einer der Kopfbälle in unserem Tor landete. Auf der Gegenseite hatten wir auch unsere zwei gute Chancen, wo Weisheit zweimal abwehren konnte. So gesehen geht das 0:0 in Ordnung. Ansonsten haben wir die eine oder andere Situation nicht voll ausgespielt und zu oft den besseren Nebenmann übersehen.“ © Spielbericht FW Meininger Tageblatt

Vorbericht 12. Spieltag

Nach zuletzt zwei Heimspielen in Folge, tritt unsere SG Herpf/Helmershausen zum 12. Spieltag der Landesklasse 3 auswärts beim FSV 04 Viernau an. Es gilt die positiven Dinge aus der Niederlage gegen Borsch mitzunehmen, dann ist ein Auswärtserfolg durchaus möglich.

Zur Vorwoche:

Eine bittere 0:1-Heimniederlage musste unsere Mannschaft letzte Woche gegen den ungeschlagenen SV Borsch 1925 einstecken. In einem Spiel auf Augenhöhe scheiterte die Noack-Elf zum wiederholten Mal an der schwachen Chancenverwertung. Mindestens ein Punkt wäre nach dem Spielverlauf verdient gewesen. Beide Mannschaften legten gleich munter los. Die erste Chance gehörte unserem Team. In der 4. Minute hätte es nach einem Foul an Lukas Fuchs bereits Elfmeter geben müssen. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb leider stumm. Pech dann in der 17. Minute, als Oliver Nier bei seinem Freistoß nur den Pfosten traf. Die kalte Dusche dann in der 25. Minute, als Johannes Kraus mit seinem Kopfball Steffen Möhring bezwang. Im zweiten Abschnitt übernahm unsere Mannschaft mehr und mehr das Kommando und zwang die Gäste in die eigene Hälfte. Das Resultat daraus waren die Chancen von Pyterke (59.), Fuchs (68.), Hermann (69.) und Fickel (70.). Unsere Mannschaft war jetzt mehr als nur ebenbürtig, musste die letzten 15 Minuten aber in Unterzahl (Gelb-Rot für Christian Fickel) bestreiten. In der 83. Minute dann die zweite elfmeterwürdige Szene des Spiels. Eric Röll zog an zwei Gegenspielern vorbei und umkurvte noch Keeper Schlegel, der ihn mit einem leichten Kontakt zu Fall brachte. Auch hier entschied Schiedsrichter Linke zum Entsetzen auf Weiterspielen. Fuchs hatte mit seinem Kopfball in der 86. Minute noch die große Chance zum Ausgleich. Am Ende blieb es beim etwas glücklichen Erfolg der SG Borsch/Geismar. Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat ein klasse Spiel abgeliefert und bis zuletzt an ihre Chance geglaubt und konnte so erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen. Wir hatten das Glück in diesem Spiel leider nicht auf unserer Seite.

Zum Gegner:

Die Gastgeber belegen aktuell mit 15 Punkten den 10. Tabellenplatz, zwei Plätze und 5 Punkte vor unserer Mannschaft. Am letzten Spieltag musste man sich in Hildburghausen klar und deutlich mit 6:0 geschlagen geben und wird nun alles daran setzen, wieder drei Punkte einzufahren. Mit einer recht ausgeglichen Bilanz (4 Siege – 3 Remis – 4 Niederlagen) spielen die Schützlinge von Trainer Brandt bis dato eine recht ordentliche Runde. Wie für viele Mannschaften, ist auch der Klassenerhalt in Viernau das erste Ziel. Ein großer Pluspunkt der Mannschaft ist sicherlich die Eingespieltheit, denn der Großteil der Truppe spielt schon über Jahre zusammen. Jeder weiß genau, was er zu tun hat. Lediglich den Abgang von Torjäger Daniel Storandt (nach Kaltennordheim) musste man zu Saisonbeginn schmerzlich verkraften. Die Viernauer sind trotzdem sehr ausgeglichen besetzt und auch die bisher erzielten 19 Treffer verteilen sich auf mehrere Schultern. Da kommt also ein schwer auszurechnender Gegner auf uns zu, der alles andere als leicht zu bespielen ist und den man von der ersten bis zur letzten Minute beackern muss, wenn es mit eigenen Punkten was werden soll. Das dies durchaus gut klappen kann, haben unsere Jungs letzte Saison in Viernau bewiesen, als man nach einer starken Vorstellung den Platz mit 0:3 als Sieger verließ. „Es wird ein schweres Spiel. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe. Ich bin aber überzeugt, dass Viernau geschlagen werden kann: „Wir wollen an die Leistung von Borsch anknüpfen und mit einer ordentlichen Leistung gegen Viernau bestehen. Wofür das am Ende reicht, werden wir dann sehen. Unser Ziel ist es natürlich, dass die drei Punkte mit nach Herpf gehen“, so Trainer Mike Noack vor dem Spiel am Samstag.

Personell

…ist man zurzeit nicht „auf Rosen gebettet“. Sebastian Hamm verletzte sich im Spiel gegen Borsch schwer und wird der Mannschaft in der Hinrunde leider nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch hinter dem Einsatz von Benni Pyterke steht noch ein Fragezeichen. Die Mannschaft hat aber schon oft bewiesen, dass sie Ausfälle kompensieren kann. Freuen wir uns auf einen spannenden Fußballnachmittag. Schiedsrichter der Partie ist Paul Hegenbarth. Assistiert wird er an der Linie von Philipp Linke und Philipp Keith. Anstoß am Samstag wird 14 Uhr sein.

Da war mehr drin

Gegen die ungeschlagene SG Borsch/Geismar reicht es für die SG Herpf/Helmershausen in der Fußball-Landesklasse nicht zu einem Punktgewinn. Trotz guter zweiter Hälfte steht es am Ende 0:1. Den Mannen von Trainer Mike Noack bleibt wieder nicht mehr übrig, als die positiven Dinge aus der Begegnung mitzunehmen. Die Gäste zeigten vor allem in Halbzeit eins, warum sie bisher noch ungeschlagen sind. Am Ende hatten sie aber auch Glück, weil ein Remis wohl das verdiente Ergebnis gewesen wäre.

Hohes Tempo

Die erste Chance der Partie hatten die Gastgeber. Fuchs setzte sich im Strafraum durch. Seinen Rückpass schoss Hofmann aus acht Metern über das Tor (4.). Auf der Gegenseite kam Martin Gimpel bei einem langen Ball nur um Zentimeter zu spät (8.). Während Hohmann in der 14. Minute das Außennetz traf, setzte Nier auf der Gegenseite einen Freistoß aus Rechtsaußenposition an den Pfosten (17.). In der Folge erhöhten die Gäste das Tempo und machten viel Druck. Bittorf entwischte Fickel und bediente Gimpel, der an Möhring scheiterte. Drei Minuten danach narrte Bittorf drei Gegenspieler, aber erneut blieb Möhring eiskalt und parierte Bittorfs Schuss. In der 25. Minute kam Johannes Krauss nach einem Freistoß zum Kopfball. Die Kugel senkte sich über Möhring hinweg zum 0:1 ins Tor. Auch in der Folge blieben die Gäste die bessere Mannschaft. Sie bauten ihre Angriffe überlegt auf, nahmen immer wieder auch mal geschickt das Tempo aus dem Spiel, das sie bis zur Pause problemlos kontrollierten.

Starke zweite Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel gehörte die erste Szene ebenfalls den Gästen. Nach einem Missverständnis zwischen Fickel und Möhring kam der Ball zu Gimpel, der aber aus 20 Metern neben das leere Tor schoss. Aber in der Folge kamen die Gastgeber besser ins Spiel, das deutlich an Niveau zulegte. Pyterkes abgefälschter Schuss (56.) war ein erstes Achtungszeichen. Auf der Gegenseite setzte Bittorf einen Freistoß knapp über den Querbalken (59.). Es folgte die beste Phase der Heimelf, in der die Gästeabwehr mehrmals ins Schwimmen kam. Röll zögerte zu lange, legte dann auf Fuchs ab, dessen Schuss noch zur Ecke abgefälscht wurde (68.). Eine Minuten danach kratzte Schlegel den 22-Meter-Schuss von Hermann aus der Ecke. Weitere zwei Minuten danach kam Fickel sechs Meter vor dem Tor zum Schuss, aber Schlegel tauchte ins bedrohte Eck. Als auch Rölls Schuss in der 72. Minute von irgendeinem Borscher Abwehrbein abgeblockt worden war, beruhigte sich die Szenerie wieder etwas. Die Heimelf war jetzt mehr als nur ebenbürtig, mussten die letzten zehn Minuten aber in Unterzahl bestreiten. Sicher kann man die Aktion von Fickel an der Mittellinie als Foul werten, aber dafür Gelb und damit für den verwarnten Herpfer Gelb-Rot zu ziehen war doch sehr hart. In der Schlussphase wurde es turbulent. Zunächst vergab Gimpel die Entscheidung, als er sich zwar schön durchgesetzte hatte, aber knapp am langen Pfosten vorbeischoss (81.). Auf der Gegenseite war es wieder Röll, der an zwei Gegenspielern und an Schlegel vorbeizog und nach einem Kontakt mit diesem zu Boden ging. Trotz des heftig geforderten Elfmeterpfiffs seitens der Gastgeber blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm. In der 86. Minute kam Fuchs nach einem Freistoß völlig frei zum Kopfball, nickte die Kugel aber genau in die Arme von Schlegel. Nur eine Minute danach profitierte der Herpfer von einem Missverständnis, aber wieder verfehlte der Schuss von Fuchs sein Ziel. So blieb es beim am Ende etwas glücklichen Erfolg der SG Borsch/Geismar. © Spielbericht insuedthüringen